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Brockhaus Konversationslexikon

Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896

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Momos - Monaco
mit gegen 25 Arten, größtenteils im tropischen
Afrika, kletternde Kräuter mit meist gelappten Blät-
tern und lebhaft gefärbten Früchten, die bei der Reife,
nach Ablösung vom Fruchtstiel, das ganze Mark
nebst den darin eingebetteten Samen ausspritzen.
N. ValLllinina ^., der Balsamapfel, Wunder-
apfel oder Balsamgurke, und N. ^liarantia ^.,
der bittere oderrcbenblätterige Springkür-
dis, sind zwei in Ostindien einheimische höbe Kletter-
pstanzen mit handförmigen oder herzförmigen, tief
gelappten Blättern und rippigen, dicht mit Warzen
besetzten gelben Früchten, die, wenn sie reif sind, der
Länge nach in mehrere Teile ausspringen, ihr orange-
farbenes Fruchtfleisch mit den daran hängenden
leuchtendroten Samen zu Tage treten lassen und
diese teilweise fortfchleudern. Sie gedeihen in
Monächus (grch. mänaclioL, "einzeln, einsam
lebend"), Mönch; monachisch, mönchisch, ein-
sam; Monachismus, Möncksstand, Möncherei;
Monacholögic, Lehre vom Mönchsleben.
Monaco, kleines selbständiges Fürstentum, an
der ligurischen Küste des Mittelmeers und von dem
franz. Depart. Alpes-Maritimes umgeben, ist gegen-
wärtig auf das Gebiet der gleichnamigen Stadt be-
sckränkt und hat ein Areal von 21,6 likm mit einer
Bevölkerung von (1888) 13 304 E. Es ist eine ab-
solute Erbmonarckie; dem Fürsten stehen ein Staats-
rat (5 Mitglieder) und ein Generalgouverneur zur
Seite. Die bewaffnete Macht umfaßt 130 Mann
und besteht aus einer Ehrengarde, emer Compagnie
Infanterie und 44 Gendarmen. Haupterzeugnisfe
sind Citronen, Öl, Orangen, Parfümerien, Liqueure,
MLN^ONN
N/"?t Vl^ÜTbT-^.
Monaco (TiNlalionspIan).
Teutschland sicher nur im Gewächshause; im Freien
nur in sehr warmem Sommer und geschützten La-
qcn. Die Spring gurke wird jetzt gewöhnlich zur
Gattung NcdkUwin (s. d.) genommen.
Momos, nach Hesiod ein Sohn der Nacht, die
Personifikation des Spottes und der Tadelsucht,
kommt erst in der spätern Zeit öfter vor.
llloinotiöHS, s. Sägeraken.
Momotombo, thätiger Vulkan (1850 m) in
Nicaragua, im NW. des Sees von Managua.
Mömpelgard, Stadt in Frankreich, s. Mont-
Mon, japan. Münze, s. Sen. Miard.
Mön (Mun), Gewicht, s. Maund.
Mona, span. Antilleninsel in der 120 km breiten
Mona-Passage, zwischen Puertorico und Ha'üi,
ist unbewohnt und besteht aus jüngerm Kalkstein.
NIona., der alte Name für Anglesea.
Mona, Affe, s. Meerkatzen. ...... -
künstlerische Töpferwaren u. s. w. Die Stadt M.
mit 3292 E., Station der Linie Marseille-Men-
tone der Mittelmeerbahn (der Bahnhof in Conda-
mine, im Hintergrunde der Bai zwischen den Felsen
der Stadt und Monte-Carlo, s.d.), liegt unweit von
Nizza, auf einer mit Kaktus und gegen das Meer
hin mit südlicher, fast afrik. Vegetation bewachsenen,
auf der Spitze mit Befestigungen bekränzten, 380 m
langen, gegen 60 m hohen Felsenmasse, ist Bischofs-
sitz, bat ein schönes schloß mit prachtvollen Garten-
anlagen, neue Kathedrale, Promenaden, Seebad
und kleinen Hafen. Das Klima ist äußerst mild und
dem von Nizza gleich, weshalb M. auch neuerdings
als klimatischer Kurort beliebt geworden ist. Das
in der Nähe liegende Dorf La Turbie besitzt eine
großartige Nuine aus der Römerzeit, gewöhnlich
die Trophäen des Augustus genannt (s. vorstehen-
den Situationsplan). ^..... , .