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Handbuch der Drogisten-Praxis

Gustav Adolf Buchheister, Verlag von Julius Springer, Berlin, 3. Auflage, 1893

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Vorwort zur zweiten Auflage.

wirkliches Bedürfniss, eine zutreffende war. Andererseits aber lässt mich dieser Erfolg auch hoffen, dass ich mit der Art der Behandlung das Richtige getroffen habe. In dieser Hoffnung werde ich bestärkt durch die vielen mir zugegangenen Zuschriften aus dem Kreise meiner Fachgenossen, sowie durch die überaus freundliche und nachsichtige Beurtheilung, welche mein Buch in der Presse gefunden hat. Für Beides stätte ich hiermit meinen wärmsten Dank ab und hoffe, dass dieses Wohlwollen auch der neuen Auflage erhalten bleibt.

Was diese selbst nun betrifft, so habe ich versucht, den mancherlei ausgesprochenen Wünschen in möglichster Ausdehnung Rechnung zu tragen. Dass dies nicht überall geschehen konnte, liegt darin begründet, dass die Anschauungen der Einzelnen oft weit auseinander gehen. So habe ich z. B. geglaubt, davon Abstand nehmen zu müssen, den von einigen Seiten ausgesprochenen Wunsch einer Systematik für den chemischen Theil durchzuführen. Welche Schwierigkeit in einer strengen systematischen Eintheilung liegen würde, kann nur der beurtheilen, der sich mit ähnlichen Arbeiten beschäftigt hat. Auch will es mir scheinen, dass die Art der Systematik hier den einzelnen Lehrern überlassen bleiben muss. Dagegen habe ich, sowohl bei dem botanischen wie bei dem chemischen Theil des Buches, ausführlichere theoretische Betrachtungen und Erklärungen vorausgeschickt. Ich glaubte hiermit vor Allem demjenigen Theil der jüngeren Fachgenossen, welchen es nicht vergönnt ist, an dem Unterricht von Fachschulen theilzunehmen, einen Dienst zu leisten. Dass auch hier Alles in möglichst knappe Form gebracht werden müsste, versteht sich von selbst, wenn das Buch nicht zu sehr anschwellen sollte. Das äusserst dankenswerthe Entgegenkommen meines Herrn Verlegers hat es ermöglicht, bei der botanischen Einleitung Abbildungen einzufügen, welche das Verständniss bedeutend erleichtern werden.

Einer weiteren Anregung Folge gebend, habe ich bei den lateinischen Namen überall die Silben mit einem Accent bezeichnet, auf denen die Betonung beim Sprechen liegen muss. Ich glaubte dieser Anregung um so mehr entsprechen zu sollen, als es auch mir bekannt ist, wie häufig bei jungen Leuten, denen die klassische Vorbildung fehlt, eine falsche Betonung fremder Worte stattfindet.

Ferner habe ich, entsprechend der Meissner'sehen Handverkaufstaxe, alle diejenigen Stoffe, welche zu den direkten Giften gehören,