Schnellsuche:
Info: Zur Zeit wird der Volltextindex aktualisiert. Sie erhalten daher bei Suchen nicht die volle Anzahl an Treffern. Die Aktualisierung dauert typischerweise wenige Minuten.

Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

Diese Seite ist noch nicht korrigiert worden und enthält Fehler.

Dunkelheit - Dmchgraben.
273
tzr öffnct die finstern Grunde und bringt heraus das Dunkle ans Licht, Hiob 12, 22. (wo es Zuvor betrübt ausgesehen, lükt er es, wenn er will, wider Vermuthen fröhlicher und beglückter hergehen.)
Meine Gestalt ist dunkel geworden vor Trauren, Hiob 17, 7. (slagel. 4, 8.) vergl. Pf. 3!, 10.
So wird dein Licht in Finsterniß aufgehen, und dein Dunkel wird sein, wie der Mittag, Esa 58, 10. vergl. Ps. 112, 4.
Ein finsterer Tag, ein dunkler Tag (außerordentlich erschreck» liche), Joel 2, 2. Zeph. 1, 15. Amos 5, 20.
H. 6. Ps. 68, 15. wollen Einige das ebräische Zalmon für einen eigenen Namen ansgeben; allein es wird besser übersetzt: eine dicke Finsterniß, daß der Sinn dieser ist: die Kirche wird. nicnn durch GDttes Gnade die Feinde vertrieben, in der Mitte der Finsterniß vortrefflich hell hervarleuch-ten, also, daß fie auch die benachbarten Völker, welche gänzlich mit Finsterniß der Irrthümer um-nebelt find, erleuchten und zugleich ihrer Gluckse-ligkeit theilhaftig machen wird. (Oder richtiger: wenn GOtt Könige zerstreut, wirds weiß von den Gebeinen, wie auf Zalmon vom Schnee.)
Dunkelheit
Leibliche Blindheit. Damit wurde Elymas gestraft, A.G. 13, 11.
Dunkelt
Meinen, dafür halten, Ios. 22, 19. Matth. 18, 12. c. 21, 28. c. 22, 17. Luc. 10, 36. Joh. 11, 56. A.G. 25, 27. sich falsche Einbildungen machen, und selbst betrügen.
Es gehet mir wohl, weil ich wandele (lebe), wie es mein
Herz dünket, 5 Mos. 29, 19. (nach meinem freien und srcchen
Willen.)
Dimke dich nicht weise sein, Sprw. 3, ?. Einem Jeglichen dünket sein Weg recht sein, Sprw. 21, 2.
c. 16, 2. Antworte dem Narren nach seiner Narrheit; daß er sich nicht
weise lasse dünken, Spw. 20, 5. 12. Ein Fauler dünket sich weifer, denn die da Sitten lehren,
ib. v. 16.
Ein Reicher dünket sich weise sein, Sprw. 28, 11. Eine Art, die sich rein dünket, und ist doch von ihrem Koth
nicht gewaschen, Splw. 30, 12.
Laß dich nicht klug dünken, Jedermann zu tadeln, Sir. 6, 2. Laß dich nicht dünken vor GOtt, du feiest tüchtig genug dazu, und laß dich nicht dünken beim Könige, du feiest weife
genug dazu, Sir. 7, 5. Laß dich nicht klüger dünken, denn die Alten (weiche nicht
von dem Unterricht der Alten), Sir. 8, II. Was dünket dich, Simon? Matth. 17, 25. Wie dünket euch um Christo? Matth. 22, 42. Welcher unter euch sich dünket weise zu sein, der werde ein
Narr in dieser Welt, daß er möge weise sein, 1 Cor. 3, 18. So sich Jemand dünken lässet, er wisse etwas, der weiß noch
nichts, wie er (recht) wissen soll, 1 Cor. 8, 2. c. 14, 3?. Wer sich läßt dünken, er stehe, mag wohl zusehen, daß er
nicht falle, 1 Cor. 10, 12. So aber sich Jemand läßt dünken, er sei etwas, so er doch
nichts ist, der betrügt sich selbst, Gal. S, 3. S. Iac. i, 26.
Dünken (das)
S. Dünkel, 4 Mos. 15, 39. Ebr. 12, 10.
Dünne
Dürre Aehren, dünne und versengt sdurch einen trocknen
Wind ansgetrocknet), 1 Mos. 41, 6. 33. 24. Mache die Gottlosen dünne (wirf sie van ihrer Stelle zn
Ooden), wo sie sind, Hiob 40, 7. Erdarme dich unser bald, denn wir sind fast dünne geworben
(linden an «rasten und liermilgen abgenommen), Ps. 79, 8. Zu der Zeit wird die Herrlichkeit Jacobs dünne (armselig)
sein, Esa. 17, 4.
Der Geist zerflattert, wie eine dünue Luft, Weish. 2, 3. Der Gottlosen Hoffnung ist wie ein dünner Neif, Weish.
Durchbohren, s. Bohren
Iael durchbohrte dem Sissera mit einem Nagel den Schlaf,
Richt. 5, 28. Egypten, ein zerbrochener Rohrstab, welcher, so sich Jemand
Nüchner's Hand-Concorb.
darauf lehnet, gehet er ihm in die Hand und durchbohret
sie, 2 Kon. 16, 21. Efa. 36, 6. Des Nachts wird mein Gebein durchbohrt (uon Schmerz)
allenthalben, Hiob 30, 17. Und durch Fallstricke (Haken an Stricke gemacht) durchbohret
man ihm (dem Behemoth) seine Nafe, Hiob 40, 19. vom
Leuiathan, v. 21.
Durchbrechen, Dnrchbrecher
Der Durchbrecher ist der siegreich auferstandene Heiland und Hirte seiner Heerde, Christus IEsus, der alle seinem Werke entgegentretenden seindlichen Mächte durchbrochen, überwunden und so seinen Nachfolgern Bahn gebrochen hat. (Eph. 4, 10.) Die gläubigen Christen werden in seiner Kraft Sünde, Hölle und Tod überwinden, und mit seinem heiligen Worte die ganze Welt durchdringen, endlich aus dem Grabe auferstehen, in den Himmel siegreich eingehen und ihrem Könige nachfolgen. Es wird ein Durchbrecher vor ihnen herfahren, und werden
durchbrechen, und zum Thor aus- und einziehen, Mich.
2, 13.
Durchdringen
§. 1. I) Von GOttes Ruthe, welche die Assyrier ganz verderben, ausrotten wird, Esa. 30, 32.
z. 2. II) Von der Gewalt des Todes, welcher unwiderstehlich über alle Menschen sich allsgebreitet hat.
Wie durch einen Menschen die Sünde ist gekommen in die Welt, und der Tod durch die Sünde, und ist also der Tod zu allen Menschen durchgedvungen, dieweil sie alle gefün-diget haben, Rom. S, 12.
z. 3. III) Von der gewaltigen Kraft des göttlichen Worts. Es ist also damit nicht zn scherzen, sondern es findet sich allezeit mit großer Kraft.
Das Wort GOttes ist lebendig und kräftig, und schärfer denn kein zweifchneidiges Schwert, und durchdringet, bis daß es scheide Seele und Geist tc., Ebr. 4, 12.
Durch (hin) gehen
§. 1. I) Durch eiuen Ort gehen,* Luc. 18, 36. II) Uebertreten dies oder jenes, eine unerlaubte Ausschweifung begehen.**
"Israel wollte durch das Land des Königs zn Hesdon gehen,
5 Mos. 2, 28.
E!ia und Elisa durchs Meer, 2 Kön. 2, 8. Elisa durch Sunem, 2 Kön. 4, 9. Israel durchs Meer, Neh. 9, 11. Ps. 79, 13. Pf. 136, 14. vgl.
2 Mos. 14, 21. ** Ein Witziger siehet das Unglück, und verbirget sich; aber
die Albernen gehen durch und leiden Schaden, Sprw, 27,
12. c. 22, 3.
z. 2. III) Nach dem Ebrä'ischen abwägen.
Ja muthwillig thut ihr Unrecht im Lande, und gehet stracks durch mit euren Händen zu frevel«, Pf. 58, 3.
§. 3. Das heißt: Wenn ihr im Lande eurer Hände Frevel zur Unterdrückung Anderer adwa-geti d. i. klug überlegend unter dem Schein des Rechten Gewaltthätigkeiten ausübt, so heget, be> gehet ihr im Herzen die größten Missethaten.
Durchgraben
Mit Nägeln durchbohren.
Denn Hunde haben mich umgeben. - Sie haben meine Hände und Füße durchgraben, Pf. 22, 17. vergl. Joh. 19, 18. (Meine ^Christi) Hände und Füße ftnd wie ein Fluch auf-gehcmgen worden an der lichten Sonne, ä Mas. 21, 22. 23.)
Das Durchgraben und mithin auch Annageln der Füße bei der Kreuzigung bestreuet Winer, I. 801. Dagegen wird es vertheidigt in Hug's Zeitschrift für die Geistlichkeit des Erzb. Freiburg. 1828. Heft 2. und 1829. Heft 1. und von Oähr in Hey-denreich und Hüffel's Zeitschrift für Predigerwis-senschaften II. Heft 2. 3. ^uÄi?m5 H/a^,-, viai.
35