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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Strafen.
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Kinder schlägt; seine väterlichen Warnungen^ in Wind schlagen, und nns in seine Vnßordnnng nicht schicken, Ier. 8, 7. so läßt er seine Gerechtigkeit schen,** N'öm. 1, 32. Ier. 9, 24. denn er läßt sich nicht spotten, Gal. 6, 7. und kann nichts wider seine Vollkommenheiten thun. 2 Tim. 2, 13. *Nie erste Welt, i Mos. 6. 3. Esaias und IeremiaZ die Juden , IonaZ Ninive, Christus Jerusalem, Luc. 19, 41. den Judas, Matth. Z6, 23 :c.
**Wie an der ersten Welt, 1 Mos. 6, 3. 7. Sodom, 1 Mos. 16, 20 lc. Pharao, 2 Mos. 14, 17. Jerusalem, Sanherw, Efa. 37. Nebucadnezar, Dan. 4, 24 ic. Velsazer, Da». 5, 30 ,c.
'8. 6. GOtt muß kraft seiner wesentlichen Heiligkeit strafen, ohne weitere Absicht, als nm seinem Wesen gemäß zn handeln; daraus begreift man die Wahrheit und Unfehlbarkeit ewiger Strafen, die keine Besserung zur Absicht haben können; wie denn anch die menschliche Gerechtigkeit ihre Strafen nicht davon abhängig macht, ob der Schuldige sich bessern lassen will oder nicht; da sonst im letztern Falle das Strafen aufhören müßte, was widersinnig ist. Aber es verträgt sich wohl mit der Gerechtigkeit GOttes, wenn er die von derselben verhängten Strafen kraft seiner Güte so einrichtet, daß sie zugleich dem Zweck, die Sünder zn besscrn, mit dienen; und insofern verwandeln sie sich in heilsame Zuchtmittel; denn der liebreiche GOtt sucht allezeit das Heil der Sünder, 2 Petr. 3, 9. Ezech. 18, 23. und gebraucht seine gerechten Strafen zn Vußglocken, die Menschen aus dem Snnöenschlaf zn erwecken. Wenn wir nns nun von Süuden-los machen, Dan. 4, 24. in Sack und Asche Buße thun, Ion. 3, 5. so kann ihn der Strafe bald gereuen, Joel 2, 12 ff. daß er sich erbitten läßt, 2 Chr. 20, 9. 2 Sam. 24, 17. die Sünde hinter sich zu werfen. Mich. 7, 19. An denen die Schläge verloren sind, Ier. 2, 30. Esa. 1, 5. die sammeln sich als einen Schatz zur künftigen Ver-geltnng den Zorn auf den Tag des Zorns, Röm. 2, 5. und EsaiaS c. 3, 9. spricht: Wehe ihrer Seele!
8. 7. Ist es ausgemacht, daß wir unnütze Knechte sind, Lnc. 17, 10. und er uns niemals Unrecht thut, Dan. 9, 7. indem die Sünde allezeit größer, als die Strafe, Jud. 8, 22. so müssen wir erkennen, daß GOtt, wenn er nach seiner strengen Gerechtigkeit verfahren wollte, Menschen und Vieh ausrotten könnte, Ezech. 14, 21. La^t uns unsere Herzen zerreißen, Joel 2, 13.
z. 8. Da der HErr alle nnsne Missethaten auf den Messias seindlich losgehen ließ, Esa. 53, 6, und er zu zahlen getrieben wurde, v. 7. so heißt cs:
Die Strafe liegt auf ihm, auf daß wir Friede hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilet, Esa. 53, S.
z. 9. Z) Von Menschen. Die Obrigkeit zieht
die Uebelthäter und Verbrecher zur verdienten
Strafe, damit dem Bösen gewehrt, und das Gute befördert werde.
Iehu übte Strafe am Haufe Ahab, 2 Chr. 22, 8. die Syrer
au IoaZ, c. 24, 24.
Den Spöttern sind Strafen bereitet, Sprw. 19, 29. Man muß dem Bösen wehren mit harter Strafe, Sprw.
20, 30.
(Gin Gewaltiger) scherzet nicht mit Strafen und Gefängniß,
Sir. 13, 16. Dem Knecht (gehört) sein Brod, Strafe und Arbeit, Sir.
33, 25. Die Obrigleit trägt das Schwert nicht umsonst, sie ist GOtteZ
Dienerin, eine Rächerin zur Straf« über den, der Böses
thut, Rom. 13, 4. So seid nun au5 Noth Unterthan, nicht allein um der Strafe
(befürchtenden Mm) willen, sondern auch um des Gewissens willen, ib. v. o.
§. 10. II) Eine jede Wortstrafe, wenn man einen an seine Schuldigkeit erinnert; a) ein überzeugender Unterricht in Lehre und Leben; b) eine Widerlegung mit gründlicher Ueberzeugung. (S. Straft z. 1.)
a) Kehret euch zu meiner Strafe (spricht die Weisheit), Sprw.
1, 53. 85. 30.
Ach wie Habs ich die Zucht gehasset, und mein Herz die Strafe
verschmähet, Sprw. 5, 12.
Die Strafe der Zucht ist ein Weg des Lebens, Sprw. 6, 23. Wer dt? Strafe verläßt, der bleibt (und macht Hndere) irrig,
Sprw. 10, 17.
Gin Spötter gehorcht der Strafe nicht, Sprw. 13, i. Wer Strafe annimmt, der wird klug werden, Sprw. 15, 5. 32. Wer die Strafe haßt, der muß sterben, ib. v. 10. c. 29, i. Das Ohr, das da höret die Strafe des Lebens, wird unter den
Weisen wohnen, c. 15, 31. Oeffentliche Strafe (mit Worten und in der That) ist besser
denn heimliche Liebe, Sprw. 27, 5. Ruthe und Strafe giebt Weisheit, ib. c. 23, 15. Laßt uns der alten Greise Strafe nicht achten, W eish. 2, 10.
b) Alle Schrift, von GOtt eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Strafe lc., 2 Tim. 3, 16.
z. 11. III) Der Beweis, daß man Recht hat, Hiob 13, 6. c. 23, 4. (Von 1 Mos. 20, 16. S. Decke.)
Strafen
z. 1. I) a) Mi? Worten: ^.) Einer den andern. Einen durch die nachdrückliche und dentliche Vorstellung seiner bisherigen Fehler überführen, das Gewissen aufwecken, das Schuldgefühl in ihm aufregen und zugleich guten Rath geben, wie er seine Besserung anstellen soll, damit er zur Aenderung bereitet und eines Bessern unterrichtet werde, 1 Cor. 14, 24.
Du sollst deinen Bruder nicht Haffen in deinem Herzen; fondern du sollst deinen Nächsten (brüderlich) strafen (nnd nicht dazu schweigen, udcr ilim gar Beifall geben, n>enn er etmns Oiises thut), auf daß du nicht seinet halben Schuld trage»» müssest, 3 Mos. 19, 17.
Der Gerechte schlage mich freundlich, unb strafe mich, das wird mir so wohl thun, als ein Balfam auf meinem Haupt, Ps. 141, 5.
Wer den Gottlosen straft, der muß gehöhnet werden, Sprw. 9,7.
Strafe den Spötter nicht, er hasset dich; strafe den Weisen, der wird dich lieben, ib. v. 8. c. 15, 12.
Wer sich gern läßt strafen, der wird klug werden, Sprw. 12, i. wird zu Ehren kommen, c. 13, 13.
Strafet man einen Verständigen, so wirb er vernünftig, Sprw.
19, 25. c. 21, 11. Welche aber strafen, die gefallen wohl (denen wirds wohl gehen),
Sprw. 24, 25. . .
Eine falfche Zunge hasset, der ihn straft, Sprw. 26, 29. Wer einen Menschen straft, wird hernach Gunst finden, mehr,
denn der da heuchelt, Sprw/ 28, 23. Sie sind dem gram, der sie im Thor straft, Amos 5, io. Sündiget aber dein Bruder an dir, so gehe hin, und strafe
ihn zwischen dir und ihm allein, Matth. 18, 15. Luc. 17, 3. Wer Arges thut, der hasset das Licht, auf daß seine Werke
nicht gestraft (offenbar) werden, Joh. 3, 30. Habet nicht Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken del
Finsterniß, strafet (überzeugt) sie aber vielmehr (mit Warte«
und guten Thnten), Eph. S, 11.
§. 2. V) Lehrer die Zuhörer. (S. Priesters Scelenhirten sollten die anvertrauten Seelen herzhaf« an ihre Wicht erinnern, das, was sie lehren, mil guten Gründen bestärken, die Zuhörer überzeugen, mit ihrem Leben das Gewicht beisetzen, die Widersprecher mit völliger NeVerzengung eintreiben/ und den Gottlosen das Urtheil GDttes ankündigen.** Dieses Strafamt darf aber nicht geführt werden im Eigengeiste und Zorn, sondern im Triebe des heiligen Geistes, daß dieser durch den Mund des Lehrers straft, Joh. 16, 8-11. in aller Demuth und Liebe bei allem Ernst, und nachdem man sich selbst strafen gelernt. Dazu sind Lehrer verpflichtet, damit sie nicht zn klagen Nrsach geben.
Stumme Hunde sind sie, die nicht strafen (dtlltn) lönnen, Esa. 06, io.