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Biographisches Künstler-Lexikon

Dr. Hermann Alex. Müller, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig, 1882

Die bekanntesten Zeitgenossen auf dem Gesamtgebiet der bildenden Künste aller Länder mit Angabe ihrer Werke.

Schlagworte auf dieser Seite: Yelland; Yewell; Yon; Young; Yvon

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Yelland - Yvon.

Anmerkung: Fortsetzung des Artikels 'Yeames'

formation, der Kaminwinkel, Lady Gray im Tower (1868), der Jakobit auf der Flucht (1869), der junge Traum der Liebe, Dr. Harvey und die Kinder Karls I. und andre 1878 in Paris ausgestellte. 1878 wurde er Mitglied der Akademie in London.

Yelland (spr. jélländ), R. D., amerikan. Landschaftsmaler, geb. 1848 zu London, kam in der frühesten Kindheit nach Amerika, lebte lange Zeit in New York, wo er Schüler der Akademie war, und ließ sich zuletzt in San Francisco nieder, wo er 1877 Direktor der Zeichenschule wurde. Er malt Landschaften und Strandbilder, namentlich aus Kalifornien.

Yewell (spr. jú-ell), George, amerikan. Architekturmaler, machte seine Studien in New York unter Thomas Hicks und in Paris unter Couture, lebte längere Zeit in Rom und wurde Genosse der Akademie in New York. Zu seinen besten Bildern, deren Zeichnung und Detailausführung sehr gerühmt werden, gehören: Venedig (1871), das Innere von San Marco in Venedig, der Saal des Großen Rats im Dogenpalast (Hauptbild), Teppichbazar in Kairo und die Moschee Kait-Bei daselbst.

Yon (spr. ĭóng), Edmond Charles, franz. Holzschneider u. Landschaftsmaler, geb. 1836 zu Montmartre (Paris), widmete sich anfangs der Holzschneidekunst und lieferte hierin nach Leroux, Anastasi und Millet wie nach eignen Zeichnungen mehrere Blätter, für die er 1872 und 1874 Medaillen erhielt. Dann ging er zur Landschaftsmalerei über und brachte mehrere recht poetische Bilder aus der Umgegend von Paris, z. B.: ein Arm der Marne bei Isle lès Villenoy, die Seine bei Gravon (1876), zwei Ansichten bei Montereau (1875), vor dem Regen (1878), die Ufer der Marne (1879). Man hat auch mehrere Radierungen von ihm.

Young (spr. jung), 1) Eduard, Genre- und Landschaftsmaler, geb. 1823 zu Prag, zog schon im Knabenalter nach Linz an der Donau, machte dort die ersten Vorstudien der Kunst, kam dann nach Kopenhagen, wo er in der Zeichenkunst Lehrer des Königs Friedrich VII. (gest. 1863) und Professor wurde. 1864 zog er nach München, trat in Pilotys Schule und wandte ↔ sich mit großem Erfolg ausschließlich dem Genre, namentlich der Darstellung des Lebens der Alpenbewohner, zu. Seine Bilder zeigen eine gesunde Auffassung, eine große Natürlichkeit und oft einen anmutenden, kernhaften Humor. Die bekanntesten darunter sind: der Schützenkönig, der Preisstier, Heimkehr vom Landwirtschaftsfest und Begegnung auf der Alm. In der zweiten Hälfte der 40er Jahre hat er während seines Aufenthalts in Wien auch viel lithographiert.

2) James Harvey, amerikan. Porträtmaler, geb. 1830 zu Salem (Massachusetts), bildete sich in Boston unter dem Porträtmaler John Pope und begann schon mit 14 Jahren selbständig zu porträtieren. Nachdem er dann eine Zeitlang in einem kaufmännischen Geschäft gearbeitet hatte, trat er 1858 in Boston als wirklicher Porträtmaler auf, fand hierin von seiten der vornehmen Welt Förderung und malte eine große Zahl bedeutender Persönlichkeiten in den Vereinigten Staaten.

Yvon (spr. iwóng), Adolphe, franz. Schlachtenmaler, geb. 1817 zu Eschweiler (Luxemburg), war in Paris Schüler von Delaroche, debütierte 1842 mit einem Porträt und ging 1843 nach Rußland, von wo er mehrere Kreidezeichnungen sandte, die durch ihre große Naturwahrheit Interesse erregten, z. B. Tatarenmoschee in Moskau, Fahrt nach Sibirien. Nachdem er in den nächsten Jahren nach seiner Rückkehr die bedeutenden Bilder: die Reue des Judas (1846), die Schlacht bei Kulikowo zwischen Russen und Mongolen (1850), ein gefallener Engel, Übergang Napoleons über die Alpen (1853, Schloß zu Compiègne) und der Marschall Ney deckt die Nachhut der Armee in Rußland (1855, Museum in Versailles) gebracht hatte, wurde er beim Ausbruch des Krimkriegs mit der Darstellung der dortigen Ereignisse beauftragt und eröffnete nun eine umfassende Thätigkeit. Dahin gehören zunächst (1857-1859) die drei großen Bilder von der Erstürmung des Malakow (Museum in Versailles), die, so trefflich sie in den Einzelheiten und den einzelnen Kampfscenen sind, an einer großen Zersplitterung leiden. Noch weniger glücklich war er in

Anmerkung: Fortgesetzt auf Seite 571.