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Merck's Warenlexikon

Autorenkollektiv, Verlag von G. A. Gloeckner, Leipzig, Dritte Auflage, 1884

Beschreibung der im Handel vorkommenden Natur- und Kunsterzeugnisse unter besonderer Berücksichtigung der chemisch-technischen und anderer Fabrikate, der Droguen- und Farbewaren, der Kolonialwaren, der Landesprodukte, der Material- und Mineralwaren.

Vorwort.

Die grossartige Entwicklung des Welthandels, seitdem Dampf und Telegraphie ihm zur Verfügung stehen, bedingt für alle diejenigen, welche in und mit dem Handel beschäftigt sind oder dadurch die Förderung ihrer Interessen erwarten, umfassende Kenntnisse und eine ebenso großartige Auffassung vom Handel selbst. Eine solche muss demnach auch bei Behandlung der litterarischen Hilfsmittel über Handelsartikel angewendet werden.

Der Handel hat nicht nur die Aufgabe zu lösen, einfach vermittelnd zwischen die Erzeuger und die Verzehrer von Sachgütern zu treten, Waren da, wo sie im Überfluß sich finden, aufzukaufen und dahin zu bringen, wo sie mit Gewinn wieder verkäuflich sind; er dient nicht nur der bloßen Ausgleichung von Überfluß und Mangel, sondern auch höheren Zwecken, wie sie die Grundlage aller Wirtschaftlichkeit, die Bedürfnißbefriedigung, erheischt. Nur durch den Handel kann und soll überall da, wo ein Austausch von Waren stattfindet, also eigne gegen fremde Erzeugnisse ausgetauscht werden, die Zahl der zur Bedürfnißbefriedigung brauchbaren Sachgüter zu einer bessern Gestaltung der Lebensweise sich vermehren und mit der dadurch wachsenden Nachfrage nach fremden, als begehrenswert erkannten, Sachgütern auch die Arbeitskraft gesteigert und vervollkommnet werden und somit die Kaufkraft wachsen.

Der Handel macht allenthalben der Wirtschaftsweise, bei welcher Sachgüter nur soweit die örtlichen Verhältnisse das ermöglichen und nur nach Maßgabe des eignen Verbrauchs erzeugt werden, ein Ende; er zwingt durch die Nachfrage nach den eignen und durch das Angebot von fremden Erzeugnissen zur Vermehrung jener und zum Gebrauch dieser und damit zum Übergang in andere Wirtschaftsformen und zum behaglichern Lebensgenuß. Noch vor wenigen Jahrzehnten waren Genußmittel, deren Gebrauch heute selbst dem wenig Bemittelten unentbehrlich ist, nur dem Reichen bekannt, und täglich vermehrt sich noch die Zahl der Waren zu allgemeinem Gebrauch und die derjenigen, welche nur

Anmerkung: Fortgesetzt auf Seite 4.