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Meyers Konversationslexikon

Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892

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Schneeverwehungen (Leslies Dampf-Schneeschaufelapparat)
auf längern Strecken sehr fest gepackt liegt, ist der j schenräume zwischen den Messern dem Schaufelrad Schneepflug machtlos. Hier muß das Ausschaufeln ! ^.^. zu und wird durch dieses mit Hilfe der Zentrifuvon Hand Platz greifen, wobei event, die Arbeiter in > gaskraft seitlich im Bogen fortgeschleudert. Bei umzwei bis drei Reihen übereinander stehen müssen, um ^^ gekehrter Drehung legen sich die Messer selbstthätig
in die entsprechende Stellung um. Der cylindrischo Kasten Z erweitert sich nach vorn allmählich in eine
den Schnee hoch genug werfen zu können. Naturgemäß
ist ein auf diese Weise ausgeschaufelter Einschnitt sehr ... _ _______ ..., .... ^^ , .......^....^.^........
schnell wiederverschneit, dadie Vreitedesselbenbehufs ^^ viereckig begrenzte, scharf geränderte Öffnung, welche Zeitersparnis thunlichst knapp gewählt wird. Statt! dem Querschnitt der abzuschneidenden Schneemasse der reinen Handschaufelung wird in Amerika überall,! entspricht und mit Hilfe ihrer schrägen Wandungen wo die Umstände es erlauben, ein recht empfehlens-! dem Messerrad die außerhalb seines Umfanges 'lio wertes Verfahren angewendet. Der zu entfernende Schneestreifen wird durch beiderseitig bis zum Bahn genden Schneemassen zuführt. Das Schaufelrad hat ^,75 m Durchmesser, seine Welle wird von einer Zwil planum ausgeschaufelte, möglichst schmale Gräben lingsmaschine betrieben, die von einem nach Art der
Mich abgelöst und durch Quergräben in Blöcke zerlegt, welche einzeln mit Hilfe umgeschlungener Seile an eine Lokomotive gehängt und von dieser sowohl von ihrem Lager abgeschert, als auch dahin geschleift werden, wo eine bequeme seitliche Entfernung vom Bahnplanum (etwa durch Umkippen und Abstürzen) erfolgen kann.
Aber auch dieses Verfahren ist in Amerika auf vielen Bahnen durch die Einführung des v.eslieschen Dampf-Schneeschaufelapparats verdrängt (Fig. 4-6). Derselbe besteht im wesentlichen aus einem Schneid- od. Fräseapparat und aus einem Wurfapparat, welche hintereinander auf einer starken Welle sitzen, die auf einem Wagen parallel zu den Schienen angeordnet und mittels einer besondern Maschine in Unidrehung versetzt wird, während ein dem Eindringen des Schneeschauflers entsprechendes Vorrücken durch eine da^ luntergespannte Lokomotive erfolgt (Fig. 6). Der Wurfapparat ist nach Art einer Zentrifugalpumpe eingerichtet u. sitzt in Form eines Schaufelrades^in einem cylindrischen Kasten L mit einer schräg nach oben gerichteten Wurföffnung ^, ^, deren Richtung sich, je nachdem der Schnee nach
Lokomotivkessel gebauten Dampfkessel gespeist wird.
Schaufelapparat, Maschine und Dampfkessel find auf einem besonders solid gebauten achträderigen Wagen
Fig 6. LeLlicscher Tamftf-Schnecschaufclaftvarat.
rechts oder links entfernt werden soll, ebenso wie die! angebracht, auf dem der erste Führer (Lotse) steht, Drehungsrichtung des Nadeö ^.^. abändern läßt. I) ist '' welcher teils durch Signale den übrigen Führern des !>lufder Rückseite ist dav Rad durch Schauflers und Verschiebenden Lokomotive Anweu
sungen gibt, teils die Auswurföffnung sowie einen Einbrecher und Räumer zum Säubern der Schienen zu überwachen hat. Letztere treten in Wirkung, wenn die Hauptmasse des Schnees durch den Schauster be. seitigt ist. Der Eisbrecher ist ein kräftiges Stahlblech, welches vor dem ersten Räderpaar in 13 mm Abstand
radial zur Betriebswelle v gelagerten Achse befestigt! von der Schienenoberkante angebracht ist. Der Räumcr ist. Je nach der Drehrichtung des Apparats werden z entfernt den Schnee zu beiden Seiten der Schienen sich die Messer mit einem Schenkel des stumpfen Win-! bis auf 30 em Entfernung. Eisbrecher und Räut'els gegen das Schaufelrad ^^ legen, während der ! iner müssen bei Weichen oder Kreuzungen angehoben andre Schenkel schräg aus der Vorderfläche desselben ^^ werden. Die richtige Bemessung der Drehungs- und hervorsteht, zugleich eine Lücke zwischen sich und dem ^^ Vorschubgeschwindigkeit ist die Hauptaufgabe des
oie Vetriebswelle.
eine volle Blechscheibe ^^ vollkommen geschlossen, auf der vordem Seite aber nur teilweise von dem Schneidapparat verdeckt; derselbe besteht aus zwei konzentrisch angeordneten Ringen von zweischneidigen Messern ^, deren jedes einen stumpfwinkeligen Querschnitt hat und mit dem Scheitel dieses stumpfen Winkels an einer
benachbarten Messer lassend (Fig. 5 u.6). Der ganze Apparat schneidet nun nach Art eines Fräsetopses in den Schnee hinein, treibt vermöge der schrägen Mcsserflächcn den losgelösten Schnee durch die Zwi ^olsen. Von derselben hängt wesentlich der Erfolg der ganzen Schneeräumung ab. Die Wurfweite des Schauders beträgt 30- -100 m. In dieser großen Wurfweite sowie besonders in der Sicherheit, mit der