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Brockhaus Konversationslexikon

Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896

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Chiclana de la Frontera - Chiesa libera in libero stato
regelt. Wortverzeichnisse ihrerSpracheenthältAdairs
"Iiiztor^ ol t1i6 ^Nkricau luäian^" (Lond. 1775).
Ehicläna de la Frontera (spr. tschik), Be-
zirksstadt in der span. Provinz Cadiz (Sevilla),
^2 km im SSO. von (5adiz, am Lirio, unweit
der Küste, hat (1887) 12348 E., einen berühmten
Stierkampfplatz, kalte Schwefelbäder und Weinbau.
In der Nähe bei der Anhöhe Barosa schlug Graham
1811 die Franzosen.
Ghiclayo (spr. tschik-), Stadt im peruan. Depar-
tamento Lambayeque, nahe der Küste, an der Bahn
Pimentel-Ferrenafe gelegen, hatte (1876) 11325 (5.
Ehicopee (fpr. tschickopih), Stadt im County
Hampden des nordamerik. Staates Massachusetts,
od^^d SMngfield, an der Mündung des Flusses
C. in den Connecticut, hat (1890) 14050 E. In der
Nähe Chicopee - Falls. In beiden Orten befinden
sich Baumwoll-, Waffen-, Bronze- und Werkzeug-
fabriken, in Chicopee-Falls namentlich folche von
Ackerbaugeräten. Die Dwight Manufacturing Com-
pany beschäftigt allein 130000 Spindeln.
Chicot (spr. schikoh), s. (^vmnociaäu^.
Ehiddekel (Hiddetel), nach 1 Mos. 2,14 einer
der Hauptströme des Paradieses, gemeint ist wobl
der Tigris.
Ehidhr (türk.Ausfprache: Cbiser), al-, sageii-
hafte Gestalt der Mohammedaner, wird bald mit
dem biblischen Propheten Elias identifiziert, bald
als Zeitgenosse Abrabams dargestellt. Als folcher
war er nicht Prophet, sondern ein heiliger Manu
und Wesir des Welteroberers Dfu'l Karnein, einer
gleichfalls sagenhaften Perfon, deren Name auch
auf Alexander d. Gr. übertragen wurde. Auch den
Mofe begleitet dieser C. nach der mohammed. <^age
auf feinen Wanderungen dreißig Jahre lang. Dem
C., der im Reich der Finsternis im füdwestl. Teile
der Erde bis zur "Lebensquelle" vordrang und aus
dieser trank, wird ein unsterbliches, dem Ältern nicht
unterworfenes Leben zugeschrieben; daher sein Name
"der Grüne", d. h. Immerfrische. Er ist immer auf
der Wanderung begriffen; der Schutz der Seefahrer
ist der besondere, ihm von Gott zugeteilte Wirkungs-
kreis. Auch in andern Bedrängnissen des Lcdens
wird er angerufen; heilige Menschen begegnen ibm
häufig, und er verkehrt, für andere unsichtbar, mit
ihnen, errettet sie aus Bedrängnissen oder unter-
weist sie in den mystischen Kenntnissen. In dieser
Eigenschaft nimmt er eine der höchsten Rangstufen
im System der Sufis ein. Die an C. geknüpften
Sagen sind überaus häufig mit den Zügen der
christl. Sankt Georgs-Legenden ausgestattet. -
Nückerts Gedicht "Chidher" beruht auf der Sage.
Chidyr-Sünda, Berg, f. Befch-Barmak.
vkiet (engl., spr. tfchihf), soviel wie Chef (s. d.);
I.m-äd .Iii8tic6(spr. dschöftiß), Vorsitzender des ober-
sten Gerichtshofs in England, der Lord Oberrichtcr.
(3kibt (lioro (engl., fpr. tschihf-), f. 0i6rc.
Ehiemsee (Bayrisches Meer), der größte
See Bayerns, auf der oberbayr. Kochstäche zwischen
Inn und Salzach, in 519 in Höhe, hat in feiner un-
regelmäßigen Gestalt eine westö'stl. größte Breite
von 14 iiin, eine Südnord-Länge von 10,? km und
einen Flächenraum von 85,0" hlvin. Die im N. viel-
fach sumpfige Umgebung deutet auf einen ehemals
bedeutenden: Umfang hin. Durch die fast in einer
Linie gelegenen 3 Inseln, die Herren-, Frauen-
und Krautinsel, wird er in 2 ungleiche Teile, den
westl. kleinern "Inseljee" und den öftl. größern
"Weitsee" geschieden. Letzterer hat in seiner Mitte
auch die bedeutendste Tiefe von 73,6 in. Die wich-
tigsten Zuflüsse des Sees sind die Tiroler oder Kitz-
büheler Achen und die Prien; sein Abfluß ist die
Alz (s. d.). Das Südufer des Sees ist flach, moosig,
ziemlich reizlos und vielfach verheerenden Über-
schwemmungen der Achen ausgesetzt; doch soll durch
die in Aussicht genommene Tieferlegung des See-
spiegels den Überschwemmungen ein Ziel gesetzt wer-
den. Die wellige Hügellandschaft der übrigen Ufer da-
gegen gewährt einen entzückenden Blick auf die füdl.
nahe Gebirgskette. Das Wasser ist hellgrün, zeigt sich
oft sehr stürmisch und birgt eine Fülle von Forellen,
Lachfen, Hechten und Karpfen, deren Fang königl.
Gerechtsame ist. Der See wird von Dampfern
befahren. Die Bahnlinie Rosenheim-Salzburg um-
zieht ihn im S. Von den 3 Infeln hat Herren-
wörth oder Herren ch iemsee 11 Km Umfang und
enthält im S. einen schönen Hochwald, eine ehemalige
Mönchsabtei (jetzt Schloß) mit Brauerei und hüb-
schen Anlagen und vor allem das neue Schloß, das,
von Dollmann im Versailler Stil für Ludwig II.
erbaut, mit seiner märchenhaften Pracht feit 1887
einen Hauptanziehungspunkt für Fremde bildet.
Auf Fraueuwörth steht ein wiederhergestelltes
Nonnenkloster und ein Fifcherdorf mit Gasthaus;
die kleine Krautinsel, früher der Gemüsegarten
der beiden Klöster, ist jetzt unbewohnt. Beide Klöster
sind Stiftungen Herzog Tasstlos (766 und 776).
Herrenchicmsee, eine Abtei der Benediktiner, war
von 1215 bis 1805 zugleich ein anfangs reichsfreies,
später unter dem Erzstift Salzburg stehendes Bis-
tum. - Vgl. Bayberger, Der C. Topographische,
Tiefen- und Zu- und Abftußverhältnisse des Sees
("Mitteilungen" des Vereins für Erdkunde, Lpz.
1888); derf., Physik, und geolog. Verhältnisse des
C. (ebd. 1890).
Chienti (spr. kiönti), Fluß in der Provinz Mace-
rata Mittelitaliens, entspringt am Monte-Femma
(1573 m), flieht nach O. über Tolentino und mündet
bei Porto Civitanova, etwa 40 kin im SSO. von
Ancona, nach einem Laufe von 75 Km ms Adria-
tifche Meer.
Ehieri (fpr. ki-), Stadt in der ital. Provinz und
im Kreis Turin, in fruchtbarer hügeliger Gegend, an
der Linie (Turin-)Trofarello-C. (9 km) des Mittel-
meernetzes, wird vom Tepice in zwei Teile geteilt, hat
(1881) 9494, als Gemeinde 12888 E., eine schöne got.
Kirche Sta. Maria della Scala, mehrere Klöster und
Vildungsanstalten, ein Theater sowie Leinwebereien,
meiden- und Baumwollfpinnereien. - C., das röm.
(^ai'H, stand im 9. und 10. Jahrh, unter den Bischöfen
von Turin, wurde im 11. Jahrh, eine unabhängige
Republik, die Friedricb Barbarossa 1155 wieder auf-
hob, weckselte dann öfters den Besitzer, wurde 1551
von den Franz ofen verwüstet und von Emanuel Phili-
bert dauernd an Savoyen gebracht. Victor Emanuel
erhob co zum Fürstentum. - Vgl. Cibrario, 1>eU6
swrio (1i ('. (2 Bde., Tur. 1827; 3. Aufl. 1855).
Ehiers (spr. schiähr), Fluß im nordöstl. Frank-
reich, entspringt unweit Arlons in der belg. Provinz
Luremburg und wird dort, wo man deutsch spricht,
Korn genannt. Nach 20 kin südl. Laufes tritt er
in Frankreich ein, durchstießt die Depart. Meurthe
und Mosel, Maas und Ardennes und mündet
7 I<in oberhalb Sedan, nach einem Laufe von 95 kin
(darunter 10 schiffbar), in die Maas.
okissa. lidera. (ital., spr. ki-), s. Freikirche.
clkiesa lidera in lidsro sta.to (ital, spr.
ki"), f. Freie Kircbe im Freien Staate.
Artikel, die man unter C vermißt, sind unter K aufzusuchen.