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Meyers Konversationslexikon

Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892

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Saadani - Saint-Marceaux
S.
Taa Vani, Rasenplatz an der ostafrikan. Küste, in dem vom Sultan von Sansibar der Deutsch-Ostafrikanischen Gesellschaft überlassenen Küstenstrich zwischen Pangani und Bagamoyo, an einer ins Innere führenden Karawanenstraße. .Hier wurde Anfang 1889 der englische Missionär Brookes durch die aufständischen Araber ermordet und dafür 8. Juni d. I. der durch mehrfache Palissadenreihen, Schanzen und Gräben befestigte Ort von Wißmann mit Unterstützung seitens der Kreuzer Möwe und Schwalbe, c>es Avisos Pfeil und der Kreuzerfregatte Leipzig erstürmt und völlig zerstört.
Taarn, Torf im Regierungsbezirk Düsseldorf, gehört seit 188? zum Kreis Ruhrort.
Saati, ein in Abessinien westlich von Massaua gelegener.Mienzug, aus dem am 26. Jan. 1887 bei Dogali eine 550 Mann starke Abteilung italienischer Truppen von den Abessiniern unter Ras Alula überfallen und mit Ausnahme von einem Offizieruud l30 Mann, welche verwundet entkamen, niedergemetzelt wurde.
Tabatier < spr. lich», L o il i s A u g u ste, Protestant.
Theolog, geb. 22. Okt. 1839 zu Vallon (Ardeche), studierte an der theologischen Fakultät zu Montauban und auf deutschen Universitäten, wurde 1868 Professor der französischen Litteratur am Gymnasium ^u Straßburg, wo er gleichzeitig Vorlesungen an der protestantisch-theologischen Fakultät hielt, und ging 1873 als Professor au die neuerrichtete protestantisch-Ideologische Fakultät zu Paris. Er schrieb: I^e s ('liwi Fnn Ae l1e.1^5M5-l'ln'i«t,^N' 8ll^6r80Mi8 (1863); ^88tn 8nr Iß« 8MU'< 88 lle 1:5 visi llk .1^8U8« (1866);
.Isi8N8 äs ^N, XNretlt, 1o (Il'^me <1ft 8cT vi^. 1a ^I'ÄII «l^nr <16 83. per80NNL' (1867); ''I/kp5ri'ft ?ku1, e^<1N18^6 ä'nue Iliftwii'6 (16 8l^ ^8N8<^6'< (1870, 2. Aufl, 1882); »slmliauine w ^eiw,'U6« (1872); »vs 1'injlukuoo 6ft8 t>nun68 8U1' 111. litt^i'llturL t'raulMsL <1873); »Lg, notion ti6dr<<iMft äß I'e^iit« (1879); O^ I'ori^iusi du ^c-!i5 älrn8 latii^olo Zie äs l a^xitre l'anl« (1887); »1^68 0ii«iu68 1itt«r2ii68 6t I^s^iu^.o^ition lie 1'^0<?Ni.vi)86 lie 8aint .le^n. (1888).
Sachs, 1)Hans, Dichter. Zur Litteratur: Kaw er au, Hans S. und die Reformation (Halle 1889); Stein (Nietschmann), Hans S., ein Lebensbild ldas. 1889); Schweitzer, IIn i^t,6 ilii LMiinci l^u XII.8iöcIt'. Ütucl^ 8M' In, vik kt 1^8 <^nvr68 sik Hans !>. (Nancy 1889).
^Saenredamlspr. sahn-), Jan, Holland. Kupferstecher, geb. 1565 zu Zaandam, war Schüler von (^oltzius in .haarlem und Jakob de Gheyn und stach in deren Manier 154 Blätter nach Corneliszen von »aarlem, Goltzius, Bloemart, Spranger u. a. Er starb 1607 zu Ässendelft.
'Saffig, Dorf im preuß.Regierungsbezirk Xoblenz, Kreis Atayen, hat eine kath. Kirche, eine Privatirrenanstalt und (1885) 945 Einw.
^Saga, Stadt in der japan. Provinz öizen, im nördlichen Teil der Insel Kiusiu, in einer fruchtbaren v'bene, hat (1884) 25,022 Einw., war aber früher als Residenz des Fürsten von Hizen von viel größerer
Bedeutung.
"Sagaier, türk.Volksstamm im südlichenSibirien, 7velcher, 2160 Köpfe stark, vom Askysfluß bis zu den Quellen des Abakan nomadisierend umherzieht.
"Sahwi (Seswhi), Landschaft im Hinterland der englischen Besitzu^en <?n der Goldküste, wird uom
Tona durchflossen, an dessen linkem Ufer der große Ort Wiawoso liegt, und im W. vom Via, im O. vom Ankol) begrenzt.' Die Landschaft wurde 1887 unter englischen Schutz gestellt und damit ein Keil zwischen das französische Protektorat von Assini und Aschanti
getrieben.
^Saigö Kichinosuke Takamori, japan. Staats mann, geb. 1826 zu Kagoshima als Sohn eines Samurai, war schon früh von Haft gegen den Shögun von Jedo und die Fremden erfüllt, dagegen ein eifriger Anhänger des Mikado. Nachdem "er mit Mühe den Nachstellungen des Shögun entgangen war, stellte ihn Shimadzu Eaburö an die Spitze der Verwaltung von Satsuma. Bei dem Kampf gegen den Shögun befehligte er die Krieger von Satsuma im Gefecht bei Fushimi l^8. Jan. 1868) und war Beirat des Oberbefehlshabers bei der Einnahme von Jedo; er hieß das Herz und Schwert der Mikadosache. Doch war er mit den Negierungsgrundsätzen des neuen.Herrschers nicht einverstanden, obwohl er Mitglied des Staatsrats wurde. Als Höchstkommandierender der Armee betrieb er eifrigst den Krieg gegen Korea und trat, als dieser 1873 vereitelt wurde, von seinen Ämtern zurück. Er zog sich nun nach Satsuma zurück und betrieb hier mit großem Eifer die kriegerische Ausbildung der Samurai, um sie sür die große Empörung gegen die Neuerungen und Reformen der Regierung vorzubereiten. Diese brach Anfang 1877 aus, und S. stellte sich an ihre Spitze. Doch blieb die kaiserliche Armee treu, die Samurai der übrigen Landschaften schlössen sich nicht an. S. wurde 20. März 1877 geschlagen und zog sich nach Kiusiu zurück, wo er sich nach Vernichtung seiner letzten Truppen im September von einem Freunde den Kopf abhauen ließ.
"Saint-GilleS (spr. ssän« sä M), Vorstadt im S. voll Brüssel, an der Staatsbahnlinie Brüssel-Herbesthal (Aachen), mit der Kirche St.-Gilles, der Münze, dem Zellengefängnis und si889) 41,198 Einw.
^Saintin «svr. ssänntana), Jules Emile, franz. Maler, geb. 14. Aug. 1832 zu Leme im Aisnedepartement, wurde Schüler von Drolling, Picot und Leboucher in Paris und debütierte 1850 im Salon mit drei Porträten und Zeichnungen. Alsdann trat er eine Studienreise nach den Vereinigten Staaten von Nordamerika, an, blieb dort zehn Jahre und sandte von dorther Ölgemälde und Zeichnungen zu den Pa riser Ausstellungen. Seitdem nahm er an allen Salons teil, anfänglich mit Genrebildern, in letzter Zeit auch mit Bildnissen und Einzelfiguren in landschaft. licher Umgebung. Zu seinen bedeutendsten Arbeiten seit 1862 gehören: Kolonistenfrau von Rothäuten entführt, der Kriegspfad, Indianerszene, Martha, Karmella, Michellina, Vittoria, Unentschiedenheit, Enttäuschung, der 2. November 1871, die beiden Augurn, Blumen von Nizza, die Roussotte (Frau Judic in dieser Rolle), Träumerei (1885), die Hau^ frau, das letzte Gebet (1887) und in der Oper (188^). Seit 1877 ist er Ritter der Ehrenlegion.
'^Saint-Iossc ien Noode (spr. ssäng-schos, täng nohd'), Vorstadt im O. von Brüssel, an der Staatsbahnlinie Brüssel-Herbesthal (Aachen), mit großem, 1568 ge stiftetem Findelhaus und si889» 30,101 Einw.
'"Saint-Marceauz' sspr. ssäng-marssoh), Rene de, franz. Bildhauer, geb. 1845 zu Reims, war 186^.l Schüler der 1^'ii^äes ^Kg.ux-iU'l,8 und Ioussroyv