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Kochschule und Ratgeber für Familie & Haus

Autorenkollektiv, Verlag von Th. Schröter, 1903-1905

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2. Feiner Kongreßstoff wird ganz gleich zugeschnitten, die Seiten mit Hohlsaum und Kreuzstichborte in türkischrotem Garn ausgenäht und je mit 2 Druckknöpfen zusammengehalten.

3. Weißes, mittelfeines Leinen besetzt man mit kleiner Klöpelspitze ^[richtig: Klöppelspitze], näht das Monogramm mit weiß und blauem Garn, ebenso die Oesenlitze an beiden Seiten, durch die blaues Seidenband geleitet und zu flotter Schleife gebunden wird. Frau Irma.

Vermischtes.

Zum Reinigen der Fahrräder gebraucht man Putzlappen, Petroleum, Benzin und Bürsten. Nur die Gummireifen werden mit Wasser abgewaschen, alle andern Teile mit Petroleum oder Benzin abgerieben. Man tränkt einen Lappen mit einer der Flüssigkeiten, feuchtet damit die Teile ein und läßt den Schmutz weich werden; dann werden sie mit Putzlappen gereinigt. Hin und wieder kann man die Pneumatik, um sie geschmeidig zu erhalten, mit einer ganz schwachen Sodalösung abreiben. Die Kette des Hinterrades läßt man bei der Reinigung in mäßiger Bewegung über einen Lappen laufen. Das ganze Rad wird dann mit einem wollenen Tuch abgerieben. Zuletzt wird die Innenseite der Felgen mit einem weichen, mit Benzin getränkten Tuche gereinigt. Nachdem man alle Schrauben untersucht, den Gummireifen auf Dichtigkeit, die Mechanik auf Gangbarkeit kontrolliert hat, werden alle Teile, an denen Reibungen stattfinden, mit gutem, säurefreiem Schmieröl geschmiert. Die Kette läßt man während der Nacht in Petroleum liegen und trocknet sie dann gut. Ein Oelen oder Bestreichen mit Kettenschmiere ist zu vermeiden. Die Gummireifen müssen vor der Berührung mit Oel geschützt und vor dem Gebrauche stets aufgepumpt werden. Aus "Dtsch. Hausfr.-Ztg."

Gesundheitspflege.

Vorbeugung kleiner Uebel bei Ausmärschen. Gegen Mücken und Bienenstiche bewährt sich ein Tröpfchen Salmiakgeist, auch hilft das Bestreichen der Stichstelle mit Zwiebelsaft oder mit einem Stückchen Seife. Auch Einreiben mit etwas Olivenöl oder Milch verschafft Linderung. Durch zweckmäßige Fußbekleidung lassen sich Blasen und wunde Stellen an den Füßen verhüten. Nach einem Fußbad reibe man die Füße, wenn sie getrocknet sind, mit einer Mischung von flüssig gemachtem Talg oder Unschlitt und Kirschwasser gut ein, auch zwischen den Zehen; die Strümpfe dürfen keine Flickstellen haben, denn diese drücken und reiben die Haut und sind nicht selten die Ursache von Blasen und wunden Stellen, die Schuhe sollten keine hohen Absätze haben. Ferner trage man den Hals frei ohne hohen Halskragen; die Kleidung sei möglichst bequem. Wer diese Winke befolgt, wird doppelten Genuß bei seiner Wanderung haben. R.

Einmachkunst.

Das Einlegen von Früchten in Weinkognak. Früchte aller Art in Rum einzulegen, ist hinlänglich bekannt, doch ist Kognak viel geeigneter hierzu. Rum, auch guter echter Rum mit seinem juchtenartigen Geschmack und Geruch verdirbt das feine Aroma der Früchte; ganz anders verhält es sich jedoch, wenn man die Früchte in Kognak einlegt. Guter Kognak wird von Wein destilliert und nimmt seines milden und angenehmen Geschmackes wegen leicht das schöne Aroma der Früchte an, so daß man schon nach kurzer Zeit von einem Kognakgeschmack bei eingelegten Früchten nichts mehr wahrnimmt. Das Einlegeverfahren ist sehr einfach. Man nimmt gute, reife Früchte, reinigt dieselben und legt sie dann roh, mit gesiebtem gutem Zucker schichtenweise in ein Einmachglas, gießt alsdann den Kognak darüber, verschließt das Glas gut und stellt es an einen kühlen trockenen Ort.

Ananas. Die in feine Scheiben geschnittene geschälte Ananas wird mit fein gestoßenem Zucker in kleine Gläser geschichtet und diese mit Blase verbunden. Es empfiehlt sich, gleich große Gläser zu verwenden, da sie nebeneinander in ein Gefäß mit kaltem Wasser gestellt und darin gekocht werden. Das Wasser darf nur ⅓ der Glashöhe erreichen und, um das Platzen der Blase zu verhindern, muß auf jedes Glas ein nasses Läppchen gelegt werden, welches nach Bedarf immer wieder von neuem naß gemacht werden muß. Das Feuer darf nur schwach sein, damit die Gläser langsam erwärmt werden. Ist der Zucker vollständig zergangen, was nach ungefähr 20 Minuten richtigen Kochens des Wassers geschieht, nimmt man das Gefäß vom Feuer, die Gläser aber erst, nach völligem Erkalten aus dem Wasser.

Birnen in Zucker. Man verwendet dazu reife, aber noch feste Muskateller-Birnen, kocht sie ungeschält in Wasser halb gar, kühlt sie in kaltem Wasser ab, schält sie recht glatt und stutzt die Stiele halb ab. Hierauf kocht man die Birnen in Wasser mit etwas Zitronensaft vollends