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Meyers Konversationslexikon

Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892

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Ringkugel - Rio Cuarto.

und engem Hals. Innerhalb des Ringes ist bisweilen ein Kruzifix oder eine menschliche Figur (Fig. 1) angebracht. Es gibt auch R., die aus zwei einander rechtwinkelig kreuzenden Ringen gebildet sind (Fig. 2).

^[Abb.: Fig. 1 + Fig. 2. Ring- oder Wurstkrüge (rhein. Steinzeug).]

Ringkugel, s. Armillarsphäre.

Ringmaschine, s. v. w. Wringmaschine.

Ringofen, s. Mauersteine, S. 352.

Ringpilz, s. v. w. Butterpilz, s. Boletus.

Ringschäle der Kiefern, s. Trametes.

Ringschläger, s. Tauben.

Ringsted, Stadt in der Mitte der dän. Insel Seeland, Amt Sorö, an der Eisenbahn Kopenhagen-Korsör, hat eine alte Kirche (St. Bendt, mit den Gräbern Waldemars I., Knuts VI., Waldemars II. u. a.) und (1880) 2127 Einw.

Ringsumschattige (Periscii), s. Amphiscii.

Ringwaldt, Bartholomäus, didaktischer Dichter, geb. 28. Nov. 1532 zu Frankfurt a. O., war seit 1578 Pfarrer zu Langenfeld in der Neumark, wo er zwischen 1598 und 1600 starb. Zu den bekanntern unter seinen geistlichen Liedern (neue Ausg., Halle 1858) gehört "Herr Jesu Christ, du höchstes Gut". In seinem Lehrgedicht "Die lautere Wahrheit" (zuerst 1585 u. öfter) wird dargethan, "wie sich ein weltlicher und geistlicher Kriegsmann in seinem Beruf verhalten soll". Ein andres didaktisches Poem von R., die "Christliche Warnung des treuen Eckart" (Frankf. a. O. 1590 u. öfter), enthält als Bericht einer Vision die "Beschreibung des Zustandes im Himmel und der Höllen, samt aller Gelegenheit, Freude und Wonne der Gottseligen, auch Ach und Weh der Verdammten". Das "Speculum mundi, eine feine Komödie, darin abgebildet, wie übel an etlichen Orten getreue Prediger, welche die Wahrheit reden, verhalten werden" (Frankf. a. O. 1592) gehört zu den bessern dramatischen Sittengemälden jener Zeit. Vgl. Hoffmann von Fallersleben, Bartholomäus R. und Benj. Schmolck (Bresl. 1833).

Ringwall, s. Befestigung (prähistorische).

Ringwurm, s. v. w. Ringflechte, s. Flechte.

Rink, Hinrich Johannes, dän. Geolog und Reisender, geb. 26. Aug. 1819 zu Kopenhagen, studierte daselbst Naturwissenschaften, nahm 1845-47 als Mineralog an der Erdumseglung der Fregatte Galathea teil, durchforschte 1848-51 mit öffentlicher Unterstützung Nordgrönland, war 1857-71 Inspektor von Südgrönland und 1871-82 Direktor des sogen. grönländischen Handels zu Kopenhagen, als welcher er der ganzen Verwaltung des Landes, mit Ausnahme des Missionswesens, vorstand, und siedelte darauf nach Christiania über. Von seinen Schriften über Grönland, um dessen Erforschung sich R. sehr verdient gemacht hat, sind die wichtigsten, abgesehen von verschiedenen Aufsätzen in "Petermanns Mitteilungen": "Grönland, geographisch und statistisch beschrieben" (Kopenh. 1852-55, 2 Bde.; engl. Ausg. von Brown, Lond. 1877); "Märchen und Sagen der Eskimos" (Kopenh. 1866, Suppl. 1871; engl. 1875); "Das Binnenland Grönlands und die Möglichkeit, dasselbe zu bereisen" (Kopenh. 1875); "Grönländer und Dänen in Grönland" (das. 1888), sämtlich in dänischer Sprache; ferner veröffentlichte er in deutscher Sprache "Die Nikobarischen Inseln" (das. 1847).

Rinmanns Grün, s. v. w. Kobaltgrün.

Rinnleiste, s. v. w. Karnies.

Rinnsal, s. v. w. Flußbett; dann in Österreich der Nebenarm eines Flusses.

Rinteln, Kreisstadt im preuß. Regierungsbezirk Kassel, an der Mündung der Exter in die Weser und an der Linie Elze-Hameln-Löhne der Preußischen Staatsbahn, 50 m ü. M., hat noch einige alte Wälle und Mauern, 2 evang. Kirchen (darunter die Nikolaikirche aus dem 14. Jahrh.) und eine kath. Kirche, ein Gymnasium, ein Landkrankenhaus, ein öffentliches Schlachthaus, einen Hafen, Zigarren- und Glasfabrikation, Schiffahrt, 10 Märkte und 2 Messen und (1885) 4151 meist evang. Einwohner. - Die Stadt ward vom Grafen Adolf IV. von Schaumburg um 1225 gegründet und erhielt 1239 Stadtrecht. 1621 errichtete Graf Ernst von Schaumburg daselbst eine Universität. Nach dem Aussterben der Grafen von Schaumburg kam R. an Hessen. Die Universität ward 10. Dez. 1809 durch die westfälische Regierung aufgehoben und mit der zu Marburg vereinigt. Vgl. Piderit, Geschichte der Universität R. (Marb. 1842).

Rio (Rjoo), japan. Goldmünze, s. v. w. Koban.

Rio (span., spr. rio, und portug., spr. riu), s. v. w. Fluß, findet sich bei vielen geographischen Namen; die hier nicht vorkommenden s. unter den Hauptnamen.

Rio, Ercole del, einer der ausgezeichnetsten Schachspieler seiner Zeit, Stadtrat in Modena, gilt als Begründer der italienischen Schachschule, welche die Wirksamkeit der Offiziere gleich im Anfang der Partie mehr hervortreten ließ. Rios Werk, unter dem Pseudonym Anonimo Modenese verfaßt, erschien 1750.

Riobamba, Stadt in Ecuador, s. Cajabamba.

Rio Bermejo, Fluß in Bolivia und der Argentinischen Republik, fließt in seiner Hauptrichtung südöstlich und fällt nach einem besonders in dem Gebiet des Gran Chaco vielfach gewundenen Laufe von 2080 km in den Paraguay. Sein bedeutendster Zufluß ist der 445 km lange Rio Grande de Jujuy. Er ist schiffbar.

Rio Branco, s. Parima (Fluß).

Rio Bueno, Fluß in Chile, entsteht durch die Vereinigung des Rio Trumay (aus dem Rancosee) mit dem Rahue (aus dem Llanquihuesee) und ergießt sich nach einem Laufe von 140 km, wovon 80 km schiffbar sind, unter 40° 18' südl. Br. in den Stillen Ozean. Sein Flußgebiet ist 14,670 qkm groß.

Riochico (spr. -tschiko, Alanje), Hafenstadt im Departement Chiriqui der Provinz Panama, an der Mündung des gleichnamigen Flusses in den Stillen Ozean, mit (1870) 4980 Einw.

Rio Colorado, Fluß, s. Colorado.

Rio Cuarto (früher Concepcion), Stadt in der Argentinischen Republik, Provinz Cordova, am gleich-^[folgende Seite]