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Brockhaus Konversationslexikon

Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896

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Howrah - Hoya
lyrische Dichtung: "^ne äesolation ok N731N".
1831 veröffentlichte William fein "Vook o5 tne 86g.-
80N8", das zahlreiche Auflagen erlebte. Der "ll^tor?
olprikLtci-a.i't" (Lond. 1833; 8. Aufl. 1852) folgte
u. a. "Nui-al 1ik6 in NnFianä" (2 Bde., ebd. 1838)
und "Viäitg to remai-ilkldik plac68" (2 Bde., ebd.
1840-42; neue Ausg. 1856). 1840-43 lebten beide
Gatten in Heidelberg. Hier fchrieb Mary "^Vni^n
13 ttl6 -^i86l? 0l P60pi6 adload" (Lond. 1842),
William "Ine 8wäent lile ok^ei-uikn?" (ebd. 1841),
"Ilurai anä äoui68tio 1il6 ok ^rinan^" (ebd. 1842)
und "l36ini3n 6xp6i-i6nc68" (ebd. 1844) und nach
feiner Rückkehr nach England "Hall anä nainlet,
or 806N68 anä cn^i-Hcte^ ol countr^ lils" (2 Bde.,
ebd. 1848), "lloiii68 3nä n^unt8 ol tne Lriti8n
P06t8" (2 Bde., ebd. 1847) und "In6 V63.r-I)00k ok
tü6 countr?" (1850). Sein Roman "Ä^äaine vor-
rin^ton of tn6 Vsn6" (3 Bde., Lond. 1851) giebt
ein schönes Bild von dem Leben einer engl. Edel-
dame von altem Schrot und Korn. Im Frühjahr
1852 ging William H. nach Australien, von wo er
im Dez. 1854 nach England zurückkehrte. In den
folgenden Jahren erfchienen "I^nä, ladour and
ßoiä, 01- t^0 ^69.1-8 in Victoria." (2Bde., Lond.
1855), die auftrat. Erzählung "^aiianFetta" (2 Bde.,
ebd. 1857), "^ii6 Qi8t0r^ ok äi8c0V6r^ in ^U8tr3lia,
^9.8in3nia, anä ^6^ 26a1a.uä" (1865) und der Ro-
man "Ins man 0f tno P60pi6" (3 Bde., Lond. 1860).
Spater wendete sich H. dem Spiritualismus zu,
welche Richtung in feiner "ü^tor^ ok tn6 supkr-
natui-ai in all 3^68 and N3tion8" (2 Bde., ebd. 1863)
vertreten ist. Unter feinen fpätern Erzeugnissen ist
zu nennen: "^Vooädurn <Fi-anF6. ^ 8t0r)" ol^nF-
Ii8n countr)' lils" (3 Bde., 1867), unter denen feiner
Gattin der Roman "Ine co8t of^Nei-F^n" (3 Bde.,
Lond. 1864). William H. starb 3. März 1879 in
Rom, Mary H. ebenda 30. Jan. 1888. - Vgl. Nar?
N. ^n autodioFrapn^. Nditeä d^ ner äg.uFntsi'
^lai-FHlst II. (Lond. 1889; 2. Aufl. 1891).
Howrah (fpr. haure), Stadt gegenüber Kalkutta,
Höxberg, f. Beckum. ^f- Zaura.
Höxter. 1) Kreis im preuß. Reg.-Vez. Minden,
hat 716,74 likin, (1890) 53 606 (26 373 männl.,
27 233 weibl.) E., 7 Städte, 68 Landgemeinden und
1 Gutsbezirk. - 2) Kreisstadt im Kreis H., in
90 in Höhe, in fchöner Lage am linken Ufer der
Wefer, über die eine 190 in lange Brücke füyrt, an
der Linie Soest-Holzminden der Preuß. Staats-
bahnen, Sitz des Landratsamtes, eines Amtsgerichts
(Landgericht Paderborn), Steueramtes, einer Bau-
und Kreisfchulinfpektion, hat (1890) 6645 (3563
männl., 3082 weibl.) E., darunter 2867 Katholiken
und 205 Israeliten, in Garnifon (541 Mann) das
1. Bataillon des 55. Infanterieregiments Graf
Vülow von Dennewitz, Postamt erster Klasse, Tele-
graph, romanifche evang. Kilianikirche (11. Jahrh.),
kath. Nikolaikirche (1771), Minoriten- oder Brüder-
(Direktor Petri, 15 Lehrer, 9 Klassen, 194 Schüler) mit
Alumnat, Baugewerkschule, ie eine evang. und kath.
höhere Mädchenschule, kath. Krankenhaus, Schlacht-
haus, Sparkasse, Volksbank; 2 Cementfabriken
(Aktiengefellfchaften), 1 Leinen- und 2 Papierwaren-
fabriken, Eifenwerk, Gummifädenfabrik, je 3 Loh-
gerbereien und Brauereien, 4 Mehl-, 1 Schneide-
mühle, Vieh- und Krammärkte, Handel, Schiffahrt.
2 km entfernt das Kloster Corvei (s. d.). - H. ist ein
fehr alter Ort und wird schon unter Karl d. Gr. als
königl. Meierhof (vilia i-eZia) genannt. Seit 823
dem Stift Corvei gehörig, wurde H. fpäter eine
blühende Hanfcstadt. Es wurde 20. April 1634 von
den Ligisten erobert, im Okt. 1640 vom Erzherzog
Leopold und Grafen Piccolomini und 25. April 1648
von den Schweden unter Wrangel eingenommen.
1803 kam es mit Corvei in den Besitz des Hauses
Nassau-Oranien; 1807-14 gehörte es zum König-
reich Westfalen und kam dann an Preußen. - Vgl.
Kampschulte, Chronik der Stadt H. (Höxter 1872);
Robitzsch, Beiträge zur Geschichte der Stadt H,
(Gymnasialprogramm 1883).
Höxtersteine, s. Solling.
Hoy, die zweitgrößte der schott. Orkney-Inseln
(s. d.), ist 21 kni lang, 11 Km breit, im Ward Hill
474 in hoch, hat 1380 E.
No^a. ^i. F,-., Pflanzengattung aus der Familie
der Asklepiadeen (s. d.), deren bekannteste Art, die
Wachs- oder Porzellanblume, II. C3.i-n08g.
2i. F?-. (^8ci6pia,8 03.1-N083. ^/.) ist, ein sehr volks-
tümlicher, in manchen Gegenden Deutschlands fast
allgemein in den Stuben kultivierter Kletterstrauch
Indiens. Seine rankenförmigen Stengel und Aste
sind mit Klammerwurzeln besetzt, mittels deren er
sich 2-3 ni und darüber an Baumstämmen oder
Wänden erheben kann. Die gegenständigen, eirun-
den, zugefpitzten Blätter sind sehr dick und fleischig,
glatt, oben glänzend grün, die radförmigen in Dol-
den stehenden Blumen aber blaß-inkarnatrot, von
wachsartigem Glanz und von angenehmem Geruch,
durch einen fünfblätteriaen amarantrotenNektarien-
kranz verziert, aus welchem sich häusig ein klarer,
honigfüher Nektartropfen abfondert. Sie erscheinen
im Frühjahr und Herbst. In den Stuben, wo sie im
Winter einer Temperatur von-j-12 bis 15° II. bedarf,
wird diefe Pflanze am besten an einem kleinen Fen-
sterspalier gezogen. Im Sommer liebt sie Schatten
und reichliche Luft. Stecklinge wachsen unter einer
Glasglocke mit Leichtigkeit an. Andere Arten, wie
H. deiia. Iloo/c., II. iinp6ria1i8 _^^l. u. a., eignen
sich besser für Gewächshäufer.
Hoya. 1) Ehemalige Grafschaft im preuß. Reg.-
Bez. Hannover, zwifchen der Wefer und Hunte ge-
legen, grenzt im N. an Bremen und Oldenburg, im O.
an Verden und Calenberg, im S. an den Reg.-Bez.
Minden, im W. an Diepholz und Oldenburg, besteht
teils aus Moor-,Heide- und Sand-, teils aus Marfch-
boden, welcher reiche Ernten gewährt und sich treff-
lich zur Viehzucht eignet. Der Umfang der alten
Graffchaft wird zu fast 3000 hkin angegeben. Die
einzige Stadt der Grafschaft ist Nienburg (s. d.).
Gegenwärtig umfaßt die Graffchaft H. die preuß.
Kreife H., Nienburg und Diepholz (außer dem Amt
Diepholz). Die Grafen von H., die zuerst Anfang
des 13. Jahrh, vorkommen, vergrößerten ihre Herr-
fchaft, namentlich im 14. Jahrh, durch Erwerbung
der Graffchaften Alt- und Neu-Vruchhaufen, und
wußten nach Auflösung des welsischen Herzogtums
Sachsen lange Zeit ihre Reichsunmittelbarkeit zu
bewahren. Als Kaiser Maximilian 1502 die durch
Aussterben des Mannsstammes dieser Linie erle-
digte niedere Grasschaft an Herzog Heinrich den
Mittlern von Braunschweig verlieh und dann in-
folge längerer Lehnsstreitigkeiten die Herzöge von
Vraunfchweig-Lüneburg in Verbindung mit dem
Vifchof von Minden 1512 die Graffchaft in Besitz
nahmen, kamen die Grafen von H. erst von 1519
an nach und nach wieder in den Besitz der Grafschaft
und mußten nun dieselbe von Braunschweig zu
Lehn nehmen. Demzufolge sielen beide Teile, als