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Meyers Konversationslexikon

Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892

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Raimund - Raoux
ljatten, 1866 s^ine Entlassung zu llehmen; bis zu seinem Tod (11. März 1888) widmete er sich der weilern Pflege seiner Schöpfungen im landwirtschaftlichen Kreditwesen. Über letztere vgl. Darlehnskassenvereine, ländliche (Bd.4u. 17). Erschrieb:
Die Darlehnskassen vereine als Mittel zur Ab Hilfe:c.-l Neuwied 1866,5. Aufl. 1887), ^Instruktion zur Geichäfts- u. Buchführung der Darlehnskafsenvereine< l4. Aufl., das. 1883), >> Kurze Anleitung zur Gründung von Darlehnskassenvereinen« (6 Aufl., das.
1888), »Die Darlehnskassenvereine«,' Flugblatt (7. Aufl., das. 1889), und gründete 1878 das seit Raiff^isens Tod von Cremer redigierte »Landwirtschaftliche Genossenschaftsblatt« (Neuwied).
Maimund, Golo, Pseudonym der Frau Bertha Frederich, geborne Heyn, in.<oannover, gest. 5.Okt.
1884 als Witwe des ehemaligen hannöve'rschen Hofmalers Dr. meä. Frederich. Ihre zahlreichen Schriften gehören zu den bessern Produktionen der leichten Unterhaltungslitteratur. Hervorzuheben sind: -'Novellen (Hannov. 1857- 59, 11 Bde.) und die Romane:
Durch zwei Menschenalter', (das. 1863); ^Schloß Elckrath« (das. 1866, 3 Bde.); »Zweimal vermählt idns. 1868,3 Bde.); -Verwaist« (Berl. 1876, 3 Bde.);
Mein ist die Rache« (das. 1«78, 3 Bde.); »Ein neues Geschlecht« (das. 1879); »Gemcht und gefunden«
< das. 1880). Als Inhaber des Pseudonyms R. wurde lange Zeit ein angeblicher Jurist, Georg Dannende rg, genannt.
Mataänga (Raakana, Neirson), Laguneninsel des Manahikiarchipels in der Südsee, unter 10" 2' Nidl. Br. und 161" 5V westl. L. v.Gr., 2 <^km groß mit 400 polynesischen Einwohnern, die in einem Dorf an der Südwestseite wohnen und Schweine und Geflügel tmlten. Die Imel ist von Kokospalmen bedeckt, von .'inem Riff umgeben und schwer zugänglich; sie wurde 1889 unter englischen Schutz gestellt.'
Matetenapparat, s. Rettun qswesen z.ur See (Bd. 13).
^Ralston <spr. rahlc't'n,, William, engl. Schriftsteller, geb. 13^8, studierte in Cambridge'Rechtswis^enschaft, ohne aber je eine öffentliche Thätigkeit darin auszuüben, bekleidete 1853-75 das Amt ^ines Hilfsbivliothekars im Britischen Museum und starb 6. Aug. 1889. Durch seine eingehenden Studien über die russische Litteratur und das Volksleben in Rußland, das er durch viermaligen Besuch (1868-1875) aus eigner Anschauung kennen lernte, hat sich R. einen geachteten Namen erworben, und er galt in England auf diesem Gebiet als Autorität. Er schrieb außer zahlreichen Beiträgen zu Zeitschriften: »Xii!M kiiä bis tadi6ß« (3. Aufl., Lond. 1871), »^1i6
5NN^8 ot tii6 Au88i3,n ^601^6« (1872), »tlu88ia.11
Mk tai68« (1873), »N^il.v 1ii8t0i')' 0t'1^U88M« (1874) und übersetzte auch eine Erzählung Turgenjews
< »I^ixa«, 1869) ins Englische. Auch durch öffentliche Vortrage hat er sich bekannt gemacht.
"Mamann, Lina, Musikpäoagogin und Schriftstellerin, geb. 24. Juni 1833 zu Mainstockheim bei Kitzingen, Schülerin von Franz Brendel und dessen Frau in Leipzig, begründete 1858 ein Musiklehrerinnenseminar zu Glückstadt (Holstein) und 1865 mit Ida Volckmann eine Musikschule in Nürnberg, wo sie noch gegenwärtig lebt. Sie schrieb: »Die Musik als
1868)- »Bach und Händel« (das. 1869); -Allgemeine Erzieh- und Unterrichtslehre der Jugend« (das. 1870); "Aus der Gegenwart« (Nürnb. 1868, Sammlung von Artikeln für die Hamburger »Jahreszeiten«); »Franz Lis MO^orwm, Christus'« (Leipz.1880); eine Bio graphic Franz Liszts (das. 1880-87, Bd. 1 und 2, 1. Abt., bis zum Jahr 1847 reichend); ^ems Liszt als Psalmensänger", (das. 1886); »Grundriß der Techr nik des Klaoierspiels- (das. 1885).
Ramlerg, 3) Hermann, Freiherr von, österreich. General, wurde 1889 auf sein Ansuchen wegen Krankheit beurlaubt.
Rambosson (spr. rangdossöna), Jean Pierre, frari^.
Schriftsteller, geb. 1827 zu St.-Julien (Obersavoyen), studierte in Paris und widmete sich dann als Schriftsteller hauptsächlich der Popularisierung der Wissenschaften. Selbständig veröffentlichte er:^ »1^ iHli^Äß-e mimihuo« (1853); »I,a goieuos ^oMi^irs',
0N Rk VUft all ^l0Fl^8 ä68 c!0IIUÄi88ai1068« (1863"
1868, 7 Bde.); »Hißwirk 6t i6A6nci68 ä68 piÄUt65^
(2. Aufl. 1869); »1,68 coi0iii68 trHN^^i868<. (1868);
<lli8wii6 668 Mßt6oi'68< (1869); »1^68 Pi6rr68 PI>>
ei6U863« (1870); »I/säucatwu Iliathliwii?« (1871);
1^68 1oi8 äe Ik V16« (1871); »Vi8t,0ii'6 ä68 Ä8tr65
(1874); >'I.lr I01 a1)3o1up än ä6V0il 6t Ia ä68twe^
! lnimaink an ps)wt, äs vu6 ä6 1a 80161106 eonip Hre? <
(1876); >I^68 1iHrmoui68 än 8cm 6t, I'di^toire äe.-;
iU8t1'UIU6Nt8 (16 irlN^1(1U6'' (1878); V?k6U0Ni6I1f'« 1161V6UX, int6ii6s:tN6ift 6t MOI'ÄUX, isiUI'tlau8wi8 810II I)lrr cmit HAion« (1883); »1,68 !N6rv6iIi68 äl^
1'a8tls)110ini6 6t 6^3 1a, IN6t60I'0l0Fi6< (neue Ausg.
1888) u. a. Er starb 12. April 1886 in Paris.
"Namee, 3) Daniel, franz. Architekt und Kunstschriftsteller, geb. 19. Mai 1806 zu Hamburg als Sohn des Architekten Jean R., kam 1823 nach Paris uno wurde später als Mitglied der Kommission für die Baudenkmäler mit der Restauration der Kathedralen in Senlis und Beauvais, der Abteien St.-Riquier und St.-Wulfrand in Abbeville und mehrerer Küchen in der Normandie beauftragt. Die Zeit von 1832 bis 1848 brachte er in Italien und auf Reisen in Deutschland, den Niederlanden und England zu.
Von seinen zahlreichen Schriften sind außer einer Übersetzung von Ernst Försters »Denkmälern der deutschen Kunst < und Heideloffs ^Ornamentik des Mittelalters« zu nennen: ein »^our ä6 ci683in" (1840);
Introäucrioil 9UIN0^6U>^6 M0rMM6Iitg.16t8.1'0li6s» 1o^ihU6< (1843); »Üi8tc>ii'6 ä68 carr03868< (1856); "11i8tnii'6 ^6N6lgi6 ä6 i'Äi'oli^^tiile« (1860-62,2 Bde.; 2. Aufl. 1868); »8^uiMr68 ä6corHtiv68 dr.
X11.auX1V.8i6oi6« (1864, 2 Bde.); »I/arMt^tu?? 6t 1a c0U8ti'ncti0N pi ati<iU68« (1868,4. Aufl. 1881 >; »1)ieti0Niillii'6 ä68 t6liu68 ä'2l<iiit6ctui'6« (1868^ >I1i»t0ii'6 66 1'oii^ilw (168 iQV6litil)U8, ä68 ä6<?0U' V6lt68 6t ä68 il18tnntion8 1iuuiail168« (1875); »Hi^> toil 6 F6!161'al6 (16 1'2.1^1iit60MI'6. Il.6UHi88NI106
i 1885). Mit Vitet gab er eine Beschreibung der Notre Dame (1845) in Noyon und mit Pfnor eine Monographie über das Schloß zu Heidelberg (2. Aufl. 1873) heraus. Er starb 15. Sept. 1887. Mamie, s. Chinagras (Bd. 4). Randon, Graf, Marschall von Frankreich. Seine Biographie schrieb A. Ra'stoul (Par. 1890).
"Nanjart (spr. ra Wssüri, Gemeinde in der belg. Pro« vinz Hennegau, Arrondissement Charleroi, Knotenpunkt der Bahnlinien Aerschot-Charleroi und Jumet^ R., mit Glashütten und (1889) 6436 Einw.
! ^Raoux <spr. räu), Jean, franz.Maler, geb. 1677 zu Montpellier, war Schüler von Ranc daselbst und von Bon Boulogne in Paris, studierte fünf Jahre in Rom und Venedig und kehrte 1714 nach Paris zurück, wo er für einen Pygmalion Mitglied der Akademie wurde.
Hervorragender als seine Geschichtsbilder (z. B. Te lemach, im Louvre) sind seine lebendig aufgefaßten
I Halbfiguren von Künstlerinnen :c. (die Pr/vost als