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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Hundegeld ? Hunger.
rechtigkeit erkannt, aber wieder in jenen sich flechten lassen, wie der Hnnd sein Gespeites wieder frißt. Der Hund frißt wieder, was er gespeiet hat, und die Sau
wälzet sich nach der Schwemme wieder im Koth, 2 Petr.
2, 22. vergl. Sprw. 26, 11.
§. 7. VIII) Alle Gottlose, welche sich mit Sünden verunreinigt und die seligmachende Lehre des Evangeliums von sich gestoßen. Draußen sind die Hunde, und die Zauberer, Offb. 22, 15.
z. 8. IX) Ein schlechter, verachteter, geringer Mensch. Eine schlechte, geringe,* ja abscheuliche Sache. **
Wem jagst du nach? (gleichsam) einem todten Hunde, einem
einigen Floh, i Sam. 24. 15. Wer bin ich (MeplMofet!,), dein Knecht, baß du dich wendest
zu einem todten Hunde, wie ich bin? 2 Sam. 9, 8. Sollte dieser todte Hund (Simei) meinem Herrn, dem Könige
fluchen? 2 Sam. 16, 9. Hasael sprach: was ist dein Knecht, der Hund, daß er solches
große Ding thun sollte? 2 Kön. S, 13. * Ein lebendiger Hund ist besser, denn ein todter Löwe, Pred.
9, 4. "*Wer ein Schaf (ohne bußfertigen, onukbnreu Sinn) opfert,
ist, als der einem Hunde den Hals bräche (der etwas Un«
reinw opfert), Esa. 66, 3.
§. 9. X) Eilt Bild der Ausschließung von den Rechten der Kinder des N^iches GOttes.' Christus, obgleich auch der Heiden Heiland, war doch in seinem kurzen irdischen Leben nicht berufen, auch nicht im Stande, in eigener Person den Heiden zu predigen; sein Nuf ging nur an die verlorenen Schafe ans dem Hause Israel, Matth. 15, 24. Röm. 15, 8.
Es ist nicht sein, daß man den Kindern ihr Brod nehme und werfe es vor die Hunde (ungläubigen Heiden), Matth. 15, 26. (Vieses gllichnißweise gesprochene Wort sollte die letzte, schwerste Prüfung der Cananiterin sein, wu ihr ihre heid-Nische Mwürdiakeit vor GGtt nach der Strenge des Ge-seyes vorgehalten wnrdr: sie destand aber diese Prüfung, und wurde von dem HErrn fehr belobt und belohnt.)
Hundegeld
5 Mos. 23, 18. ai. 19. Gelb, das man für einen verkauften Hund, oder für Hundesbelaufung bekommen; oder Geld, womit man die Erstgeburt eines Hundes lösen wollen. Am besten Huren-lohn. Solchen wollte GOtt, als das reinste Wesen, nicht haben, damit die, nach Hundesart, Nw züchtigen nicht denken möchten, solche Nnflätherei könne mit Geld bei GOtt versöhnt werden.
Hundeskopf
2 Sam. 3, 8. Hundesbube, der über die Hunde gesetzt. Abner war ein General, und trotzte damit auf seine Würde, meinend, es sei ihm ja wohl zugelassen, Sauls hinterlassenes Kebsweib zn hci-rathen.
Hundert
Offb. 7, 4. wurden hundert und 44000 Auserwählte von dem geistlichen Israel, wie Ezech. 9, 4 ff. vor dem Verderben in den verhängten Ver-folgunaen bewahrt. (Die Bestimmtheit der Zahl deutetan, wie genau und bis ins Allereinzelste GOtt die Gemeine der Auserwählten bekannt sei.) Und Offb. 14, 1. sind die gläubigen Bekenner sterbende, einfällige Kinder, die untee dem Verfall in der grausamen Bedrängmß, c. 13, 15. als die eigentlich sogenannte Kirche und Leib Christi doch noch, wie zu Elias Zeiten, 1 Kön. 19, 18. erhalten worden. GOtt gab der ersten Welt 120 Jahr zu Buße, i Mos.
6, 3.
Hundert und 50 Tage stand das Gewässer, 1 Mos. 7, 2t.
Hundert Jahr alt war Abraham, da ihm Ifaac geboren wurde, 1 Mos. 17, 17.
Euer hundert sollen 10000 jagen, 3 Mos. 26, 6.
Gideon schlug mit 309 Mann 120000 Midianiter, Richt. 18, 4. 10.
Hundert Vorhäute der Philister brachte David dem Saul, 1 Sam. 18, 25. 27.
Die Königin aus Arabien gab Salomo 120 Centner Goldes, 1 Kön. 10, 10. und diesem kam ein in Einem Jahr »06 Centner, ib. u. 14. Hiram sandte ihm 120 Centner, 1 Kon. 9, 14.
OvadjaZ versteckte 100 Propheten, 1 Kön. 13, 4.
Israel schlug 100000 Syrer todt, 1 Kön. 20. 29.
Der Engel 185000 Assyrer, 2 Kön. 19, 35. Esa. 37, 36.
Ob ein Sünder hundertmal (d. i. uiel, myiihliae Mnl) Böses thut, und doch lange lebet; so weiß ich doch lc., Pred. 8, 12.
In Ninive waren mehr denn 120000 Menschen, die nicht wußten, was rechts oder links, Ion. 4, 11. (3. i. eine große und unylnubliche Menge Kinder, 5 Mas. 1, 39. Oder auch arme Heide«, denen nlle vullkommene Erkenntniß des giltt-lichen Willens fehlte,)
Hundertfältig
Isaac säete ? und bekam hundertfältig, i Mos. 26, 12. Etliches fiel auf ein gutes Land ? und trug hundertfältig,
Matth. 13, 8. 23. Wer verläßt Häuser, ? der wird es hundertfältig nehmen,
Matth. 19, 29. Marc. 10, 30.
Hunger, s. Durst
z. 1. I) Der leidliche Hunger ist der natürliche Appetit des Maqens nach Brod, oder anderer Speise, sich damit zn sättigen. Wenn GO't die Nahrungsmittel durch Unfruchtbarkeit, 5 M)s. 28, 23. 24. Joel 1. 17. Verheerung, Krieg, 2 Kön. 6, 24. 26. den Menschen entzieht, Esa. 3, 1. und theure Zeit ins Land schickt, so entsteht Mangel an Brod.
Ihr aber ziehet hin, und bringet heim, was ihr gekaufet habt für den Hunger, 1 Mos. 42, 13.
Die da satt waren (Ueberstuß hatten), sind ums Brod verkauft worden (müssen ums Brod dienen), und die Hunger litten, hungert nicht mehr, i Sani. 2, 5.
Wenn sie aber Hunger leiden, werden sie zürnen, Esa. 6, 21. vergl. Pf. 59, 16.
Aber deine Wurzel will ich mit Hunger tobten, Esa. 14, 30.
Rauben sie zur Rechten, so leiden sie Hunger, Efa. 9, 20. (Fressen §. 5.)
Da war Verstörung, Schaden, Hunger und Schwert, Esa.
51, 19.
Schwert und Hunger werden wir nicht sehen, Ier. 5, 12.
Holchö Propheten sollen sterben durch Schwert und Ounaer. Icr. 14,15.
Wen der Hunger trifft, den treffe er, Ier. 15, 2.
Warum wollt ihr sterben, du und dein Volt, durchs Schwert, Hunger und Pestilenz? Ier. 27, 13.
Unsere Haut ist verbrannt, wie in einem Ofen, von dem greulichen Hunger, Klagel. 5, 10.
Feuer, Hagel, Hunger, Tod, solches Alles ist zur Rache geschaffen, Sir. 39, 34. c. 40, 9.
Und ich verderbe im Hunger, Luc. 15, 17.
Wer will uns scheiden von der Liebe GOttes? Trübsal? oder Hunger? Röm. 8, 35.
Darum werden ihre Plagen auf Einen Tag kommen, der Tod, Leid und Hunger, Offb. 18, 8.
8. 2. Ezech. 14, 21. zählt ihn GOtt unter seine vier bösen Strafen: Schwert, Hunger, böse Thiere und Pestilenz. Der Sinn ist dieser: GOtt wolle, ob er gleich könne, und auch Pflege nach der Schärfe zu verfahren, doch nicht nach der äußersten Strenge mit seinem Volke handeln, sondern noch etwas nachlassen. GOtt hat auch damit zn strafen gedroht,* und wirklich gestraft, 5 Mos. 28, 48. 53. c. 32, 24. Ier. 21, 7. c. 32, 24.** (S. Thenrung.) * Ier. 16, 4. c. IS, 31. c. 21, 9. c. 24, 10. c. 29, 17. 16. c.
34, 17. c. 42, 16. c. 44, 12. 13. EZech. 5, 12. 16. 17. c. tl, 11. 13. c. 7, 15.
*" Ganz Egyvten, 1 Mos. 41, 55. Samarien, 2 Kön. 7, 13.
Jerusalem, 2 Kön. 25, 3. Ier. 53, s. Klagel. 2, 19. c.
4, 9.
§. 3. II) Armuth, Mangel an den Gütern, welche zu dieses Lebens Nothdurft gehörcu, und daher Elend, Noth, Hiob 30, 3,