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Salatgewächse – Salbung
Salatgewächse, s. Gemüse.
Salatkräuter, s. Fourniture.
Salatrübe, s. Rote Rübe.
Salawati (Salwati), zweitgrößte der Papua-Inseln, vor der Nordwestspitze Neuguineas, unter Botmäßigkeit des Sultans von Tidore, zur niederländ. Residentschaft Ternate gerechnet, zählt auf 1960 qkm nach von Rosenberg 5‒6000 E., nach Beccari nur 2700 E. Die längs der Nordküste hinziehende Kette von Kalkbergen steigt bis zu 785 m auf, der übrige Teil ist mit Urwald bedeckte Tiefebene. S. wurde 1764 von Watson entdeckt.
Sala y Gomez, öde Felseninsel (4 qkm) im Stillen Ocean, 450 km nordöstlich der Osterinsel, unter 26° 28′ südl. Br. und 105° 20′ westl. L. gelegen, wurde 1793 von dem Spanier gleichen Namens entdeckt und durch das Gedicht Chamissos, der 1816 die Insel besuchte, bekannt.
Salazār, Don Francisco Lobon de, Pseudonym des span. Satirikers Isla (s. d.).
Salbader, Quacksalber, alberner Schwätzer; das Wort findet sich bereits 1515 in den Epistolae obscurorum virorum und wird auf das plärrende Hersagen eines mönchischen Gebets mit den Anfangsworten «Salve pater» zurückgeführt.
Salband, soviel wie Salleiste (s. d.). Über S. in der Geologie s. Erzlagerstätten (Bd. 6, S. 339 a) und Gang (bergmännisch).
Salbe (Unguentum), eine weiche, etwa die Konsistenz der Butter besitzende, in der Wärme noch weicher werdende, der Hauptsache nach aus Fett oder aus Paraffin bestehende Masse. In neuerer Zeit finden auch andere Stoffe und Mischungen als Salbengrundlage Verwendung, so das Lanolin oder Wollfett, das Mollin, Resorbin, Unguentum vegetabile, Myronin, Pasta cerata und Pasta serosa u. a. m. In der Heilkunde bedient man sich der S., um Arzneistoffe auf die Haut einwirken zu lassen oder durch die Haut zur Aufnahme in den Organismus zu bringen. Zu diesem Zweck versetzt man das Fett u. s. w. mit höchst fein verteilten oder gelösten Stoffen verschiedenster Art, z. B. Quecksilber, Opium, Kaliumjodid, Schwefel, Seidelbastextrakt u. s. w. Die Konsistenz einer S. wird erhöht, wenn man Wachs, geringer, wenn man Öle oder andere Flüssigkeiten hinzusetzt. Die S. werden entweder direkt in die Haut eingerieben oder, auf Mull, Leinwand u. dgl. gestrichen, auf die fragliche Körperstelle gelegt. Mit ätherischen Ölen und andern Wohlgerüchen versetzte S. nennt man Pomade (s. d.). Das Arzneibuch für das Deutsche Reich enthält folgende S.: Unguentum acidi borici, s. Borsalbe; Unguentum basilicum, s. Königssalbe; Unguentum Cantharidum, s. Spanischfliegensalbe; Unguentum cereum, s. Wachssalbe; Unguentum Cerussae und Unguentum Cerussae camphoratum, s. Bleiweißsalbe; Unguentum diachylon, Bleipflastersalbe, s. Hebrasche Salbe; Unguentum Glycerini, s. Glycerinsalbe; Unguentum Hydrargyri album, Unguentum Hydrargyri cinereum und Unguentum Hydrargyri rubrum, s. Quecksilbersalbe; Unguentum Kalii jodati, s. Kaliumjodidsalbe; Unguentum leniens, s. Cold Cream; Unguentum Paraffini, s. Paraffinsalbe; Unguentum Plumbi, Blei-, Brand- oder Kühlsalbe und Unguentum Plumbi tannici, Tannin- oder gerbsaure Bleisalbe, s. Bleisalbe; Unguentum Rosmarini compositum, s. Rosmarinsalbe; Unguentum Tartari stibiati, Brechweinsteinsalbe, auch Autenriethsche Pocken- oder Pustelsalbe, s. Brechweinstein; Unguentum Terebinthinae, s. Terpentinsalbe; Unguentum Zinci, s. Zinksalbe. ^[Spaltenwechsel]
Über flüchtige S. s. Liniment.
Salbei, Salvia L., über 400 Arten zählende Pflanzengattung der Familie der Labiaten (s. d.), bei denen die zwei obern Staubgefäße verkümmert, oft kaum sichtbar sind und das zu einem beweglichen Bügel ausgedehnte Konnektiv (Mittelband) der beiden untern an dem einen Ende ein langes, fruchtbares, am andern ein verkümmertes, unfruchtbares Staubbeutelfach trägt (s. Tafel: Bestäubungseinrichtungen, Fig. 7). Die Blüten stehen meist in Scheinquirlen, die nicht selten von gefärbten, häutigen Deckblättern umgeben sind. Es sind teils ausdauernde Kräuter, teils Halbsträucher, bisweilen Sträucher, die in den gemäßigten Zonen eine ausgedehnte Verbreitung besitzen. Die bekannteste Art ist der in Deutschland auf Wiesen und an Namen überall häufig vorkommende Wiesensalbei, Salvia pratensis L., mit azurblauen, selten rosenroten oder weißen Blüten. In den Gärten findet man die halbstrauchige Salvia officinalis L. häufig als Würzkraut angepflanzt. Wild wächst sie im südl. Europa an sonnigen Bergen und Felsen. Sie hat länglichovale, graugrüne runzelige, stark aromatisch riechende und bitter gewürzhaft schmeckende Blätter und ziemlich unansehnliche bläulich-rosenrote oder weißliche Blüten in genäherten Knäueln, die eine Traube bilden. Eine Varietät mit bunten Blättern (var. tricolor) ist eine beliebte Kalthauspflanze. Der Muskatellersalbei (Salvia sclarea L.), im südl. Europa und im Orient einheimisch, ist ebenfalls stark aromatisch und besitzt große, herzförmig-eirundliche, klebrige, gelbe Deckblätter. Er wird dazu benutzt, dem Wein Muskatellergeschmack zu verleihen. Diese bloß zweijährige Pflanze wurde sonst mehr als jetzt in den Gärten kultiviert. Im Gewächshause ausdauernd, aber im Freien als Einjährige kultiviert, sind Salvia coccinea L., Salvia Roemeriana Scheele und einige andere, alle in Südamerika einheimisch und ausgezeichnet durch leuchtend rote Färbung der Blumen. Nur für die Kultur unter Glas geeignet sind die halbstrauchige Salvia patens Benth., mit prächtig dunkelblauen, leider sehr hinfälligen, und die strauchige Salvia splendens Sell. mit leuchtend ponceauroten Blüten. Von Salvia officinalis sind die Blätter als Folia Salviae offizinell. Von der in Griechenland häufigen Salvia pomifera L. werden die Blätter zur Herstellung eines Thees benutzt, der dort vielfach statt Kaffee als tägliches Genußmittel getrunken wird.
Salbenbaum, Pflanzengattung, s. Amyris.
Salbling, Fischgattung, s. Saibling.
Salböl, soviel wie Chrisma (s. d.).
Salbuch, s. Sala und Kataster.
Salbung (lat. unctio), eine im Morgenlande von alters her übliche, von dort auch nach Griechenland und Italien gekommene Sitte, den Körper mit Öl oder wohlriechender Salbe zu bestreichen. Die S. hatte ihren Grund lediglich in der Rücksicht auf das Wohlbefinden und die Schönheit des Leibes. Als sinnbildliche Handlung der Weihe kam die S. zuerst für die Priester auf. Bei den Israeliten empfingen nicht nur diese (nach 2 Mose 29 und 3 Mose 8), sondern auch die Könige beim Antritt ihres Amtes die S. als sichtbares Zeichen des ihnen als «Gesalbten des Herrn» von Gott verliehenen Geistes. Auch den Propheten wurde manchmal die S. zu teil. In der urchristl. Kirche war die S. in