Schnellsuche:

Brockhaus Konversationslexikon

Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896

872

Papst

Johann ⅩⅤ. (985‒996).

Gregor Ⅴ. (996‒999).

Johann ⅩⅥ. (Gegenpapst bis 998).

Sylvester Ⅱ. (999‒1003).

Johann ⅩⅦ. (1003).

Johann ⅩⅧ. (1003‒1009).

Sergius Ⅳ. (1009‒1012).

Benedikt Ⅷ. (1012‒1024).

Johann ⅩⅨ. (1024‒1033).

Benedikt Ⅸ. (1033‒1045).

Gregor Ⅵ. (1045‒1046).

Ⅴ. Periode

Clemens Ⅱ. (1046‒1047).

Damasus Ⅱ. (1048).

Leo Ⅸ. (1049‒1054).

Victor Ⅱ. (1054‒1057).

Stephan Ⅹ. (1057‒1058).

Benedikt Ⅹ. (1058).

Nikolaus Ⅱ. (1058‒1061).

Alexander Ⅱ. (1061‒1073).

Gregor Ⅶ. (1073‒1085).

Victor Ⅲ. (1086‒1087).

Urban Ⅱ. (1088‒1099).

Paschalis Ⅱ. (1099‒1118).

Gelasius Ⅱ. (1118‒1119).

Calixtus Ⅱ. (1119‒1124).

Honorius Ⅱ. (1124‒1130).

Innocenz Ⅱ. (1130‒1143).

Cölestin Ⅱ. (1143‒1144).

Lucius Ⅱ. (1144‒1145).

Eugen Ⅲ. (1145‒1153).

Anastasius Ⅳ. (1153‒1154).

Hadrian Ⅳ. (1154‒1159).

Alexander Ⅲ. (1159‒1181).

Lucius Ⅲ. (1181‒1185).

Urban Ⅲ. (1185‒1187).

Gregor Ⅷ. (1187).

Clemens Ⅲ. (1187‒1191).

Cölestin Ⅲ. (1191‒1198).

Innocenz Ⅲ. (1198‒1216).

Honorius Ⅲ. (1216‒1227).

Gregor Ⅸ. (1227‒1241).

Cölestin Ⅳ. (1241).

Innocenz Ⅳ. (1243‒1254).

Alexander Ⅳ. (1254‒1261).

Urban Ⅳ. (1261‒1264).

Clemens Ⅳ. (1265‒1268).

Gregor Ⅹ. (1271‒1276).

Innocenz Ⅴ. (1276).

Hadrian Ⅴ. (1276).

Johann ⅩⅩⅠ. (1276‒1277).

Nikolaus Ⅲ. (1277‒1280).

Martin Ⅳ. (1281‒1285).

Honorius Ⅳ. (1285‒1287).

Nikolaus Ⅳ. (1288‒1292).

Cölestin Ⅴ. (1294).

Ⅵ. Periode.

Bonifacius Ⅷ. (1294‒1303).

Benedikt Ⅺ. (1303‒1304).

Clemens Ⅴ. (1305‒1314).

Johann ⅩⅩⅡ. (1316‒1334).

Benedikt Ⅻ. (1334‒1342).

Clemens Ⅵ. (1342‒1352).

Innocenz Ⅵ. (1352‒1362).

Urban Ⅴ. (1362‒1370).

Gregor Ⅺ. (1370‒1378).

^[Trennlinie]

Päpste in Rom: Päpste in Avignon:

Urban Ⅵ. (1378‒1389). Clemens Ⅶ. (1378‒1394).

Bonifacius Ⅸ. (1389‒1404). Benedikt ⅩⅢ. (1394‒1424).

Innocenz Ⅶ. (1404‒1406). Alexander Ⅴ. (1409‒1410).

Gregor Ⅻ. (1406‒1415). Johann ⅩⅩⅢ. (1410‒1415).

^[Trennlinie]

Martin Ⅴ. (1417‒1431).

Eugen Ⅳ. (1431‒1447).

Felix Ⅴ. (1440‒1449).

Nikolaus Ⅴ. (1447‒1455).

Calixtus Ⅲ. (1455‒1458).

Pius Ⅱ. (1458‒1464).

Paul Ⅱ. (1464‒1471).

Sixtus Ⅳ. (1471‒1484).

Innocenz Ⅷ. (1484‒1492).

Alexander Ⅵ. (1492‒1503).

Pius Ⅲ. (1503).

Julius Ⅱ. (1503‒1513).

Ⅶ. Periode

Leo Ⅹ. (1513‒1521).

Hadrian Ⅵ. (1522‒1523).

Clemens Ⅶ. (1523‒1534).

Paul Ⅲ. (1534‒1549).

Julius Ⅲ. (1550‒1555).

Marcellus Ⅱ. (1555).

Paul Ⅳ. (1555‒1559).

Pius Ⅳ. (1560‒1565).

Pius Ⅴ. (1565‒1572).

Gregor ⅩⅢ. (1572‒1585).

Sixtus Ⅴ. (1585‒1590).

Urban Ⅶ. (1590).

Gregor ⅩⅣ. (1590‒1591).

Innocenz Ⅸ. (1591).

Clemens Ⅷ. (1592‒1605).

Leo Ⅺ. (1605).

Paul Ⅴ. (1605‒1621).

Gregor ⅩⅤ. (1621‒1623).

Urban Ⅷ. (1623‒1644).

Innocenz Ⅹ. (1644‒1655).

Alexander Ⅶ. (1655‒1667).

Clemens Ⅸ. (1667‒1669).

Clemens Ⅹ. (1670‒1676).

Innocenz Ⅺ. (1676‒1689).

Alexander Ⅷ. (1689‒1691).

Innocenz Ⅻ. (1691‒1700).

Clemens Ⅺ. (1700‒1721).

Innocenz ⅩⅢ. (1721‒1724).

Benedikt ⅩⅢ. (1724‒1730).

Clemens Ⅻ. (1730‒1740).

Benedikt ⅩⅣ. (1740‒1758).

Clemens ⅩⅢ. (1758‒1769).

Ⅷ. Periode.

Clemens ⅩⅣ. (1769‒1774).

Pius Ⅵ. (1775‒1799).

Pius Ⅶ. (1800‒1823).

Leo Ⅻ. (1823‒1829).

Pius Ⅷ. (1829‒1830).

Gregor ⅩⅥ. (1831‒1846).

Pius Ⅸ. (1846‒1878).

Leo ⅩⅢ. (seit 1878).

Vgl. Lipsius, Die Chronologie der röm. Päpste (Kiel 1869).

Die Geschichte des Papsttums (s. auch Kirchenstaat) zerfällt in 8 Perioden.

Ⅰ. Periode. Die erste Periode umfaßt die drei ersten Jahrhunderte der Kirche und zeigt die Entwicklung der röm. Bischofswürde von den ersten noch in sagenhaftes Dunkel gehüllten Anfängen durch die Zeit der Christenverfolgungen bis zur festen Durchbildung unter Kaiser Konstantin. Namen und Reihenfolge der Bischöfe von Rom im 1. Jahrh. sind nicht mehr genau festzustellen. Aber auch ihre weitere Geschichte ist dürftig; doch haben schon Victor Ⅰ. und Stephan Ⅰ. die röm. Primatansprüche erhoben und damit ihren Nachfolgern das Ziel ihrer Thätigkeit vorgezeichnet. ^[Spaltenwechsel]

Ⅱ. Periode. Die zweite Periode, von Sylvester Ⅰ. bis Gregor Ⅰ. (4. bis Anfang des 7. Jahrh.), ist die Zeit der eigentlichen Durchbildung des Papsttums. Schon die Synode von Sardica (343) erteilte dem röm. Bischof Julius das Recht, Appellationen verurteilter Bischöfe anzunehmen, was Kaiser Gratianus 378 für die ganze abendländ. Kirche bestätigte. Valentinianus Ⅲ. übertrug 445 dem röm. Stuhle geradezu die höchste Entscheidung in kirchlichen Rechts- und Verwaltungssachen für den Occident. Bereits erließen die röm. Bischöfe ihre maßgebenden Lehrschreiben (Dekretalen, s. d.) in immer entschiedenerm Tone, und wenn auch ihre Ansprüche des öftern noch auf Widerspruch stießen, so waren ihnen doch die polit. Verhältnisse günstig. Den eindringenden arianischen german. Völkern gegenüber hatten viele Provinzen ihren einzigen kirchlichen kath. Mittelpunkt in Rom, und auch die Metropolitanrechte des röm. Bischofs, die sich ursprünglich nur auf Mittel- und Unteritalien erstreckten, dehnten sich immer weiter aus. Ende des 4. Jahrh. kam Ostillyrien, im 5. Jahrh. Gallien, ja sogar die freiheitsstolze afrik. Kirche unter den röm. Patriarchen. Leo Ⅰ. (s. d.) führte die Neuerung ein, mächtige Bischöfe entlegener Länder zu röm. Vikaren zu ernennen, wodurch er sie zugleich ehrte und von Rom abhängig machte. Wohl waren die röm. Bischöfe die Unterthanen der polit. Herrscher Italiens, seit 490 der arian. Ostgoten und seit 535 der oström. Kaiser, von denen namentlich Justinianus Ⅰ. sich in kirchliche Dinge einmischte. Aber infolge der Eroberung Oberitaliens durch die Langobarden (568) wurde die Macht der byzant. Kaiser in Italien so tief erschüttert, daß auch ihre Oberhoheit über Rom zum Schatten herabsank. Hatte schon Gelasius Ⅰ. die Behauptung gewagt, daß der Nachfolger Petri keinen Richter über sich habe, so war vollends Gregor Ⅰ. (s. d.) ein P., dessen Primat im Abendlande und dessen wesentliche Unabhängigkeit vom Griechischen Reiche entschieden war.

Ⅲ. Periode. Die dritte Periode, von Gregor Ⅰ. bis Nikolaus Ⅰ. (7. bis Mitte des 9. Jahrh.), ist die Zeit der Befestigung des röm. Primats unter den german. Völkern. Vom arian. Bekenntnis traten diese Völkerstämme (Goten, Burgunder, Sueven, Langobarden und Franken) später zum Katholicismus über. In England war im Gegensatz zu der alten unabhängigen brit. und iroschott. Kirche von Rom aus die angelsächs. Kirche (durch Gregor d. Gr.) gegründet worden, und ihre Sendlinge verdrängten allmählich auch in Deutschland die irischen Mönche. Bonifatius (s. d.) organisierte sodann die bayr. und thüring. Kirche in strengster Unterordnung unter Rom und versuchte auch im Fränkischen Reiche die in den polit. Wirren der Merowingerzeit erschütterte päpstl. Autorität wiederherzustellen. Pippin, der (752) den letzten Merowinger mit Hilfe des P. Zacharias vom Throne gestoßen hatte, erwies sich dessen Nachfolger Stephan Ⅱ. dankbar durch kriegerischen Beistand gegen die Langobarden und durch die Schenkung des Kirchenstaates (s. d.), die Karl d. Gr. nach Vernichtung des Langobardenreichs bestätigte und erweiterte. Dafür krönte Leo Ⅲ. (s. d.) den Frankenkönig am Christfeste 800 zum röm. Kaiser und löste damit vollständig das Band zwischen Rom und dem