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Brockhaus Konversationslexikon

Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896

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Ecgonin - Echeveria
eine große Menge linsenförmiger, schwarzer, haut- ,
räudiger Samen. Viele ihrer Aste boren auf zu
tletteru, weun sie eine gewisse Höhe erlaugt haben,
uud gereichen dann der gauzeu prächtigen Erschei-
nung noch zur besondern Zierde. Die schönrede,
eignet sich zur Bekleidung von Wänden, wenn man
sie in Küdelu hält, in einem frostsichern Raume j
überwintert und im Frühjahr mit dem Gefäß in das
Gcgonln, s. Coca'in. ^Land setzt. !
Echallens (spr. eschalläng). 1) Bezirk im,
sckweiz. Kanton Waadt, hat 127,8 ykm, (1888) '
8724 E., darunter 2386 Katholiken, in 28 Gemein-
den. Er liegt auf der nördl. Abdachung des Iorat
und hat ein ziemlich rauhes Klima, jedoch frucht-
baren Ackerboden und viele Walduugen. Viehzucht, >
Ackerbau und Holzhandel sind Haupterwerbsquellen.
- 2) E., deutsch Tscherlitz, Hauptstadt des Be-
zirks E., 14 km nördlich von Lausanue, in 621 m
Höhe, am Talent, der vom Mont-Iorat der Orbe
und mit dieser dem Neueuburgersee zustießt, an der
schmalspurigen Bahn Lausanne-E.-Bercher l24 km),
hat (1888) 1089 E., darunter 452 Katholiken, Post,
Telegraph, Fernsprecheinrichtung; je eine cvang.
und t'ath. Kirche, ein altes Schloß, einst Residenz der !
freiburg-bernischen Landvögte von Tscherlitz, jetzt !
Knabenerziehuugsanstalt; ferner bedeuteude Korn-,
Vieh- und Jahrmärkte.
^olian^o (frz., fpr. eschängsch), Tausch, Wechsel;
eck angieren, auswechseln, tauschen.
2ok2.nti11on (frz., fpr. eschangtljöng), Probe.
Nok2.zl9a.Hs (frz., fpr. eschappahd), in der Gra-
vierkunst ein durch Ausgleiten des Grabstichels!
veranlaßter Fehler; dann überhaupt Flüchtigkeits- <
fehler, Versehen; 6c1iHppHt"ii6 lspr. eschappatoahr), !
Ausflucht. ^Hemmung, s. Hemmung. !
Gchappement (frz., spr. eschapp'mang), Nhr-
Echappieren (frz., spr. eschap-), entwischen.
Lo^arpo (frz., fpr. eschärp), Schärpe, Feld-
binde; in der Fechtkunst: Querhieb; 6n kcdarpL
(spr. anneschärp) beschießen, echarpieren, eine !
Truppenstellung oder Festungsfront schräg unter
spitzem Winkel beschielen.
Gcharpieren, s. ^cli^i-iiL. !
Echauffement(frz.,fpr.eschof'mäng),Erhitzung-
echauffieren, erhitzen, in Zorn versetzen.
Nokeanov (frz., spr. escheängß), Verfallzeit eines ^
Wechsels.
Nokeo(frz.,fpr.efche'ck), Schach: 6u 6CQ6c(spr.
anneschöck) halten, den Feind so beschäftigen, daß
er verhindert wird, anderswo einzugreifen; einen
Echec erleiden, eine Niederlage erleiden.
Gchegaray (fpr. etfchegaräi), Don Jose', span.
Schriftsteller, geb. 1835 zu Madrid, ist seit 1858
Professor der Mathematik und Physik an der haupt-
städtischen Ingenieur-Fachschule und hat eine Reihe
wissenschaftlicher Arbeiten veröffentlicht, die ihm
1866 Sitz und Stimme in der i^eal ^<'aä6mig. äe
cisneikg verschafften. Als dramat. Schriftsteller
trat E. 1874 auf mit dem Schaufpiel "I^a 68po8^
änl vsnssNäoi-" (deutfch von Fastenrath: "Die Frau
des Rächers", Wien 1883), das einen durchschlagcn-
den Erfolg erzielte, dank der mächtig ergreifenden
Handlung, der kräftigen Charaktere und der edlen
lebendigen Sprache. Es folgten u. a. 1875 "1^
ultimI. I10cli6" UNd "Nn 61 MNO 66 1^ 68PHä^",
1876 "0 locui-a 0 8^iiticlaä" (dcutfch von Sallis
u. d. T. "Wahnsinnig", 3. Aufl., Verl. 1889), 1878
"Nu öl ^ilai- ^ 6u 1^ ci-u^", 1879 "I^u 61 L6Q0 äs I2.
nni6rt6" (deutsch von Fastcnrath: "Im Schooß des
Todes", Lpz. 1883) und"Nar 8in "ri11a8", 1880"I.a
INU61't6 611 I08 1udi08", 1881 "N1 ßran (^Hi60w"
(deutsch von Paul Lindau als"Galeotto", 1887) und
"IlI.i'Äiä0 ei^oiüiÄucio", 1882 "d!<)Ql1ict0 6utr8(i03
äed6l63", 1885 "Viäa aleFlk ^ nni6i't6 ti-i8t6"
(deutsch von Fastenrath u. d. T. "Lustiges Leben,
trauriger Tod", Halle 1892), 1887 "V03 l^Htiiz-
IN08", 1890 " ^laNHNtial <^U6 N0 86 HAOtg.", "1^08
I'igicl08", 1891 "8i6mpr6 6U riäiculo", "1^1 präloZo
ä6 un äramH", "ÜQ ei'itico incipi6iit6", ^892 "^1
In.jo (I6O0N <IUHU", "00IN6äi3. 81l1 ä686nlHC6", 1893
"^1 P0ä6l ä6 III iinp0t6ncill>)>. Von seinen "Odr^8
(1i'Hinä.ticH8 6800^iä^8" erschienen bisher 2 Bände
(1884-85). Gestalten und Handlung bei E. ent-
wickeln sich in schärfster psychol. Berechnung, sind
jedoch unwahr, da Natur und Leben sich nicht auf
lnathem. Gleichuugen reduzieren lassen. Die Ver-
bindung eines starken Verstandes mit außerordent-
licher Einbildungskraft machen feine Dramen zu einer
der bemerkenswertesten Erscheinuugen der neuern
Litteratur. - Vgl. Zacher, Don Jose' E. (Berl. 1892).
Nokeiis (srz., spr. eschell), Leiter, Tonleiter,
Skala; der eingeteilte, das Verhältnis zur wirk-
lichen Größe anzeigende Maßstab bei Kartenzeich-
nungen u. s. w.; in der Mehrzahl soviel wie Stapel-
plätze, Seestädte, besonders in der Levante.
Gchelles, Les (spr. läseschell), Hauptort des
Kautons E. (161,88 hkin, 11 Gemeinden, 6846 E.)
im Arrondissement Chambe'ry des franz. Depart.
Savoie, in 380 in Höhe am rechten Ufer des Rhöne-
zuflusses Guiers-vif, der sich 1 Km unterhalb E. mit
dem Guiers-mort verbindet, in einem tiefen, von
den Bergen der Grande-Chartrcuse, den südlichsten
Ausläufern der Deut-du-Chat (Mont-Grelle
1426m) und den waldigen Höhcnzügcn des Grand-
Cossert umschlossenen Thalkessel, hat (1891) 603, als
Gemeinde 748 E., Post, Telegraph, Leinenfabrika-
tion und Marmorbrüche. Herzog Karl Emanuel von
Savoyen ließ hier zur Vermeidung des alten Fels-
steiges L'Echaillon 30 m tief und in einer Länge
von 2 km eine Straße durch die Felfen anlegen, die
aber außer Gebrauch kam, feitdem die Napoleonische
Straße, 1815 von der piemont. Regierung vollen-
det, die Felsmauer nnt dem 308 m langen, 8 m
breiten und ebenso hohen Tunnel La Grotte (517 m)
durchsetzt. Die strategische Bedeutung ist seit Er-
öffnung der Mont-Cenis-Vahn vorüber.
Echelons (frz., spr. esch'löng), s. Staffeln. -
Echelon-Attacke, f. Attacke.
Hokensis, Fisch, s. Schiffshalter.
Nokbvsria. DO., Pstanzengattung aus der Fa-
milie der Crafsulaceen (s. d.). Viele ihrer größten-
teils in Meriko einheimischen Arten liefern in ibren
zierlichen, lebhaft gefärbten, traubig stehenden Blu-
men einen Beitrag zum winterlichen ^tubenflor,
wäbrcnd andere wegen der Eleganz ihrer fleischigen
Blattrosetten zur Bildung von regclnläßigenTeppich-
beeten geeignet sind. Alle aber erfordern Überwin-
terung bei einer Temperatur von -<- 5 bis 8" 15.
bei sehr mäßiger Bewässerung. ^. r6w8g. ^?',M. ist
ein schöner Wintcrblüher mit gclblichroten Blumen,
U. 86cnnäÄ H^/ce,' nebst var. Filincg., mit grau-
grüuen, eine kleine Rosette bildenden Blättern, und
^. m6tll.IIicH M<tt. mit großen breiten, braunroten
Blättern und mehrere andere Arten werden als
Teppichpflanzen verwendet und durch Abnehmen
der Seitenfprosse und Stecklinge, wozu man auch
Blätter verwenden kann, vermehrt.