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Meyers Konversationslexikon

Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892

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Saint-Maurice - Salmon
ulld machte sich zuerst im Salon von 1868 durch eine Marmorarbeit: die Jugend Dantes, bekannt, welche für das Luxembourgmuseum angekauft wurde. 1872 erhielt seine durch öffentliche Subskription bezahlte Bronzestatue des zu Reims während des Waffenstillstandes von den Preußen erschossenen Abbe Miroy eine Medaille zweiter Klasse: sie wurde auf dem Grab des Abbes auf dem Friedhof zu Reims aufgestel/t. ^l879 war seine durch die Kühnheit der Haltung und die Energie der Bewegung an Michelangelos Kompositionen erinnernde nackte Gestalt: Genius, das Geheimnis des Grabes bewahrend, die hervorragendste plastische Schöpfung des Salons, welche mit der Ehrenmedaille ausgezeichnet und ebenfalls sür den Luxembourg angekauft wurde. 1880 folgte die Figur eines Harlekins, eine humorvolle Studie nach dem Leben, welche sich durch höchste Naturwahrheit und durch eine meisterhafte realistische Technik auszeichnete. Von seinen übrigen Arbeiten sind zu nennen: eine Bronzebüste Meissoniers, eine arabische Tänzerin und die Marmorstatue des Präsidenten Baillu im Vallspielsaal zu Versailles. Er ist seit 1880 Ritter der Ehrenlegion.
Saint-Mailrice, Kanton Wallis, (1888) 1666 Einw.
^Saint-Nicolas, 3) Gemeinde in der belg. Provinz und Arrondissement Lüttich, mit Kohlengruben und (is88) 5721 Einw.
Sajende Nud, Fluß im südlichen Teil der pers.
Provinz Irak Adschmi, entspringt auf dem Nordostabhang des Irak Adschmi und Chusistan trennenden Kuhi Rang, fließt bei Nedscherabad und Ispahan, dessen Gärten er bewässert, vorüber und verliert sich nach 350 km langem Lauf in der Ebene südlich vom Guetsch Kuh.
^Satai, Hauptstadt der japan. Provinz Idzumi, an der Südwestküste der Insel Nippon und durch Eisenbahn mit dem nahen Osaka verbunden, mit d«67) 44,015 Einw., war, ehe ihm Osaka den Rang ablief, die erste Handelsstadt Japans, gehörte gleich andern bedeutenden Städten des Reichs zur Domäne der Tokugawa und stand unter einem Gouverneur. Die Stadt spielte in der frühern Geschichte Japans eine bedeutsame Rolle, sie wurde zuerst in Europa in weitern Kreisen bekannt durch die Ermordung von einem Offizier und 10 Matrosen eines französischen Kriegsschiffs 1868.
^Satataly, russ. Festung uud Bezirksstadt in dem gleichnamigen Bezirk (4168 qkm mit75,000 Einw.), am Südabhang des Kaukasus, am Iachacha, mit (1882) 1079 Einw.
'Saksaul (Salzsirauch), s. I^iox.yimi (Bd. 17).
^SalangalI unt Ceylon), Hauptinsel des am Knie der .Halbinsel Malakka gelegenen, zum Reich Siam gehörigen kleinen, gleichnamigen Archipels, mit 42,500 Einw., wovon 40,500 Chinesen, die durch Zuwanderung fortwährend an Zahl zunehmen, 1500 eingeborne Siamesen und 500 Malaien, mit außerordentlich reichen Zinngruben in ihrem südlichen Teil.
Das gewonnene Zinn wird nach Pinang gebracht, wo der Gouverneur der Inselgruppe wohnt, während ein Deutscher mit der Verwaltung betraut ist.
-Salem (Schelam), Distrikt der britisch-ind. Präsidentschaft Madras, 19,820 lsiim (360 QM.) groß mit (1881) 1,599,595 Einw. (95,7? Proz. Hindu, 3,19 Proz. Mohammedaner, 1,04 Proz. Christen). Die christliche, meist katholische, Bevölkerung ist in schneller Zunahme. Nur der südliche Teil des Distrikts ist eben, im übrigen erfüllen zahlreiche Bergzüge das Land, unter denendie Siwaroibergediebedeutendsten sind; die ansehnlichsten Flüsse find Kaweri, Palar,
Penner u. a., welche der Bewässerung des Landes die.-neu; der Waldbestand ist ansehnlich, auch die Dschangelprodukte sind von Bedeutung. Die Eisenerzlager sind von mächtiger Ausdehnung, werden aber aus Mangel an Kohle wenig ausgebeutet. Hauptprodukte sind Reis und Hirse, außerdem baut man Ölsaaten, Tabak, Zucker, ..Indigo. Der Distrikt ist wiederholt durch Cyklone, Überschwemmungen, Heuschrecken und Hungersnot schwer heimgesucht worden. Von Bedeutung ist die Weberei, auch die Messerschmiede waren genießen eines hohen Rufs.
"Salias, Jewgenij, Graf von Turnemir, russ. Schriftsteller, verfaßte mehrere historische Romane, vondenen »DieGenossenPugatschews«(Most.
1874, 4 Bde.), »Eine Million«, Roman aus der Zeit Potemkins (deutsch, Verl. 1887), den meisten Beifall fanden, und romantische Erzählungen: »Madonna«, »1.08 ^l)vi08« u. a. - Eine Gräfin S. trat unter dem Namen Eugenie Tur ebenfalls als Romanschriftstellerin auf.
'Salinaphthöl (Naphthalol, Naphthosalol, Betol) (^Hi^, eine dem Salol nahestehende Substanz, besteht aus Salicylsäure^-naphthyläther und wird durch Einwirkung von Phosphoroxychlorid auf eine Mischung von salicylsaurem Natron und /?-Naphtholnatrium erhalten. Es bildetsarb-,geruch- und geschmacklose Kristalle, löst sich in Alkohol und Äther, kaum in Wasser, schmilzt bei 95", widersteht in der Kälte Alkalien und Säuren mittlerer Konzentration, wird aber beim Erhitzen in Salicylsäure und/3-Naphtholgespalten. Dieselbe Zersetzung erfährt es durch den Pankreassaft und die Fermente der Darmschleimhaut, und hierauf gründet sich seine Anwendung bei Blasenkatarrh, Gelenkrheumatismus und bei den verschiedensten Zuständen von Fäulnis im Darm. Es ruft keine störenden Nebenwirkungen
hervor.
Salis, Johann Gaudenz, Freiherr von S.-Seewis, Dichter. Seine Biographie schrieb A. Frey (Frauenf. 1889).
^Sallwürk, Ernst von, Schulmann, geb. 7. Mai 1839 zu Sigmaringen als Sohn des nachmaligen Regierungspräsidenten, studierte in Berlin und Tübingen Philologie, wandte sich später vorzugsweise den neuern Sprachen zu, wurde 1868 Rektor der höhern Bürgerschule in Hechingen, 1873 Professor ani Gymnasium in Baden-Baden, 1874 Rektor des Pädagogiums zu Pforzheim und 1877 Oberschulrat und Mitglied der Oberschulbehörde in Karlsruhe. Sein Interesse ist vorwiegend einerseits den philosophischen Grundlagen der Pädagogik, anderseits der besondern Methodik des neusprachlichen Unterrichts zugewandt, dessen Leitung an den höhern Schulen Badens ihm übertragen wurde. Er veröffentlichte: ^Ferientage: pädagogische Erwägungen« (Langens. 1876); Herbart und seine Jünger« (anonym, das. 1880); »Handel und Wandel der pädagogischen Schule Herbarts- (2. Aufl., das. 1886); »Fenelon und die Litteratur der weiblichen Bildung- (das. 1886); Gesinnungsunterricht und Kulturgeschichte« (das. 1887); außerdem: Rousseaus Emil,' übersetzt und erklärt« (2. Aufl., das. 188^! bis 1883,2 Bde.); >> Lockes Gedanken über Erziehung« (ebenso, das. 1883) und eine Textausgabe ausgewählter Werke von Voltaire (Berl^ 1878 - 84, 6 Bde.).
"Salmon, George, Mathematiker, geb. 25. Sept.
1819 zu Dublin, studierte im Trinity College daselbst Mathematik und Theologie, wurde 1839 Zum Fellow erwählt, nahm eine Pfarrstelle an und wurde 1866 Professor der Theologie in Dublin. Er schrieb außer zahlreichen theologischen Schriften (>3tnc^ ot' tl>6