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Meyers Konversationslexikon

Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892

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Galvanolyse - Garn
und Schriftsteller, geb. 1822 zu Birmingham als Enkel des berühmten Erasmus Darwin, studierte Medizm in seiner Vaterstadt, dann in London, promovierte in Cambridge nnd begab sich 1846 auf Reisen, die ihn zunächst nach Nordairika führten, drang 1850 von der Walfischbai aus in das Innere von Südafrika vor und berichtete darüber in dem Vuch »^ln-rativ? of lni 6xp^)i'6!' i'n tn'pic^l^ontli / Vf, ioa« (1853, neue Ausg.
18W), wofür er die goldene Denkmünze der Londoner Geographischen Gesellschaft erhielt Neben rein wissenschaftlichen Arbeiten veröffentlichte er noch: »Ukre^irary ßenii^8, i>8 l^vs n,üä o0ll8eqn6nee8« (1869), sein Hauptwerk; »Nn^!i8!i men ot'^ienc E, tlleir n«.-tm'e^Nll imnni's« (1874); >>^,t oitrav^i, or 8lnft8 tmä (?l>ntrlvanc68in wil (l eounwic'8«(5.Aufl. 1872); Iixinil^ iiito lmman laculdv and its (lkv^oMikilt« (18-3) u. a. G. lebt in London und ist Präsident des Anthropologischen Instituts.
^Galvanolyse, i. v. w. Elektrolyse.
^Galvanotherapie, s. v. w. Elektrotherapie.
^Gams, Plus Boinfacius, kctth. Theolog, geb.
23. Jan. 1816 zu Mittelbuch in Württemberg' erhielt 1839 die Priesterweihe, wurde 1847 Professor der Theologie und Philosophie am bischöflichen Seminar zu Hildesheml und trat 1856 in das Benedittinerklofter St. Bonifaz zu München. Er schrieb: »Allsgang und Ziel der Geschichte« (Tübing. 1850); »Geschichte der Kirche Christi im 19. Iah> hundert« (Innsbruck 1854-58, 3 Bde.); »Kirchengeschichte von Spanien« (Regensb. 1862-79, 3 Bde^); »Das Jahr des Martyrtodes der Apostel Petrus und Paulus«
(das. 1867); »!^!'i68 6> 18(X)P01'UM 6(^ci68ill6 03.tl<0>
liclie, qnotynot inuotueiuuta dyato^^tl nlvpo^tolo« (das. 1873-86, 3 Bde.); »Zur Geschichte der spanischen Staatsinquisition (das. 18/8); Der Vonifaciusverein in Deutschland 1850-80« (Paderb. 1880).
Gaudcrsheim, u^) 2610 Einw.
^ Gandjcham, Distrikt in derbritijch-ind. Präsidentschaft Madras, in deren nordöstlichstem Teil, 8,)44 H^in (146 QM.) groß mit (i«5ii 1,503,301 Einw., fast ausschließlich Hindu, welche vornehmlich Reis und Zuckerrohr bauen. Zum Dinrikt gehört auch der 13,^81 Hliiu (245 QM.) große Agency Tract mit 246,303 Einw.
Ganges, Stadt im franz. Departement tzerault, (18.^:) 4^02 Einw.
Ganglllauer, Cölestin, Kardinal und Erzbischof von Wien, starb 14. Dez. 1869 daselbst.
Gannat, d^8«) 5034 Einw.
Gap, ( ^<;)93l5 (Gemeinde 11,621) Einw.
Garaschanin, 2) Milutin, serb. Staatslnann, reichte 19. März 1886 seme Entlassung als Ministerpräsident ein, ließ sich aber vom König zum Bleiben bestimmen und bildete 4. April sein Ministerium um Auf diese Weise gelang es ihm, sich noch über ein Jahr zu behaupten, obwohl die russische Partei ihn heftig bekämpfte. Schließlich mußte er aber 13. Juni 188? seine Entlassung nehmen, da die sin mzielle Verwaltung seines Ministeriums zu ungeschickt und unsslucklich war Als die serbische Fortschrittspartei 2. Juni 1889 in Belgrad eine V<r»ammlung unter Garc^chanins Leitung abhielt und die aufgereizte Menge sie sprengen wollte, machte G. vom Revolver Ge brauch und wurde unter der Anklage, einen Studenten getötet zu haben, verhaftet, aber bald freigelassen. Seine politische Rolle war zunächst ausgespielt.
^ Garbe, Richard, Orientalist,geb.9.März 1657zu Bredow bei Stettin, studierte in Tübingen Hauptfachlich indische und iranische Sprachen, habilitierte sich 1878 als Privatdozent in Königsberg uno wurde dort 1880 zmn außerordentlichen Professor ernannt. 1885
j bis 1887 bereiste er Indien auf Kosten der preußischen! Regierung und studierte in Benares die indische Mi! losophie. Er veröffentlichte eine Ausgabe und Übersetzung des >>VHirün^8Ütri^' (^ond. u. Straßb.1878); eine Ausgabe von Apastambas ^^ 8»'ÄNw8ÜUn« (Kalkutta 1882 - 85, 2 Bde.); ein Werk über »Indische Mineralien« (Leipz 1882^. das philosophische Werk »^nii U'llUiavl.tti« (Kalkutta 1888); auch einen altlitauischen Text, »8/^i'vj<l8 I^nülvt^« (>tajan 1884). Seine indischen Neiseeindrncke beschrieb er in »Indische Reiscitizzen< (6erl. 1889).
Garcia Gutierrez, Antonio, span. Dramatiker, starb Ende August 1881 in Madrid.
Gard, Departement, (i«8<:) 447,099 Einw.
^Gardiner, 2) (, pr. ^rd'nl>r),S amuel Raw so n, engl.
Historiker, geb. 4. März 1829 zu Ropley in Hampstnre, erhielt seine Universitätsbildung in ^oudon und Oxford, erlangte auch den Grad eines Dr. M-. in Edinburg uno eines I^l' pinl. in Göttingen', ü bt in London. Er gilt als anerkannteste Autorität über die englische Geschichte der ersten Hälfte des 17. Jahrh.
Seine Hauptarbeit ist die aus fünf Einzelwerken bestehende »üi>t"1'^ 0t i^ll^li UUl tl'OM Ui6 lw06^8jsM
s)t ^.UNL8 1. ro rli6 0Mdr6ii1i ot' tlie o'l6:»t civil >vlli' 1603-1^42 < (1863-84, 10 Bde.), an welche sich die noch nicht vollendete Histoi'^ ot' r^6 tz'i'Slit. l^ivi! vv^i' 1642-1649 (1886 ff.) anschließt. Außerdem schrieb er: »'1'Ii6 Uiir^' ^6;n'3' -vv^r« (1874), >/Qi6 tirst Nvo ^U^rw lm<1 tl^ 1'urit^n 1'LVowl.ion (1^76), »Int, lo<lul üoii ta tlie 8M<1^ ol^u^ii^i Iii8l^0i'^« (mit Äl'iillinger, 1881), »OuliiiL oi Nntz'ii, 1i lii8t<>i'v« (1«8l),' »M8roi'i(n1 l)i<^rai)lli68< (1884) und »^Id6 oon8tluninn^1 <1ueuinont8 ot ttie I^ni'naii r^voiution, 16^8-60' (1890).
Gareis, Karl, Rechtslehrer, wurde 1888 an die Nniverjltät Königsberg berufen.
^Garenganze (Garanganja), große Landschaft in Zentralafrika zwischen dem Oberlauf des Lualaba und Luaplila, Zuslüsfen des Sambesi im S., und Ntjiris Reich im N., wird von W. nach O. von der Wassercheioe zwischen den rechtsseitigen Zuflüssen oes^ualaba und den linksseitigen des Luapula einerseits und dem Mumbeja, Lungor, Loengo, lauter Zuflüssen des Sambesi, anderseits durchzogen. Das noch wenig bekannte, in seinem süt Uchen Teil noch nie von einem Europäer gesehene Land ist m den letzten Jahren das ^iel mehrerer Missionäre (Arnot, Sivan und Faultner) gewesen.
Garibaldi, Giuseppe. Es erschienen: »SIemoric 80l'ilt6 du. 86 8d688n (Flor. 1888).
Garn. Die Prüfung der Garne erstreckt sich zunächst auf Festigkeit, Drehung 2c. Die Drehung kann man leicht ermitteln, indem man ein Garn-oder Zwlrnstück nut einem Ende in einem Schraubstock, mit dem andern in einem Feilkloben festklemmt und zwar so, daß genau 100 mm tre: bleiben. Dann dreht man den Feilkloben bei gerade gezogenem, kaum merklich gespanntem Faden so oft der Drahtrichtuna entgegen, bis die Aufdrehung erfolgt ist. Die Zahl der Umdrehungen des Feilklobens ergibt die Drehung des Garns auf 100 min. Ein nach demselben Prinzip konstruierter Drahtmesser besitzt zwei Klemmen, von denen die eine rotierende die Zahl der Umdrehungen auf ein Zählwerk überträgt. Die Festigkeit des Garns wird mit dem Garndynamometer (s. d., Bo. 6) ermittelt. Bei gleichem Material verhalten sich die Festigkeiten der Garne umgekehrt wie ihre Nummern. Besitzt z. B. ein G. Nr. 40 eine Festigkeit von 200 A, so würde ein gleiches G. von Nr.
20 eine doppelt so große Festigtet -^ 40^> i5, Nr. 1