Schnellsuche:
Info: Zur Zeit wird der Volltextindex aktualisiert. Sie erhalten daher bei Suchen nicht die volle Anzahl an Treffern. Die Aktualisierung dauert typischerweise wenige Minuten.

Brockhaus Konversationslexikon

Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896

Diese Seite ist noch nicht korrigiert worden und enthält Fehler.

316
Lov. – Löwe (Raubtier)
Lov., hinter der lat. Bezeichnung von Tieren
Abkürzung für Sven Ludvig Lovén [######]
Lova, Krankheit[####################]
Loveč (spr.- we[########################]
ort des bulgar. Kreises [##################]
Osma (Os[#############################]
(1889) 7092 [###] darunter 499 M[#########]
Brücke über den Soma, Moscheen, 3 Kirchen, [#?#]
Handelsmagazine; Lederbereitung und [######]
strie. L. wurde 15. Juli 1877 von [###########]
setzt, von Osman Pascha 27. Juli zurückerobert [?]
stark befestigt und erst 3. Sept. unter Im[#######]
und Skobelew erstürmt.
Lovelave, (spr. löwleß), nach Richards[########]
man "Clarissa Harlowe" sprichwörtlich g[######]
Name eines den Frauen gefährlichen Ma[#####]
Lovén, Sven Ludvig, schwed. Zoologe, geb.
6. Jan. 1880 zu Stockholm, promoviert 1829 zu
L[########]rd alsdann zum Docenten der Zoologie
[#############] unternahm in den nächsten Jahren um=
fassende Studienreisen nach Norwegen, der schwed.
Westküste und Finmarken und leitete 1837 die erste
wissenschaftliche Expedition nach Spitzbergen. Seit
1841 war L. als Professor und Intendant am natur=
geschichtlichen Reichsmuseum in Stockholm angestellt.
Er starb daselbst 4. Sept. 1895.
Loevenstein, Fort, S. Bommel.
Lovêre, das alte Lauceris, Flecken im Destrikt
Clusone der ital. Provinz Bergamo, am obern
Ende des Iseosees (s.d.), hat (1881) 2937 E., einen
Palast mit wertvollen Gemälden, atiquarische und
naturhistor. Sammlungen und ein Gymnasium.
Mit Clusone, Bergamo und dem Val. Camonica
ist L. durch Fahrstraßen, mit den Uferorten des
Iseosees durch Dampfer verbunden.
Love's labour's lost (spr. löww's lehn[###]
"Der Liebe Mühe ist verloren", als "Verlorene
Liebesmühe" of citierter Titel eines Lusspiels [###]
Shakespeare.
Lovoi, Nebenfluß des Lualaba (s.d.).
Low (spr. loh), Sampson, engl. Buchhändler, geb,
im Nov. 1797 in London als Sohn des Schott=
länders Sampson L., der schon von 1792 bis zu
seinem Tode (1800) eine Buchdruckerei und Verlags=
buchhandlung in London besaß, errichtete daselbst
1819 eine Buchhandlung mit Leihbibliothek, die zu
einem bedeutenden Verlags= und Kommissionsge=
schäft wurde. Teilhaber waren seine Söhne Sam=
son L. (gest. 5. März 1871) und William Henry
L. (gest. 25. Sept. 1881), sowie seit 1856 Eduard
Marston (Firma: SampsonL., Son and Mars=
ton). L machte sich um den engl. Buchhandel ver=
dientdurch die Herausgabe des "Publishers's Cir-
cular" (183[####] und einer engl. Bibliographie in
Jahres= (1839 fg.) und zehnjährigen Katalogen
(1853 fg.). Er starb 26. Mai 1881. Das Geschäft
wurde 1889 Kommanditgesellschaft, seit 1890 unter
der Firma: Sampson L, Marston and Com=
pany, Limited. Hauptleiter blieben E. Marston
und sein Sohn R. B. Marston (Teilhaber seit 1881).
Außer den genannten buchhändlerischen und bibliogr.
Unternehmungen umfaßt der Verlag Werke populä=
rer engl. und vieler amerik. Schriftsteller; ferner
zahlreiche Reisewerke, von Stanley, Johnson, Thom=
son, Landsell, Churchill, Price; Werke zur Kunst=
geschichte von J. P. Richter, Curtis, Anderson,
Audsley, Abney; "Old Masters reproduced in
photography"; die Zeitschriften "The Nineteent
Century"; Jugendschriften u.a. Dazu kommen
[##]retungen von Harper and Brothers und Neu=
[####]ck Bernh. Tauchnitz in Leipzig u.a.
Loew, bei naturhistor. Namen Bezeichnung für
Hermann Löw, Entomologe, geb. 19. Juli 1807
[######]ßenfels, 1850-68 Direktor der Realschule in
[###########]st. 21. April 1879 zu Halle; er schrieb
[############]bhandlungen über Fliegen.
[##########], Lowatj, Fluß im nordwestl. Rußland,
[############] im Gouvernement Witebsk im See Sa=
[#############]t nördlich durch das Gouvernement Pskow
[#############]d und mündet nach 487 km südlich in
[#############] Er ist von Dorf Lobyni an abwärts
[###############]hen im Unterlauf und auf
[################] bis zur Stadt Staraja Russa.
[################]men (spr loh tschörtsch(, Partei
[###############] Kirche (s.d., Bd. 1 S. 627 b).
Löwe (spr. [###]), Sir Hudson, engl. General=
lieutenant, der [###]ter Napoleons I. auf St. Helena,
geb. 28. Juli 1769 zu Galway in Irland, wurde
1806 Kommandant der Insel Capri, mußte dieselbe
aber nach tapferer Gegenwehr und ehrenvoller Kapi=
tulation 1808 de Franzosen übergeben. Er nahm
auch weiter Anteil an dem Kriege gegen Napoleon,
focht mit bei Neapel, war bei der Einnahme von
Ischia, Zante und Kephallenia zugegen und wurde
auf letzterer Insel Chef der provisorischen Regie=
rung. Als Oberst und brit. Kommissar begleitete
er Blüchers Hauptquartier 1814 nach Frankreich,
wurde in demselben Jahr Generalmajor und 1815
Gouverneur von Napoleons Verbannungsort St.
Helena. Nach Napoleons Tod 1821 von dort ab=
berufen wurde er 1823 Gouverneur der Bermuda=
Inseln, 1825 Oberbefehlshaber in Ceylon, 1830
[####]erallieutenant und 1842 Inhaber des 50. In=
###]terieregiments. Er starb 10. Jan 1844. Als
Napoleons Hüter ist L. vielfach wegen seiner
[###]renge getadelt worden und hat Napoleons Haß
und bittere Verdächtigungen von dessen Gefährten
erfahren, obschon er nur die ihm erteilten Weisun=
gen pflichtgemäß vollzogen hat. Zu seiner Verteidi=
gung schrieb er "Mémorial relatif à la cativité
de Napoleón à St.e. Hélène" (2 Bde., Par 1830;
deutsch Stuttg. 1830). Die von ihm hinterlassenen
Tagebücher und Briefe gab Forsyth Harris ("Letters
and journals of the late Sir Hudson L.", 3 Bde.,
Lond. 1853) heraus.
Low (spr. loh), Robert, engl. Staatsmann,
s. Sherbrooke, Visc[#####]
Löwe (Felis) [#######]en dem Tiger die größte
Art der [##]en[######]Raubtiere, wird bis 2,5 m
lang, 1 m h[#####]at ein breites Gesicht, platte
Stirn, runde [####]gensterne, einen 1,2 m langen
Schwanz mit Endquaste und eine ungefleckt=braune=
gelbe Färbung; das Männchen ist mit großer Mähne
versehen. Früher viel weiter verbreitet, auch in
Europa heimisch, ist der L. gegenwärtig auf Afrika
und Westasien beschränkt; man unterscheidet hierbei
nach dem Vorkommen gewöhnlich die folgenden fünf
Spielarten: 1) der L. vom Senegal, mittelgroß,
lebhaftgelb mit gleichfarbiger, unten sehr lichter
Mähne; 2) der L. aus der Berberei, Berberlöwe
(s. Tafel: Afrikanischer Löwe), der größte unter
allen, dunkelbraungelb, mit sehr langer, dichter und
dunkler Mähne; 3) der L. vom Kap der Guten Hoff=
nung und Abessinien, sehr groß mit dunkler Mähne;
4) der asiatische oder persische L., hell isabell= oder
rehfarbig, mit nicht sehr dichter, aber aus langen
dunkelbraunen Haaren bestehender Mähne; 5) der
L. von Gudschrat oder sog. mähnenlose L im Küsten=