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Meyers Konversationslexikon

Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892

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Veracini - Viehversicherung
^Verucini (^. w.cat^chmi), Francesco Maria, 'Violinist, ^eb. 1685 zu Florenz, gest. 1750 bei Pisa, gehört zu den würdigsten Vertretern der Glanzepoche des italienischen Violinspiels, welches durch ihn auch in Deutschland und Österreich zu Ehren kam, als er von 17^0 bis 17^ als Kammervirtuose in Dresden und ipater eine Reihe von Jahren beim Grafen Kinstn in Prag angestellt war. Nnter seinen Kompositionen sind die Solosonaten für Violine besonders wertvoll; mehrere derselben sind, von Ferd. David und I. v.
Wasielewski mit Klavierbegleitung versehen, neu herausgegeben worden.
^Verbundmaschine, durch Neul^aux eingeführte Übersetzung des englischen -> Compoundmaschine ;; s.
Dampfmaschine (Bd. 4 u. Vd. 17).
Vereinigte Staaten. Die Einnahmen beliefen sich 1889-90 auf 387 Mill. Dollar (^24 .i.'iill. von Zollen), die Ausgaben, einschließlich von Amortisationen, auf nur 329,57^,929 Doll., so daß ein Überschuß von 57 Mill. erzielt wurde. Für das Jahr 1889 vis 1890 schätzt man die Einnahmen auf 385 Mill., die Ausgaben auf 341 Mill. Doll., also abermals ein Überschuß von 44 Mill.! Um sich dieses lästigen Überschusses zu entledigen, schlug der Präsident Harnson in seiner Botschaft an den Kongreß vom 3. Dez.
1889 vor, die Zollabgaben herabzusetzen, ohne jedoch »einen billigen Schutz der einheimischen Industrieaus dem Auge zu verlieren, und die Accise auf l üoak ^u beseitigen. Er lenkte die Aufmerksamkeit aui die Entwickelung der Kriegsflotte und befürwortet? die Bildung einer Reserve, wie sie bereits in England besteht. Die Streitigkeiten mit Kanada wegen der Fischereien, sagte er, seien im Weg billiger Erledigung, und er hoffe, daß der eben jetzt in Washington versammelte pan-amerikannche Kongreß Zur Hebung des "andels und Erhaltung des Friedens beitragen möge.
Endlich bemerkte er noch mit Mißfallen, daß man den tegern in einigen Teilen der Nnion ihre vollen politischen Rechte noch vorenthalte - Zur Litteratur: I. Fiske, ^li6 ot'itilni ^l'wä of ^men^u liiswr.v 1783 89(Lond. 1888); Macloun, M>loi'ica1 ^Lu-2'i'Äpliv of'tlik Unitpä 8tat,68 (New Bork 1890); 5). Nayr, Die Waldungen von Nordamerika (im Auftrag der bayrischen Regierung, Münch. 1890); Wilckens, Die Landwirtschaft in Nordamerika (Tübing.
1890); Sartoriusv. Waltershausen, Der moderne Sozialismus in den Vereinigten Staaten von Nordamerika (Verl. 1890).
-Wcrhaß, Jan, belg. Maler, geb. 9. Jan. 1834 zu Termonde, bildete sich zuerst bei seinem Vater Emanuel V., dem Leiter der dortigen Kunstschule, und später auf der Kunstakademie zu Antwerpen bei N. oe Keyser, wo er sich so auszeichnete, daß er 1860 ein Stipendium zu einer Reise nach Italien erhielt. Dort widmete er sich besonders dem Studium der Venezianer, in deren Art er die Bilder: Veleda (1861) und die Schlacht von Ealloo (1862) malte. Später bevorzugte er mehr die Genremalerei und war besonders glücklich m Darstellungen aus dem Kinderleben, von denen: nach dem Besuch, es ist die Katze, der kleine Malermeister (im Museum zu Gent) die hervorragendsten sind. In weitern Kreisen machte er sich durch die Revue der Schulen bei der silbernen Hochzeit des belgischen Königspaars (1880, im Museum zu Brüssel) bekannt, auf welcher er eine große Mannigfaltigkeit der Charakteristik und einen feinen Humor entfaltete. Hatte er sich schon auf diesem Bild etwas an die Grundsätze der Hellmalerei angeschlos. stn, so that er dies noch mehr, zugleich unter Hinnei gung zum Naturalismus, in den Bildern aus dem Bade- und Fischerleben: Spazierritt von Kindern am Strand, auf der Üandungsbrücke in Blankenberghe, auf dem Wellenbrecher, das erste Bad und der Krah bensischer in Heyst sur Mer Er besitzt die große gok dene Medaille der Berliner Kunstausstellung.
Vcrri, Pietro, Graf, ital.Gelehrter. Vgl.Vouvy, 1.6 comlk ?iLt,»0 V. (Par. 1890).
Wcrjen, Max von, preuß. General, geb.30.Nov.
183^l zu Wurchow im pommerschen Kreis Neuftettclc, trat 185! aus dem .Nadettenkorps als Porteveefätm rich in das 1. Garde-Nlanenreginient, besuchte 1859 bis 1861, während er gleichzeitig Adjutant der 2. Gardekavalleriebrigade war, die Kriegsakademie, wurde 1864 Rittmeister und Eskadronchef, 1866 in den Generalstab versetzt, war während des Kriegs Ge neralstabsoffizü'r bei der Kavalleriedivision der zweiten Armee und erhielt für die Gefechte bei Tobitschau und Rokeinitz den Orden l>onr ls M6lit6. 1867 wurde er nach Südamerika geschickt, um dem Krieg Paraguays gegen Brasilien, Argentinien und Uruguay beizuwohnen; der Diktator Lopez, in dessen Hauptquartier er den Krieg mitmachte, ließ ihn aus krankhaftem Argwohn zuletzt als Spion verhaften und mißhandeln und bedrohte ihn wiederholt mit dem Tod. Erst im Dezember 1868 freigelassen und in5 brasilische Lager zurückgekehrt, bereiste V. das übrige Amerika bis August 1869 und trat dann in seine Stellung als Major im Generalstab zurück. Nachdem er vor dem Krieg von 1870 eine Rekognoszierung Spaniens ausgeführt hatte, wurde er Generalstabsoffizi^r bei der Kavalleriedivision des Prinzen Albrech! (Vater), aber bei Sedan schwer verwundet und nach dem Krieg etatmäßiger Stabsoffizier und 1874Koim mandeur des 1i^. Husarenregiments in Merseburg.
188^ wurde V. Kommandeur der 14. Kavalleriebrtgaoe in Düsseldorf, 1883 Generalmajor und Kom: mandeur der ^.^. Gardetavalleriebrigaoe in Potsdam, 1888 Generalleutnant, Generaladjutant des Kaisers Wilhelm II. und Kommandeur der 8. Infanteriedivision in Erfurt, 1889 Kommandeur der Kavalleriedivision in Metz, Ende 1889 der Gardekavalleriedivision in Berlin und 1890 kommandierender General des 3. Armeekorps. Beim Kaisermanouer 1889 bei Ha moder befehligte er die beim 10. Korps formierte Kavalleriedivision. Seine Erlebnisse in Amerika beschrieb er in den Büchern: »Reisen in Amerika und der südainerikaniiche Krieg < (Vresl. 187^) u. »Transatlantische Streifzüge« (Leipz. 1876).
-Versrnlmllichine, s. Fräsmaschine (Bd. 17).
Viehversichcrung. In Deutschland ist weitaus das meiste überhaupt versicherte Vieh in Kuligiloen 2c. eingeschrieben. Die örtlichen Vereine halten es vielfach aus Mißtrauen nicht für rätlich, sich in den Schuh der großen Anstalten auf Gegenseitigkeit zu begeben oder sich zu solchen Anstalten zu vereinigen. In 15» größern Viehversicherungsanstalten mit einem Versicherungsbestand von 0,?-19 Mill. Mk. waren:
Die einzelnen Jahre des letzten Jahrfünfts weisen trotz starker Schwankungen im Gesundheitszustand der einzemen Viehgattungen deswegen keine großen