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Meyers Konversationslexikon

Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892

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Heyst - Hindersin
(das. 1856); »Die Kranken- und Invalidenversicherung« (das. 1863); »Anzahl und Dauer der Krankheiten bei gemischter Bevölkerung« (die 20- u. ^jährigen Erfahrungen der »Gegenseitigkeit«, das. 1878 u. 1884); Zur Geschichte des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts an Gymnasien« (Programm der Thomasschule, 1873).
*Heyst, Badeort in der belg. Provinz Westflandern, Arrondissement Brügge, an der Mündung des Leopoldkanals in die Nordsee und an der Staatsbahnlinie Brügge-H., mit ^i88«) 2136 Einw. (viele Fischer).
^Heynwud (spr. hehwudd), John, engt. Dramatiker, um 1495 wahrscheinlich zu North Mines (Herfordshire) geboren. Mit Thomas Morus bekannt und von ihm als ausgezeichneter Musiker Heinrich VIII. empfohlen, übernahm er bald die Leitung der glänzenden Feste des Hofs und blieb auch unter Maria in hervorragender Stellung. Nach dem Tode der letztern zog er sich nach Mecheln in Brabcmt zurück, wo er 1565 starb. Seine Bedeutung liegt in dramatischen Schöpfungen, sogen. Interludes, den Fastnachtsspielen ähnlichen derbkomischen Szenen des Volkslebens, in denen er die allegorischen Figuren durch individuelle Charaktere zu ersetzen wußte. Seine »l'io-V6i'ds« (1546) wurden von Sharman herausgegeben (Lond. 1874). Vgl. Swoboda, I. H. als Dramatiker (Wien 1888).
Hicks-Beach, Sir Michael, legte 4. März 1887 sein Amt als Obersekretär für Irland im Ministerium Salisbury wegen einer akuten Augenkrankheit nieder, blieb aber bis zum Januar 1888 Mitglied des Kabinetts ohne Portefeuille und wurde, nachdem er einige Zeitlang ganz aus dem Ministerium ausgetreten war, im Frühjahr 1888 wieder zum Präsidenten des Handelsamtes ernannt.
^Hidrotlta (griech., hidrotische Mittel),s. v. w. schweißtreibende Mittel; Hidrosis, das Schwitzen (vgl. Hyperhidrosis, Bd. 17).
^Highmores Höhle (spr. hcunors), die von Nathanael Highmore (1613-84) entdeckte Oberkieferhöhle, welche mit der Fortsetzung der Nasenschleimhaut ausgekleidet ist.
"Hilssers, 1) Richard, Freiherr von, preuß.
General, geb. 27. Juni 1829 zu Koblenz, Sohn eines Hauptmanns aus einer altkölnischen katholischen Patrizierfamilie, besuchte das Gymnasium in Koblenz und trat nach abgelegtem Abiturientenexamen in das 29. Infanterieregiment ein. Seit 1851 Sekondeleutnant, besuchte er 1855-58 die Kriegsakademie, ward 1859 Regimentsadjutant, 1860 Premierleutnant und Adjutant der 29. Infanteriebrigade, 1862 Adjutant beim Generalkommando des 8. Armeekorps, 1864 unter Beförderung zum Hauptmann im 28. Regiment Adjutant beim Gouvernement von Luxemburg, 1866 während des Kriegs Adjutant beim General-kommando des 2. Armeekorps, im Oktober 1866 Generalstabsoffizier der 14. Division und 1867 Major.
Als Generalstabsoffizier der 14. Division machte cr den Krieg gegen Frankreich 1870/71 im 7. Korps mit und schloß die Kapitulationen von Diedenhofen, Montmedy und Mezieres ab. Im Januar 1872 wurde er zum Oberstleutnant befördert und zum Abteilungschef im Großen Generalstab ernannt, 1874 Chef des Generalstabs des 11. Armeekorps und Oberst, 1877 Kommandeurdes 51. Regiments, 1881 Generalmajor und Kommandeur der 29., 1882 der 40. Infanterie-brigade in Braunschweig, wo er 1884 nach dem Tode des Herzogs Wilhelm den Oberbefehl über alle in Braunschweig stehenden Truppen übernahm, 1885 Generalleutnant und Kommandeur der 15. Division Meyers Konv.'Velilon. 4. Aufl., XVII. Bd.
in Köln und 1888 kommandierender General des 5. Armeekorps in Posen. 1888 war er Mitglied der Kommission für Umarbeitung des Exerzierreglements.
Wegen schwächlicher Gesundheit erbat er Anfang 1890 seinen Abschied, den er als General der Infanterie erhielt.
*2) Karl, Bildhauer, geb. 17. Jan. 1844 zu Düsseldorf, bildete sich auf der Akademie daselbst, besonders unter A. Wittig, und ließ sich nach einem dreijährigen Studienaufenthalt in Rom zu Berlin nieder.
Er beteiligte sich seit 1880 an allen größern Konkurrenzen und erhielt unter anderm 1885 den zweiten^ Preis bei dem Wettbewerb um ein Lutherdenkmal^ für Berlin, 1887 einen ersten Preis für das Lessing! denkmal daselbst, 1888 den ersten Preis für das Kriegerdenkmal in Düsseldorf, 1889 den ersten Preis für das Krieger- und Kaiserdenkmal in Stettin und einen^ zweiten Preis für das 'Nationaldenkmal für Kaiser^ Wilhelm. Von monumentalen Werken hat er aus! geführt: den Genius der Kunst auf der Kunsthalle zu! Düsseldorf (1879); eine kolossale Bronzestatue Königl Friedrich Wilhelms I.in der Herricherhalle des Zeug! Hauses zu Berlin (1883, eine^Wiederholung 1885 im ^Lustgarten zu Potsdam aufgestellt); ein Familien^ grabmonument auf dem Matthäikirchhof zu Berlin; das Kriegerdenkmal für Düsseldorf in Tiroler Marmor; das Krieger- und Kaiserdenkmal für Stettin in Bronze und Granit. Für die Nationalgalerie zu Berlin hat er die sitzende Figur einer Muse geschaffen.
Seine Werke verbinden echt monumentale Haltung mit Würde der Auffassung und poetischem Schwung der Erfindung.
Hillrr von Gärtringen. Zu Ehren derbeidenpreuß.
Generale dieses Namens, von denen der jüngere, Freiherr Wilhelm H. v. G., 3. Juli 1866 bei Königgrätz fiel, wurde 1889 das 4. posensche Infanterie-regiment Nr. 59 Infanterieregiment Freiherr H.v.G.
genannt.
Hilty, Karl, schweizer. Historiker und Staatsrechtslehrer, geb. 28. Febr. 1833 zu Chur, studierte in Göttingen und .Heidelberg die Rechte, hielt sich zu seiner weitern Ausbildung ein Jahr in London und^ Paris auf, ließ sich 1855 als Advokat in Ehur nieder und wurde 1874 als Professor des Staats- und Völkerrechts an die Universität Bern berufen, an der^ er noch gegenwärtig wirkt. Außer zahlreichen Aroschüren politisch-historischen Inhalts schrieb er: »Vorlesungen über die Politikder Eidgenossenschaft« (Bern 1875); > Ideen, und Ideale schweizerischer Politik«! (das. 1875); »Öffentliche Vorlesungen über die Hel! vetik« (das. 1878). H. ist auch Herausgeber des seit! 1886 erscheinenden »Politischen Jahrbuchs derschweizerischen Eidgenossenschaft (Bern 1886 ff.).
^Himeji, Hauptstadt der japan. Provinz tzarima, im südlichen Teil der Insel Nippon, am rechten Ufer der Iehitawa, ein wenig oberhalb ihrer Mündung ins Meer, ist Station der Eisenbahn Osaka-Okayama und Knotenpunkt dreier Hauptstraßen, von denen eine von französischen Ingenieuren erbaute zu den wichtigen Bergwerken von Ikuno führt, mit (i«84) 23,421 Einw., welche wegen ihrer vorzüglichen Lederarbeiten berühmt find.
"Hilnmelsthür, Dorf im preuß. Regierungsbezirk und Landkreis Hildesheim, hat eine kath. Kirche, eine Landarmen- und Korrektionsanstalt und (1885) 1078
Einwohner.
Hindersin, Gustav Eduard von, preuß. General. Ihm zu Ehren wurde 1889 das pommersche Fußartillerieregiment Nr. 2 Fuhartillerieregiment v. H.
genannt.
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