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Brockhaus Konversationslexikon

Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896

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Papst
Johann XV. (985-996). Johann XVIII. (1003-1009).
Gregor V. (996-999). Sergius IV. (1009-1012).
Johann XVI. (Gegenpapst bis Venedikt vm. (1012-1024).
998). Johann XIX. (1024-1033).
Sylvester II. (999-1003). Beuedikt IX. (1033-1045).
Johann XVII. (1003). Gregor VI. (1045-1046).
V. P
Clemens II. (1046-1047).
Damasus II. (1048).
Leo IX. (1049-1054).
Victor II. (1054-1057).
Stephan X. (1057-1058).
Venedikt X. (1058).
Nikolaus II. (1058-1061).
Alexander II. (1061-1073).
Gregor VII. (1073-1085).
Victor III. (1086-1087).
Urban II. (1088-1099).
Paschalis II. (1099-1118).
Gelasius II. (1118-1119).
Calixtus II. (1119-1124).
Honorius II. (1124-1130).
Innocenz II. (1130-1143).
Cölestin II. (1143-1144).
Lucius II. (1144-1145).
Eugen III. (1145-1153).
Anastasius IV. (1153-1154).
Hadrian IV. (1154-1159).
Alexander III. (1159-1181).
criode.
Lncins III. (1181-1185).
Urban III. (1185-1187).
Gregor VIII. (1187).
Clemens III. (1187-1191).
Cölestin III. (1191-1198).
Innocenz III. (1198-1216).
Honorius III. (1216-1227).
Gregor IX. (1227-1241).
Cölestin IV. (1241).
Innocenz IV. (1243-1254).
Alexander IV. (1254-1261).
Urban IV. (1261-1264).
Clemens IV. (1265-1268).
Gregor X. (1271-1276).
Innocenz V. (1276).
Hadrian V. (1276).
Johann XXI. (1276-1277).
Nikolaus III. (1277-1280).
Martin IV. (1281-1285).
Honorius IV. (1285-1287).
Nikolaus IV. (1288-1292).
Cölestin V. (1294).
VI. Periode.
Bomfacius VIII. (1294- Benedikt XII. (1334-1342).
1303). Clemens VI. (1342-1352).
Benedikt XI. (1303-1304). Innocenz VI. (1352-1362).
Clemens V. (1305-1314). Urban V. (1362-1370).
Johann XXII. (1316-1334). Gregor XI. (1370-1378).
Päpste in Nom:
Urban VI. (1378-1389).
Vonifacius IX. (1389-1404).
Innocenz VII. (1404-1406).
Gregor XII. (1406-1415).
Papste in Avignon:
Clemens VII. (1378-1394).
Benedikt XIII. (1394-1424).
Alexander V. (1409-1410).
Iodann XXIII. (1410-1415).
Martin V. (1417-1131).
Eugen IV. (1481-1447).
Felix V. (1440-1449).
Nikolaus V. (1447-1455).
Calixtus III. (1455-1458).
Pius II. (1458-1464).
VII.
Leo X. (1513-1521).
Hadrian VI. (1522-1523).
Clemens VII. (1523-1534).
Paul III. (1534-1549).
Julius III. (1550-1555).
Marcellus II. (1555).
Paul IV. (1555-1559).
Pius IV. (1560-1565).
Pius V. (1565-1572).
Gregor XIII. (1572-1585).
Sixtus V. (1585-1590).
Urban VII. (1590).
Gregor XIV. (1590-1591).
Innocenz IX. (1591).
Clemens VIII. (1592-1605).
Leo XI. (1605).
Paul II. (1464-1471).
Sixtus IV. (1471-1484).
Iunocenz VIII. (1484-1492).
Alexander VI. (1492-1503).
Pius III. (1503).
Julius II. (1503-1513).
Periode.
Paul V. (1605-1621).
Gregor XV. (1621-1623).
Urban VIII. (1623-1644).
Innocenz X. (1644-1655).
Alexander VII. (1655-1667).
Clemens IX. (1667-1669).
Clemens X. (1670-1676).
Innoceuz XI. (1676-1689).
Alexander VIII. (1689-1691).
Innocenz XII. (1691-1700).
Clemens XI. (1700-1721).
Innocenz XIII. (1721-1724).
Venedikt XIII. (1724-1730).
Clemens XII. (1730-1740).
Benedilt XIV. (1740-1758).
Clemens XIII. (1758-1769).
VIII. Periode.
Clemens XIV. (1769-1774). Pius VIII. (1829-1830).
Pius VI. (1775-1799). Gregor XVI. (1831-1846).
Pius VII. (1800-1823). Pius IX. (1846-1878).
Leo XII. (1823-1829). Leo XIII. (seit 1878).
Vgl. Lipsius, Die Chronologie der röm. Päpste
(Kiel 1809).
Die Geschichte des Papsttums (s. auch Kir-
chenstaat) zerfällt in 8 Perioden.
I. Periode. Die erste Periode umfaßt die drei
ersten Jahrhunderte der Kirche und zeigt die Ent-
wicklung der röm. Bischofswürde von den ersten
noch in sagenhaftes Dunkel gehüllten Anfängen
durch die Zeit der Christenverfolgungen bis zur
festen Durchbildung unter Kaiser Konstantin. Namen
und Reihenfolge der Bischöfe von Rom im 1. Jahrh.
sind nicht mehr genau festzustellen. Aber auch ihre
weitere Geschichte ist dürftig; doch haben schon
Victor I. und Stephan I. die röm. Primatansprüche
erhoben und damit ihren Nachfolgern das Ziel
ihrer Thätigkeit vorgezeichnet.
II. Periode. Die zweite Periode, von Sylvester I.
bis Gregor I. (4. bis Anfang des 7. Jahrh.), ist die
Zeit der eigentlichen Durchbildung des Papsttums.
Schon die Synode von Sardica (343) erteilte dem
röm. Bischof Julius das Recht, Appellationen ver-
urteilter Bischöfe anzunehmen, was Kaiser Gratianus
378 fürdie gauze abendländ. Kirche bestätigte. Valen-
tinianus III. übertrug 445 dem röm. Stuhle geradezu
die höchste Entscheidung in kirchlichen Rechts- und
VerwaltungssachenfürdenOccident. Bereits erließen
die röm. Bischöfe ihre maßgebenden Lehrschreiben
(Dekretalen, s. d.) in immer entschiedenerm Tone, und
wenn auch ihre Ansprüche des öftern noch auf Wider-
spruch stießen, so waren ihnen doch die polit. Verhält-
nisse günstig. Den eindringenden arianischengerman.
Völkern gegenüber hatten viele Provinzen ihren ein-
zigen kirchlichen kath. Mittelpunkt in Rom, und auch
die Metropolitanrechte des röm. Bischofs, die sich
ursprünglich nur auf Mittel- und Unteritalien er-
streckten, dehnten sich immer weiter aus. Ende des
4. Jahrh, kam Ostillyrien, im 5. Jahrh. Gallien, ja
sogar die freiheitsstolze afrik. Kirche unter den röm.
Patriarchen. Leo I. (s. d.) führte die Neuerung ein,
mächtige Bischöfe entlegener Länder zu röm. Vikaren
zu ernennen, wodurch er sie zugleich ehrte und von
Rom abhängig machte. Wohl waren die röm. Bi-
schöfe die Unterthanen der polit. Herrscher Italiens,
seit 490 der arian. Ostgoten und seit 535 der ost-
rom. Kaiser, von denen namentlich Justinianus I.
sich in kirchliche Dinge einmischte. Aber infolge der
Eroberung Oberitaliens durch die Langobarden
(568) wurde die Macht der byzant. Kaiser in Italien
so tief erschüttert, daß auch ihre Oberhoheit über
Rom zum Schatten herabsank. Hatte schon Ge-
lasius I. die Behauptung gewagt, daß der Nach-
folger Petri keinen Richter über sich habe, so war
vollends Gregor I. (s. d.) ein P., dessen Primat im
Abendlande und dessen wesentliche Unabhängigkeit
vom Griechischen Reiche entschieden war.
III. Periode. Die dritte Periode, von Gregor 1.
bis Nikolaus I. (7. bis Mitte des 9. Jahrh.), ist die
Zeit der Befestigung des röm. Primats unter den
german. Völkern. Vom arian. Bekenntnis traten
diese Völkerstümme (Goten, Vurguuder, Sueven,
Langobarden und Franken) später zum Katholicis-
mus über. In England war im Gegensatz zu der
alten uuabhängigen brit. und iroschott. Kircye von
Rom aus die angelsächs. Kirche (durch Gregor d. Gr.)
gegründet worden, und ihre Scndlinge verdrängten
allmählich auch in Deutschland die irischen Mönche.
Bonifatius (s. d.) organisierte sodann die bayr. und
thüring. Kirche in strengster Unterordnung unter
Rom und versuchte auch im Fränkischen Reiche die
in den polit. Wirren der Merowingerzeit erschütterte
päpstl. Autorität wiederherzustellen. Pippin, der
(752) den letzten Merowinger mit Hilfe des P. Zacha-
rias vom Throne gestoßen hatte, erwies sich dessen
Nachfolger Stephan II. dankbar durch kriegerischen
Beistand gegen die Langobarden und durch die Schen-
kung des Kirchenstaates (s. d.), die Karl d. Gr. nach
Vernichtung des Langobardenreichs bestätigte und
erweiterte. Dafür krönte Leo III. (s. d.) den Franken-
köniH am Christfeste 800 zum röm. Kaiser und löste
damit vollständig das Band zwischen Rom und dem