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De Lavals Separator – Delaware
arbeitung seiner Aufgaben, mögen sie nun dem alten oder neuen Repertoire angehören. Auch auf dem Gebiete der Tragödie hat D. Lorbeeren geerntet, so in Victor Hugos «Hernani», dessen Titelrolle er 1867 während der Dauer der Ausstellung spielte.
De Lavals Separator, Vorrichtung zur Butterbereitung, s. Butter (Bd. 3, S. 798 b).
Delavigne (spr. -lawínj), Jean François Casimir, franz. Dichter, geb. 4. April 1793 in Havre als Sohn eines Kaufmanns. Im Lycée Napoléon zu Paris erzogen, Mitschüler von Scribe und Salvandy, machte er sich zuerst bekannt durch seine «Messéniennes», patriotische Elegien, in denen er seinem Schmerz über die Invasion der «Barbaren» Ausdruck gab, und die Ludwig ⅩⅧ. so wohl gefielen, daß er den jungen Dichter zum Kanzleibibliothekar ernannte. Als er diese Sinekure unter Peyronnets Ministerium verlor, weil die folgenden «Messéniennes» auch liberale Tendenzen vertraten, stellte ihn der damalige Herzog von Orléans in seiner Privatbibliothek an. Nach der Tragödie «Les Vêpres siciliennes» (1819), die mehr einen polit. als künstlerischen Erfolg errang, erschienen «Les comédiens», Komödie (1820), «Le Paria», Tragödie (1821) und «L’école des vieillards» (1823), seine beste Komödie, die ihm den Sitz in der Akademie (1825) eintrug. 1830 dichtete er verschiedene revolutionäre Volkshymnen: «La Parisienne» (von Auber komponiert), «La Varsovienne, ou la Polonaise», «La Bruxelloise» u. s. w. Doch ließ er sich nicht, wie die meisten seiner Freunde, zur Teilnahme an den Staatsgeschäften verleiten, sondern blieb Litterat. Mit seinem Trauerspiel «Marino Falieri» (1829) hatte D., früher ein Anhänger des Klassicismus, sich den Romantikern genähert, und er versuchte auch in seinen weitern Stücken mit Erfolg zwischen beiden Schulen zu vermitteln. In den J. 1832‒40 wurden von ihm aufgeführt die Tragödien: «Louis Ⅺ», «Les enfants d’Édouard», «Une famille au temps de Luther», «La fille du Cid», sowie die Komödien: «Don Juan, ou la vocation» und «La popularité». Er starb auf der Reise nach dem Süden von Frankreich 11. Dez. 1843 in Lyon. D. war zu seiner Zeit nächst Béranger und Scribe der populärste Dichter des Liberalismus und verstand es, durch seine gewählte Sprache, seinen korrekten Versbau und durch seine Haltung zwischen akademischer Konvention und romantischen Ausschreitungen lange Zeit sein Ansehen zu bewahren. Von seinen Dichtungen erschienen mehrere Gesamtausgaben, die beste u. d. T.: «Œuvres complètes de Casimir D.» (6 Bde., Par. 1845); ferner «Œuvres poétiques» (2 Bde., ebd. 1874).
Germain D., älterer Bruder des vorigen, geb. 1. Febr. 1790 zu Giverny, hat Vaudevilles geschrieben und Operntexte gemeinschaftlich mit Scribe verfaßt (z. B. zu Meyerbeers «Robert der Teufel» und den «Hugenotten», ebenso zu Aubers «Stumme von Portici»). Er starb 30. Nov. 1808 zu Montmorency.
Delaware (spr. dĕllĕwähr, nach Lord de la Warr benannt), etwa 490 km langer und schöner Fluß Nordamerikas, mit einem Stromgebiet von etwa 29416 qkm, wird durch den Oquago oder Coquago und den Popacton gebildet, welche an der Westseite der Catskill-Gebirge im Staate Neuyork entspringen und sich an der Grenzlinie von Neuyork und Pennsylvanien vereinigen. Von hier an in südöstl. Richtung strömend, trennt der D. diese beiden Staaten 110 km weit, bis er die Kittatinny-Gebirge bei Port-Jervis erreicht, von wo er zuerst südwestlich, von Easton an aber südöstlich fließend, den Staat Neujersey von Pennsylvanien scheidet. Vor seiner Mündung in das Meer bildet er die Delawarebai. Die Meeresflut dringt weit den D. hinauf, und bis Philadelphia ist er großen Seeschiffen zugänglich. Seine Hauptnebenflüsse sind der Lehigh und Schuylkill in Pennsylvanien. Der Delaware-Hudson- und der Morris-Essex-Kanal verbinden den D. mit dem Hudson, der Union- und Schuylkill-Kanal mit dem Susquehanna. ^[Spaltenwechsel]
Delaware (spr. dĕllĕwähr, Abkürzung Del.), nächst Rhode-Island der kleinste der Vereinigten Staaten von Amerika, zwischen 38° 28′ und 38° 50′ nördl. Br. und 75° 4′ und 75° 46′ westl. L. von Greenwich, umfaßt mit 5309 qkm nur den östl. Teil der von der Delaware- und der Chesapeakebai gebildeten Halbinsel, grenzt im N. an Pennsylvanien, im W. und S. an Maryland, im O. an den Atlantischen Ocean, die Delawarebai und den gleichnamigen Fluß. Der Boden ist im S. flach, im N. etwas hügelig. Im W. zieht sich ein niedriges schmales, stellenweise sehr sumpfiges Plateau hin. D. wird hauptsächlich von der Tertiärformation, im S. vom Quartär gebildet. Im N. tritt die Kreideformation auf und das Appalachensystem mit seinen ältern Gesteinen streift die äußerste Nordgrenze. Das Klima ist mild, der Landwirtschaft günstig, nur in den Sumpfgegenden sehr ungesund. Die mittlere Jahrestemperatur ist 12° C. D. ist reich an allen europ. Feld- und Gartenfrüchten und besitzt große Meiereien. Besonders entwickelt ist die Obstkultur, vor allem der Pfirsichbau. Die Hauptobstgegend liegt um Dover. Außerdem wird namentlich Mais, Hafer und Weizen gebaut. Etwas Eisen wird aus Brauneisenstein gewonnen, außerdem finden sich Thon und Porzellanmaterialien, Mergel und Kalksteine. D. hatte 1880: 146608 E., darunter 26442 Farbige, und 1890: 168493 E., hat Eisenindustrie, Schiffbau, Fabrikation von Baumwollwaren, Waggons, Leder, Düngemitteln und Papier sowie Obst Handel. Die Flotte D.s belief sich 1889 auf 164 Segelschiffe und 31 Dampfer mit insgesamt 19109 t. Der Gouverneur und die 9 Senatoren werden auf 4, die 21 Repräsentanten auf 2 Jahre gewählt. Zum Abgeordnetenhaus des Kongresses entsendet es einen Abgeordneten. Der Staat besitzt mehr zinstragende Obligationen als seine Schuld beträgt und erhebt nur Eisenbahn-, Wahl- und Lizenzsteuern. Er ist in drei Counties geteilt; Hauptstadt ist Dover mit 3061 E.; die größte Stadt ist Wilmington mit 61437 E. Öffentliche Auspeitschung ist in D. noch eine Rechtsstrafe. Es besteht ein College; die öffentlichen Schulen wurden 1890 von 31434 Kindern besucht. – D. wurde 1637 nach Plänen Gustav Adolfs als schwed. Kolonie unter dem Namen Neuschweden gegründet. In Newcastle steht noch die alte Schwedenkirche. Es wurde dann 1655 von den Holländern erobert und von diesen 1664 an die Engländer abgetreten. Karl Ⅱ. gab es 1682 mit Pennsylvanien an William Penn, 1701 wurde es aber wieder von Pennsylvanien getrennt. Mit der Unabhängigkeitserklärung von 1776 erhielt auch D. eine neue, 1792 abgeänderte Verfassung. Trotzdem D. Sklavenstaat war, trat es der Secession der Südstaaten nicht bei.
Delaware (spr. dĕllĕwähr), Hauptstadt des gleichnamigen County im nordamerik. Staate Ohio, nördlich von Columbus am Whetstone-River, ist Eisenbahnknotenpunkt, Sitz der Ohio-Wesleyan University, hat (1890) 8224 E. und eine Heilquelle.