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Brockhaus Konversationslexikon

Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896

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Nordostseekanal
hat für jedes der beiden Gleise je eine besondere Dreh-
brücke. Sowohl diese Drehbrücken wie die Schleusen
werden hydraulisch betrieben. Auf festen Strahen-
und Eisenbahnbrücken werden die Straßen und Bah-
nen Neumünster-Heide-Tönning und Kiel-Eckern-
förde, mit 156 und 162,6 in Spannung, über den
Wilhelm-Kanal. Die Eröffnung für den regel-
mäßigen Betrieb, zunächst uur für Schiffe von höch-
stens 4^ in Tiefgang, erfolgte 1. Juli desselben Jah-
res. Im 1. Halbjahr (bis 31. Dez. 1895) benutzten
den Kanal 3077 Dampfer mit 639 532 und 4953
Segler mit 203 271 Registertonnen, die zusammen
Nordostseekanal (Situationsplan).
Kanal geführt. Die Unterkante der Brückenkonstruk-
tion liegt 42 iu über dem Kanalspiegel; es können
daher Schiffe mit sehr hoher Takelung, ohne die obern
538835 M. Kanalgebühr (nach der 10. Jan. 1895
festgesetzten, aber 1. Sept. 1896 erniedrigten und
bis mindestens :',0. Sept. 1899 in Kraft bleibenden
.l/^k,z/, /6/6>c)
Nordostseekanal (Profil).
Stengen zu streichen, unter den Brücken hindurch-
fahren. Im übrigen wird der Übergang über den
N. durch 14 Fähren (f. Plan) vermittelt.
Am 3. Juni 1887 legte Kaifer Wilhelm I. den
Grundstein zur Holtenauer Schleuse, und 21. Juni
1895 wurde der Kanal durch Kaiser Wilhelm 11.
unter Beteiligung von Schiffen aller Kriegsflotten
feierlich eröffnet und erhielt den Namen Kaiser-
Taxe) entrichteten. Die Schiffe führten meist deut-
sche Flagge. Die Anschlagssumme wurde nur un-
bedeutend überschritten. Den Betrieb des in der
Nacht elektrisch erleuchteten Kanals leitet das kaiserl.
Kanal amt zu Kiel gemäß einer im Jan. 1896
veröffentlichten Betriebsordnung. Die Durchfahrt
erfolgt für Segelschiffe in Schleppzügen (unter Um-
ständen auch einzeln). Die Fahrgeschwindigkeit ist