Schnellsuche:
Info: Zur Zeit wird der Volltextindex aktualisiert. Sie erhalten daher bei Suchen nicht die volle Anzahl an Treffern. Die Aktualisierung dauert typischerweise wenige Minuten.

Meyers Konversationslexikon

Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892

Diese Seite ist noch nicht korrigiert worden und enthält Fehler.

709
Röhrenpresse - Rosing
diesen Stellell eilte Dehnung der Staboberflächeinder Richtung der Schranbenbewegung ein, die zur Folge bat, daß sich die Oberfläche des Arbeitsstücks bis zu einer gewissen Tiefe abschält und somit ein Ausziehen zu einem Rohr hervorruft. Zur Durchführung dieses Prozesses dient ein Walzwerk, welches, wie die Figur zeigt, aus zwei (auch drei) konoidischen Walzen n. und I) besteht, deren Achsen sich kreuzen. Das an dem Ende der kleinen (Grundflächen eingeführte Arbeitsstücks
Rohrwalzen.
wird in der Richtung des Pfeils durchgeschoben und dadurch abgeschält. "Je weiter dieser von: Arbeitsstück abgeschälte Hohlkegel vorschreitet, desto größer wird der Unterschied der Umfangsgeschwindigkeit zwischen den vordern und hintern Teilen; die Wandstärke des abgeschälten Stückes wird demnach immer dünner, bis schließlich aus dem Block ^.^. ein Rohr L mit glatter Oberfläche und ranher Innenfläche entstanden ist. Durch Anwendung eines kurzen Dorns, über den das Rohr hinwcggeschoben wird, erhält auch die innere Wandung eine Glätte.
Da dieses Schrägwalzwerk alle dehnbaren Metalle < Stahl, Schmiedeeisen, Kupfer 2c.) verarbeiten kann und somit das einfachste Mittel zur Metallröhrenfabrikation darbietet, so kommt demselben eine um so höhere Bedeutung zu, als es auch gestattet, den Durchmesser des Rohrs größer zu machen als den des Rohblocks, wenn letzterer umgekehrt eingeführt und auf einen konischen Dorn geschoben wird.
Möhrenpresse, s. Presse (Bd. 17). Ii0i»8o1eil (franz., spr. ruä-ssolaj, »König-Sonne«), Beiname Ludwigs Xl V. von Frankreich, der ihm von schmeichlerischen'Höflingen beigelegt wurde.
Rolandssäulen. Vaü Beringuier, Die Rolande Deutschlands (Verl. 1890).
Rolle, U588) 1855 Einw.
Romanshorn, mm 3890 Einw.
Romont, (1888) 1885 Einw.
Ronay, Hyacinth, ungar. Schriftsteller, starb 17. April 1889 in Preßburg.
Roon, Albrecht Theodor Emil, Graf von, preuß. Feldmarschall und Kriegsminister. Ihm zn Ehren erhielt 1889 das ostpreußische Füsilierregiment Nr. 33, dessen Kommandeur er 1850-56 gewesen, den Namen Füsilierregiment Graf N.
Rorschach, (1333) 5867 Einw.
Rosen, 3) Julius, Lustspieldichter, wurde 1889 Oberregiffeur am Thaliatheater zu Hamburg.
"6) Georg, Graf von, schwed. Maler/geb. 13. Febr. 1843 zu Paris, kam schon als Kind nach Schweden und begann hier 1855 seine künstlerischen Studien auf der Kunstakademie zn Stockholm. 1861 setzte er sie auf der Kunstschule in Weimar fort, und 1862 ging er nach London, wo einige Bilder von Leys solchen Eindruck auf ihn machten, daß er sich 1863 zu Leys nach Antwerpen begab und in dessen Atelier arbeitete. Nachdem er 1864 für das Bild: Sten Stnres Einzug in Stockholm nach seinem Sieg am Vrunkenberg 1471 den großen Staatspreis der Stockholmer Akademie erhalten, machte er von 1865 bis 1872 große Reisen durch Italien, Griechenland, den Orient, Deutschland, Frankreich und Belgien und nahm dann seinen Wohnsitz in Stoäholm, wo er 1882 Direktor der Kunstakademie w^rde. H'olt seinen sich an die
! strenge, altertümelnde Art von Leys anschließenden Geschichtsbildern sind noch hervorzuheben: die Ab' dankung des wahnsinnigen Königs Erich XIV. (im Nationalmuseum zu Stockholm) und Luthers Studierzimmer auf der Wartburg. Er hat auch zahlreiche Bildnisse, unter andern diejenigen König Karls XV.
' und Nordenskjölds, gemalt.
Rosenkildc, Adolf Marius, dän. .Humorist,^ geb. 16. Febr. 1816 zu Kopenhagen als Sohn desj Schauspielers Christen R., trat frühzeitig m ön^! Musikkonservatorium, wo sich große Lust für den Beruf des Vaters entwickelte, und trat, nachdem er eine Zeitlang die Universität besucht hatte, 1837^ selbst auf dem königlichen Theater seiner Vaterstadtz auf, fand dann in Christiania Anstellung, kehrte aber! 1856 an das königliche Theater zu Kopenhagen zurück, den: er bis zu feinem Tod (14. Okt. 1882)^als komischer Charakterdarsteller, seit 1874 anch als Eleven! instrukteur angehörte. In der Litteratur hat sich R. eine Stellung zu erwerben gewußt durch das Vaudeville »Nn.7öti6 i Nauälü« (1849), noch mehr in seinen novellistischen Skizzen und Erzählungen, von denen »^u6ei'8 ^i Höv«, Reiseerinnerungen eines jütischen Küsters (II. Aufl. 1885), »cw'8t6nn 8ki'ift6MHaI (»Carstens Bekenntnisse«, 1863), Episoden aus seiner Jugendzeit, und die »I^ai'8 0^ NßNk«, Erzählung in Versen(3. Aufl. 1884), zu erwähnen sind. Gesammelt
8lU80ii6i'i^ (»Zwischen den Saisons«, 1872).
Rosenthal-Bonin, Hugo von, Romanschrift^ steller, geb. 14. Okt. 1840 zu Berlin, studierte m Berlin Naturwissenschaften und Philosophie, machte darauf als Kaufmann große Reisen, die ihn nach Spanien, Italien, Griechenland, der Türkei, Kalifornien und Japan führten, widmete sich aber dann der Schriftstellers, trat 1872 in die Redaktion von »Über Land und Meer« in Stuttgart und wurdo 1889 Redakteur der Zeitschrift »Vom Fels zum Meer«. Er veröffentlichte in der erstgenannten Zeitschrift eine Reihe von Novellen, die unter den Titeln: »Der Heiratsdamm :c.« (2. Aufl., Stuttg.
1879), Unterirdisch Feuer« (Leipz. 1878) gesammelt erschienen. Ihnen schlössen sich an die Romane: -Der Bernsteinsucher« (Leipz. 1880, 2 Bde.); »Der Diamantschleifer« (Stuttg. 1881); »Das Gold des Orion (das. 1882); »Die Tierbändigerin« (das. 1884); »Schwarze Schatten« (das. 1884); »Das Haus mit den zwei Eingängen« (das. 1886); »Die Tochter des Kapitäns« (das. 1888). Neuere Novellen erschienen unter den Titeln: »Stromschnellen« (Leipz. 1886) und »Die Schlange im Paradiese« (Stuttg. 1888).
Rosing, Michael, dän. Dichter, 'geb. 20. Nov.
1830 zu Kopenhagen, studierte Philologie und wurde 1859 Adjunkt an der Gelehrtenschule in 5>erlnft>-Holm, 1863 an der Akademie von Sorö. R. trat znersi anonym auf uud zwar mit zwei.Gedichtfammlungen, dann mit einer metrischen Übersetzung Pindars (1862). Seine erste größere Dichtung war: »I>6l5t (»Erlöst«, 1872), der eine Reihe von erzählenden Gedichten folgte, in denen feine Stärke beruht, während auch das Stimmungsbild aus Natur und Leben in ihm dann und wann einen glücklichen Maler gefunden. Davon zeugen nach der einen und andern Seite: »^.nn'Nüi'ik« (1873); >8inH«.vi^te 0^8^11 ^6 (1874); »N^0i'^i'8-Vi1i6ä6« (»Ein Frühjahrsbild , 1875); »^ire Oi^ts« (1877); »Noä 8trömm6u (1881); »Nr<)ll6i' Nenxt« (1882). Als Erzähler erwarb er sich Anerkennung mit »I^ovtald o^ 1^v8vriuF<.
(»Laubfallen und Laubsprossen«, 1877); »1c> ^orlkiim Tki'« (»Zwei Erzählungen«, 1878); »Ln iio-