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Meyers Konversationslexikon

Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892

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Honfleur - Hornu
men beliefen sich vom 1. Aug. 1886 bis zum 31. Juli 1888 auf 2,818,265 Pesos, die Ausgaben hingegen auf 2,826,532 Pesos. Die Staatsschuld soll nur 1,536,621 Pesos betragen haben.
Honfleur, «188«) 9265 Einw.
Honig. Verfälschungen von H. sind rechthäufig.
Schütte/t man 1 Teil H. mit einer Mischung von 2 Teilen Wasser und 4 Teilen Weingeist und läßt 24 Stunden absetzen, so kann man in dem Absatz Mehl, Stärkekörnchen, Pollen mikroskopisch leicht erkennen.
Dextrin löst sich in warmem Wasser und wird aus der Lösung durch Alkolwl wieder gefällt. Mineralische Beimischungen ergeben sich bei Untersuchung der Asche.
Sehr allgemein wird H. mit Stärkezucker verfälscht, manche Honigsorten enthalten kaum 10 Proz. reinen H. Zum Nachweis bereitet man eine l Oproz., mit Tierkohle entfärbte, wässerige Honiglösung und untersucht diese im Polarisationsapparat. Reiner H. zeigt äußerst geringe Linksdretmng (ois -1"), die geringste Rechtsdrehung zeigt Stärkezucker an. Zur Bestimmung einer Verfälschung mit Rohrzucker titriert man Honiglösung mit Fehlingscher Lösung, erhitzt dann2 cem gleich starker Honiglösung (1 -^ 2) mit drei Tropfen Salzsäure (25 Proz.) und 40 cem Wasser 3l) Minuten im kochenden Wasserrad, neutralisiert, verdünnt auf 100 00m und titriert auch diese invertierte Lösung. Reiner tz. enthält 70 Proz. Zucker.
Die Differenz zwischen vorhandenem und invertiertem Zucker beträgt bei reinem H. nie mehr als 8 Proz., bei Kunstprodukten (mit Rohrzucker versetzt) bis 45 Proz. Enthält der H. Dextrin, so muß man zur Invertierung eine l Oproz. Lösung mit 2proz. Salzsäure über freiem Feuer IV2 Stunde kochen. Zusatz von Rohrzuckermelasse erhöht den Aschengehalt des Honigs, Möhrensaft bewirkt Zunahme des Gehalts an reduzierendem Zucker nach der Inversion und Verminderung des Linksdrehungsvermögens. Wasserzusatz ermittelt man durch Trocknen bei 100"; reiner H. enthält durchschnittlich 75 Proz. Trockensubstanz.
Auch kann man den H. mit dem gleichen Gewicht Wasser verdünnen und das spezifische Gewicht der Lösung im Pyknometer bestimmen; reiner H. hat ein spezifisches Gewicht von 1,415-1,440.
Hope, 2) Alexander James Beresford, engl.
Politiker und Schriftsteller, star5 20. Okt. 1887 in
London.
*Hoppe-Sehler, Felix, Physiolog und Chemiker, geb. 26. Dez. 1825 zu Freiburg a.U., studierte in Halle, Leipzig, Berlin, Prag und Wien Medizin und Naturwissenschaften, war 1852 -54 Arzt am Berliner Arbeitshaus, wurde dann Prosektor und Privatdozent in Greifswald und ging 1856 als Assistent und Dirigent des chemischen Laboratoriums des pathologischen Instituts nach Berlin. 1860 zum außerordentlichen Professor der Medizin ernannt, ging er 1861 als Professor der angewandten Chemie nach Tübingen und 1872 als Professor der physiologischen Chemie nach Straßburg. H. hat die physiologische und pathologische Chemie mit vielen bahnbrechenden Untersuchungen bereichert, er arbeitete über die Blutfarbstoffe und die Eiweißstoffe, über die Zusammensetzung des Protoplasmas, über Gärungsvorgänge, Ozonbildung 20. Er schrieb: »Handbuch der physiologisch-und pathologisch-chemischen Analyse« (5. Aufl., Berl. 1883); »Medizinisch-chemische Untersuchungen« (das. 1866-70, 4 Hefte); »Physiologische Chemie« (das. 1877-81,4Tle.); auch gibterdie »Zeitschrift für physiologische Chemie« (Straßb., seit 1877) heraus.
Horde, Stadt im Regierungsbezirk Arnsberg, gehört seit 1887 zum Kreis Horde.
^ßormuth-Kallmorgen, Margarete, Malerin,
geb. 22. Aug. 1858 zu Heidelberg, bildete sich bei Professor F. Keller in Karlsruhe und widmete sich vorzugsweise dem Stillleben und der Blumenmalerei. Äußer selbständigen Gemälden, welche sich durch glühende, aber stets fein gestimmte Färbung und liebevolle Detailausführung auszeichnen, hat sie auch Dekorationen für Wand- und Ofenschirme u. dgl. ausgeführt.
1882 verheiratete sie sich mit dem Maler F. Kallmorgen (s. d., Bd. 17) in Karlsruhe.
^ßorn, 9) Heinrich Wilhelm von, preuß. General, geb. 31. Okt. 1762 zu Warmbrunn, trat 1778 aus dem Kadettenkorps in ein Infanterieregiment, machte den bayrischen Erbfolgekrieg und als Adjutant des Generals v. Grawert den Feldzug am Rhein 17V mit, zeichnete sich bei der Belagerung von Danzig durch die Verteidigung des Hagelsbergs aus, wofür er zum Major befördert wurde, erhielt 1808 das Kommando des Leibregiments, führte 1812 im russischen Krieg eine Brigade und befehligte im Befreiungskrieg 1813 eine Brigade des Dorkschen Korps, an deren Spitze er an allen Schlachten und Gefechten hervorragenden Anteil nahm. Er war einer der vorzüglichsten Truppenführer im Befreiungskrieg, der wec-^n feiner eisernen Energie, seiner volkstümlichen Derbheit, seiner Herzensgüte und edlen Gesinnung als »der alte Herr« im Volk wie im Heer geliebt'und verehrt war. Seine glänzendste That war die Erstürmung von Wartenburg (3. Okt. 1813), für welche er von Jork besonders geehrt wurde. 1815 befehligte H. eine Brigade des 6. Armeekorps, das nicht vor den Feind kam. 1817 wurde er Generalleutnant und Kommandant von Magdeburg, 1820 kommandierender General des 7. Armeekorps und starb 31. Okt. 1829. Im 1.1888 ward nach ihm das 29. Infanterieregiment benannt.
Hornbofiel, Theodor Friedrich von, österreich.
Industrieller, starb 2. Juni 1888 in Wien.
"Hörnle, August Friedrich Rudolf, Orientalist, geb. 19. Okt. 1841 zu Secandra bei Agra in Ostindien als Sohn eines Geistlichen in englischem Dienst, wurde in Württemberg erzogen, studierte in Basel und London Philosophie und Sanskrit, ging dann nach Indien und ist jetzt Direktor der mohammedanischen Universität (Government Madrasah) in Kalkutta sowie Ehrensekretär der Asiatischen Gesellschaft, Examinator für Hindi und Fellow der englischen Universität daselbst. Er schrieb: »H. comparative Arainniar ot tli6 (Fauäiaii 1anAuaF68« (Lond. 1880), »^. comparative I^iliari äietionaiv« (Kalk. 1885, mit Grierson, unvollendet) und gab in der »Libliotkße». inäica« in Kalkutta das mittelalterliche, inder Hindisprache abgefaßte Epos »k'ritliii H Nas^u« von Chand und die beiden Präkritwerke: »Uvli8Ä^aäa8H0« und »krkwita I^kklian^m« heraus und veröffentlichte verschiedene kleinere Arbeiten über indische Münzen, Inschriften, Handschriften lc. in dem »Journal 0t tko ^.8iati« 8ooi6tv of Lk NFai«, dem »tullian ^.ntiyua^« und andern Zeitschriften. Von H. rührt auch der wertvolle, auf indische Altertumskunde bezügliche Teil des Werkes »^sutkiiarv redien ot tk6 ^ßiatitt 8ooi6tv 0t L6NAa1<' her, das zu dem 100jährigen Jubiläum der Asiatischen Gesellschaft 1884 in Kalkutta herausgegeben wurde. H. ist der bedeutendste deutsche Forscher auf dem Gebiet der lebenden sanskritischen Sprachen Ostindiens.
Hornstoff, s. v. w. Keratin (s. d., Vd. 17).
*Hornu (, pr. .nüh), Gemeinde in der belg. Provinz Hennegau, Arrondissement Mons, in der Landschaft Borinage, an der Haine und der Staatsbahnlinie