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Meyers Konversationslexikon

Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892

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Trueba - Turbine
Brasilien (als Katingawälder) weit in das Innere des! Klusiaceen, Büttneriaceen, Sterkuliaceen, Meliaceen, Landes. Ihnen stehen die tropischen, immergrünen ! Malpighiaceen, Rubiaceen, Loganiaceen, Bignonia Regenwälder gegenüber, in welchen die Vegetation durch keine Trockenperiode unterbrochen wird.
Übersteigt letztere die Zeitperiode von etwa 3 Monaten, wie in der den Urwald als breiter Gürtel umsäumenden Savannenzone, so treten die Baumbestände zurück; nur kleine Gruppen solcher finden sich zerstreut zwischen hohen Grasbüscheln und Stachelpflanzen. An den tropischen Küsten entfalten sich als eigenartige Vegetationsformation die Mangrove wälder, die besonders an der Mündung größerer Flüsse dichte Bestände bilden und sich durch ihre sparrig verzweigten, zur Ebbezeit hoch aus dem Wasser emporragenden Hauptwurzeln sowie das dichte Gewirr ihrer von den Zweigen sich herabsenkenden Luftwurzeln auszeichnen; durch Anpassung an ihren Standort haben sie zum Teil eine eigenartige Form der Aussäung angenommen (s. Lebendiggebärende Pflanzen, Bd. 18). Endlich sind als Übergang zu der immergrünen Gehölzformation die subtropischen Wälder hervorzuheben, in deren Gebiet sich die mittlern Monatstemperaturen nicht wie in
ceen, Tipterokarpeen u. a. in hervorragender Weise.
Die Formen der westlichen und östlichen Halbluael sind im allgemeinen voneinander verschieden (neotropisches und paläotropisches Florengebiet Englers), deuten aber durch vielfach gleiche Familien- und Gattungsstämme auf einen gemeinsamen Ursprung aus der Tertiärflora, mit der die heutigen Baumpflanzen der Tropenzone in den weltlichen Zügen übereinstimmen. Hervorspringende Merkmale des Tropenwaldes bilden das Auftreten von Bann bussen, Baum- und Hautfarnen (f. d.) sowie sein Reichtum an schlingenden Lianen, Epiphyten und echten Schmarotzerpflanzen (s. über die letztern zwei Gruppen die gleichnamigen Artikel in Bd. 18). Habituell zeichnen sich die dikotylen Wipfelbäume der Tropen nicht immer durch zarte Teilung der Laubflächen aus, die für viele monokotyle Schopfbaume (Palmen u. a.) charakteristisch ist, sondern entwickeln oft auch breite, massige Blätter, ähnlich denen der bekannten I'icu8 klastic^. Oft sind auch ihre Blüten nur klein und unansehnlich grün oder weißlich ge der eigentlichen Tropenzone fast das ganze Jahr hin- > färbt, während die nach dem Lichte dringenden und
durch über W" halten, sondern während längerer oder kürzerer Zeit bis zu 4 Monaten unter jenen Wert sinken. Pflanzenbiologisch schließt sich die Vaumformation der Subtropen insofern an die der Tropenwälder selbst an, weil die charakteristischen Bestand vorzugsweise die Baumwipfel aufsuchenden Epiphyten durch die den Tropenreisenden entzückende Formen- und Farbenpracht der Blumen sich auszeichnen.
Das gesellige Auftreten einer und derselben Baumart in mehr oder weniger ausgebreiteten Beständen ist
teile letzterer in größerer oder geringerer Zahl stets > in den Tropen viel seltener als in unsern Breiten;
auch in jene übertreten, sobald ihnen durch lokale Ve günstigung der zu ihrem Leben notwendige hohe Feuchtigkeitsgehalt der Luft unddie genügende Regenmenge dargeboten wird. Die nördliche Grenze der Tropenwälder beginnt in Nordamerika am Stillen Ozean etwa unter 26" nördl. Br., verläuft, von da südwärts ausbiegend, um das mexikanische Hochland zum Golfe von Mexiko, geht von der Südspitze Floridas über die Bahamainseln und die Kapverdischen Inseln nach dem nördlichen Knie des Nigerflusses, dann in einem Bogen um den Tsadsee herum zum Gestade des Roten Meeres (24" nördl. Br.), von da durch ein kleines Stück von Südarabien nach Indien zum Südabhang des Himalaja und von diesem längs der Oberläufe des Irawadi und Mekhong bis nach Hongkong am Stillen Ozean. Die Südgrenze ist am Westabhang der peruanischen Anden zweifelhaft; am Ostabhang beginnt sie etwa bei 18" südl. Vr. in Bolivia, senkt sich von da zum Wendekreis, biegt um das brasilische Hochland nordwärts aus und erreicht in einem schmalen.^üstensaume von Rio de Janeiro bis Santa Catharina den Atlantischen Ozean; in Afrika läuft sie nordlich vom Kunene (16" südl. Br.) zum Südgestade des Ngamisecs und erreicht unter ca. 24" den
bisweilen trifft man gleiche Individuen einer Art in meilenweiten Abständen voneinander an. Vgl.
Appun, Unter den Tropen (Jena 1876); Brandis, Irrest ^loi'g. c»f Xoitli^v68t kud ^Ontial Inclili (Lond. 1874); Brown, ^li6 I^i'68t^i0!g. ot 8outk ^U8N'a1ia (das. 1883); K ur tz, ^oi'68t ^lora ot Lritisli Vmmll (Kalkutta 1877); Wallace, ^roxioai Xamie (^ond. 1878).
Trueba, Antonio de, span. Dichter, starb 10. März 1889.
Trutzfarben, s. Mimikry, S. 619, und Pilze.
Tschandcrnagor, s. Französisch- I ndie n.
Tschornomorez-Expedition, s. Maritime Wissenschaft l i ch e Erped Nione n.
Tschichatschew, Platon von, russ. Reisender, starb 13. Mai 1892 in Versailles.
Tschirch, Wilhelm, Männergesangskomponist, starb 6. Jan. 1892 in Gera.
Tschitschagow, Paul Wassiljewitsch, Fürst, russ. General (gest. 1849). Ihm zu Ehren erhielt 1891 das 156.'russische Ielissawetpoler Infanterie-regiment seinen Namen.
Tubcrtulose. Über Resultate bei Anwendung des Kochschen Heilverfahrens s. die Artikel: >.Baln'eolo Indi^ch^Ozean, schließt Madagaskar und die Mas- ^^ gische Gesellschaft <, S. 75, »Chirurgenkongreß«, S.
karenen ein, durchsetzt Australien in einer dem W. '' "" ".....^ ^-------c^^.:.. ^^ >.-?/<
Breitengrade nördlich aufgesetzten Kurve und umfaßt noch die von dem Wendekreisen umschlossenen Inseln Polynesiens. Auf diesem weitgestreckten Gebiet, das /c't'ttc'swegs überall von geschlossenem Walde
bedeckt, sondern vielfach voll Savannenginteln netzartig durchbrochen wird, entwickelt sich eine Baum 149, und »Innere Medizin«, S. 476.
Turbine. Der Einfluß der Schaufel stärken der Turbinen ist von N. Stribeck in Darmstadt untersucht. In: Hinblick auf den großen Aufwand von geistiger Arbeit, der seit einem halben Jahrhundert zur Vervollkommnung der T. gemacht ist, ist es auffallend, daß die Wirkung der Schaufelstärken eine ge flora, deren allgemeiner Charakter besonders in dem > nügende Klarstellung nicht erfahren hat. Diese Er-Auftreten immergrüner, monokotyler Schopfbäume, ,, scheinung ist wohl auf die Erkenntnis zurückzuführen, wie der Palmen und Pandaneen, vieljähriger Stau- z daß die in Frage kommenden Vorgänge für die rechoen (Nusli.) sowie immergrüner oder rec, engrüner ^^ nerijche Behandlung zu kompliziert seien, und daß
Nipfelbäume aus den verschiedensten Familien gekennzeichnet wird; an der Zusammensetzung des tropischen Waldes eteiligen sich ie Leguminosen, Artokarpeen, Lauraceen, Myrtaceen, Melastomaceen,
Me^erö Konv.'Lellkon, 4. Aufl., XIX. Bd.
maßgeblichen Versuchen große Schwierigkeiten entgegenstehen. Dennoch ist schon die von Stribeck angestellte Betrachtung der Vorgänge auf Grund der eilnachsten Gesetze der relativen Bewegung frucht-