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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Mntgleßen - Vnebarak.
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suchen; wobei der Christ an unsichtbare wie an sichtbare Feinde denken kann.
Der HTrr hat Gräuel an den Blutgierigen und Falschen, Pf.
5, 7. Die Blutgierigen und Falschen werden ihr Leben nicht zur
Hälfte bringen, Ps. 55, 24.
Hilf mir von den Blutgierigen, Pf. 59, 3. Ps. 139, 19. Die Blutgierigen hassen den Frommen, Sprw. 29, 10.
Blutgießen
Ebr. 11, 28. Ist das Blntanstreichen, 2 Mos. 12, 7. 13.
Vluthaus
2 Sam. 21, 1. Ist Sanis blutdürstiges Tyranneng eschlecht.
Bluthund
Blutgieriger, nngerechter, räuberischer Mansch.
Heraus, heraus, du Bluthund, du loser Mann, L Sam. 16,
7. 8. Wer dem Arbeiter seinen Lohn nicht giebt, der ist ein Bluthund,
Sir. 34, 27.
Bluträcher
Goel. War der nächste Vlntsfreund des Erschlagenen, der sich dessen annahm, in bestimmter Weise wider die Todtschläger handelte, und ihn belangte oder verfolgte, 4 Mos. 35, 12. 19. 21. 24. 25. 27. 5 Mos. 19, 6. 12. Ios. 20, 3. 5. 2 Sam. 14, 11. Christns ist in viel höherem und edlerem Sinne der Goel, oder Erlöser des menschlichen Geschlechts geworden.
Blutroth
Zwiefach roch, bildlich die schwerste Schnld, die dennoch durch GOttes Gnade dem Bußfertigen vergeben wird.
Wenn eure Sünde(n) gleich blntroth ist (sind), soll(en) sie doch schneeweiß werden, Esa. 1, 13.
Dich Stelle wird in Bahr, 1. o. I. 336. so erklärt, daß es nicht Bezeichnung blutiger Sünden ist, was nicht znlässig, da gerade das Blnt die Tilgnng der Sünde ist; sondern weil keine Farbe so stark und grell und keine so schwer zn vertilgen ist, als Kokknsfarbe, so ist der Sinn: Wenn die Sünden anch noch so grell, schreiend und stark sind, wenn eine Vertilgung derselben noch so schwer, so unmöglich scheint, so will ich sie doch völlig wegschaffen, daß keine Spnr davon sichtbar ist.
Blutschande
8.1. Ist die fleischliche Vermischnng allznnaher Verwandten und verschwägerter Personen, wodurch gleichsam eine Schande im Geblüt getrieben wird. Sie länft wider das natürliche Necht, weil der Gesellschaft daraus viel Angelegenheit znwächst, die Rechte z. B. der Eltern gegen Kinder 2c., Schaden leiden, und sonst allerhand Nnordnnngen entstehen; anßerdem aber empört sich dagegen ein nnvertilg-bares, sittlich religiöses Gefühl, das allen Völkern eingepflanzt ist, und einen tiefen religiösen Grund haben muß, wenn es anch nie gelänge, dasselbe auf bestimmte Begriffe zurückzuführen (vgl. Reinhards Moral III. 303 - 348.); daher ist sie in heiliger Schrift hart verboten, 3 Mos. 20, 17.
§. 2. Blutschande haben getrieben:
Absalom mit seines Vaters Kebsweibern, 2 Sam. 16, 22. Amnon mit seiner Schwester Thamar, 2 Sam. 13, 14. Herodes mit seines Bruders Weibe, Matth. 14, 3. das 5 Mos.
25, b f. war ein besonderes Polizeigesetz der Juden. Jener zu Eonnth mit seiner Stiefmutter, i Cor. 3, i.
Iuda mit seiner Schnur Thamar, 1 Mos. 39, 15 f.
Lot mit seinen Töchtern, 1 Mos. 19, 33.
Rüben mit seines Vaters Kebsweide, i Mos. 25, 23.
49, 4.
1 Mos.
In der Evangel. Kirch.-Zeit. 1810, Juni, Nr. 47-53 wird nach ^4«?^i^ äß Oiv. vsi XV. 16. der Grund darin gesucht, daß die verbotenen Ehen unter Verwandten wider die heilige Ordnnng GOt-tes gehen, nach welcher die Verbreitung der Li.be in der menschlichen Gesellschaft gefordert, und das Entfernteste sich nahe gebracht werden soll, damit allein engherzigen und lieblosen sich Isoliren der Familien und allen daraus hervorgehenden trüben Folgen vorgebengt werde. Bei den ersten Menschen konnte dieser Grnnd noch nicht Statt finden, daher hier Geschwister sich ohne Anstoß ehelichten. Das Princip, das diesem Gebot zum Grunde liegt, sei: Thne, was in deinen Kräften steht, die Liebeskreise zn erweitern, welche nach göttlichem Willen das menschliche Geschlecht verbinden sollen. - (Aehnlich schon war die Theorie von C. L. Ritzsch, im Nenen Versuch über die Ungültigkeit des Mosaischen Gesetzes und den Rcchtsqrnn'd der Eheverbote, Wittenb. 1800. S. 68 ff., welche von Reinhard, Moral III. 325 ff. scharf bestritten ist.) Aber vermag wohl dieser Grnnd den starken, tiefen Horror zn erklären, den jeder Mensch von sittlichem Gefühl wider den Incest empfindet?
Blutschuld-ig
§. 1. I) Ist die Schnlo, welche man wegen unrechtmäßig vergossenen Blntes ans sich zieht, 5 Mos. 19,10. Ezech.'7, 23.
Daß das Land mit Blutschulden besteckt war, Ps. 106, 33. Gilead ist eine Stadt voll Abgötterei und Blutschulden, Hos.
6, 8.
Wer vlutjchuldig ist, der schändet das Land, 4 Mos. 35, 33. §. 2. II) Werden damit alle Todsünden angezeigt.
Errette mich von den Blutschulden, Ps. 51, 16. vgl. 2 Sam.
11, 17. Und kommt eine Blutschuld nach der andern, Hos. 4, 2. (eine
ärgerliche That rührt die andere an, wenn kaum eine vor»
bei, kommt wieder eine andere.)
8. 3. III) Blntdürstige Rathschläge wider die Unschuldigen, Esa. 33,15. z. 4. IV) Gränliche Vcrbrech.'N, Esa. 4, 4. §. 5. Alle ärgerlichen Thaten, Hos. 4, 2.
Blutstropfen
Als der Heiland um die Neberhebnng des Leidens, doch mit Nntergebnng seines menschlichen Willens in den Willen GOttes, inständiger betete, Lnc. 22, 44. so sielen, wie Schweiß ans ihm ansgebrochen, große Blutstropfen (s. Bengel 6110m. g.ä k. 1.) auf die Erde.
Blutvergießen (das)
S. Blut z. 2. Ezech. 28, 23.
Der Gottlosen Predigt richtet Blutvergießen an, Sprw. 12, s. Ein Zorniger achtet Blutvergießen, wie nichts, Sir. 8, 19. Es kommt vom Schmähen zum Blutvergießen, Sir. 22, 30. Wenn die Hoffärtigen mit einander hadern, so folget Blutvergießen darnach, Sir. 27, 16. Ohne Blutvergießen geschieht keine Vergebung, Ebr. 9, 23.
Blutvergießerin
Kindesm'örderin.
Und will das Recht der Ehebrecherinnen und Vlutvergießerinnm über euch gehen lassen, Ezech. 16, 38. vergl. v. 21. 36. T. auch c. 23, 45.
Bnebarak
Glänzende Donnerskinder. Eine Stadt im Stamm Dan, Ios. 19,45.