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Brockhaus Konversationslexikon

Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896

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Sackzehnt - Sá da Bandeira
sucht.) - ttberS. der Gebärmutter s. Gebär-
mutterkrankheiten (Bd. 7, S. 612d).
Sackzehnt, s. Zehnt.
Saco, einer der beiden Hauptorte des County
Aork im nordamerik. Staate Maine, links am Flusse
S., der Wasserkraft liefert, ist durch Brücke mit
Biddeford (s. d.) verbunden, hat (1890) 6075 E.,
Fischerei und Baumwollsabrikation.
Zkora. vonsuita., s. l^0N8uItÄ.
3a.or2.inent2>riuin (neulat.), Sammlung litur-
gischer Vorschriften, s. Liturgie.
Sacramento, Hauptstadt des nordamerik. Staa-
tes Kalifornien und Einfuhrhafen an der Mündung
des American in den S., 145 kin von San Fran-
cisco, hat (1890) 26386 E., darunter 2000 Chinesen
und 500 Farbige, schönes Kapitol in einem 20 ka
umfassenden Park mit Bibliothek, Zollamt, Stadt-
haus, Postamt, röm.-kath. Kathedrale, Agrikultur-
halle u. s. w. Die Stadt liegt in einer fruchtbaren
Weizenregion und nahe den Minendistrikten und ist
Haupthandelsplatz des Innern des Staates, besitzt
Dampfschiffahrt, Mahl- und Sägemühlen, Obstver-
packung, Großschläckterei, Fabrikation von Wagen,
Maschinenbau und Vierbrauerei. Die Werkstätten
der Central-Pacisicbahn beschäftigen etwa 1000
Arbeiter. Der Schweizer I. A. Sutter lieh sich 1839
hier nieder. 1818 wurden die ersten Bauplätze ver-
kauft. Hm den Überschwemmungen Einhalt zu tbun,
wurden die Straßen und Gebäude 8 Fuß erhöht
und Erddämme gebaut.
Sacramento-River (spr. riww'r), Hauptstrom
des nordamerik. Staates Kalifornien, entspringt auf
dem südl. AbHange des Berges Shasta und stießt
in südl. Richtung in die Suisunbai, welche durch die
San Pablo- und die San Franciscobai mit dem
Ocean verbunden ist. Bis Sacramento aufwärts
ist er für größere, von hier ab bis nach Tehama
für kleinere Schiffe fahrbar. Seine Hauptnebcnflüsse
sind: Pitt, ein Ausfluß des Goofe-Lake,Feather und
American.
3a.ora.insntrlui (lat.), s. Eid und Sakrament.
3a.ore-vwui-(frz., spr. köhr), heiliges Herz,
s. Herz Jesu. - v^iueZ än 8. (spr. dam dü), s. Da-
men vom heiligen Herzen Jesu. - Über die 3oci6t6
du 8Hci-6-(^(Nui- s. d.
3a.oriKoa.ti (lat.), s. I.ap8i.
Sacrificialmounds (engl., spr. ßäckrififchel-
maunds), s. Mounds (Bd. 12, S. 34d).
5a.oritioiuin (lat.), Opfer; 8. int6ii6cw8, so-
viel wie 83.01-1^210 äei inteiietto (s. d.).
52.oriti2io Äei intsiletto (ital.), "Opfer des
Verstandes", sprichwörtliche Redensart, in Bezug
auf jemand gebraucht, der gegen seine Überzeugung
infolge eines Machtfpruches seine Meinung einer
andern unterwirft.
SkoriieSiuin (lat.), s. Kirchenraub.
3a.orista. (mittellat.), s. 11l68mir^i-iu8.
Saoi-istitiuin (lat.), die Einstellung aller gottes-
dienstlichen Handlungen, z. V. beim Interdikt. (S.
auch (^688Hti0 a äivini8.)
Sacro Monte, Berg bei Varallo (s. d.).
Säcul.^., s. Säkul___
5a.eon1a.rs8 (lat.), s. Regulierte.
Sacy (spr.-ßih), Antoine Isaac, Baron Sil-
vestre de, Orientalist, geb. 21. Sept. 1758 zu Paris,
wurde 1781 Rat beim Münzhofe und 1792 Mit-
glied der Akademie der Inschriften. Bei der Er-
richtung des Instituts wurde er zum Mitglied ge-
wählt und 43i)s schuf man für ihn eine Professur
der pers. Sprache an dem ^olle^s ä6 I>anc6. Na-
poleon I. zeichnete ihn mit der Varonswürde aus.
Nach der ersten Restauration wurde er zum Censor
ernannt, 1815 Rektor der Pariser Universität und
bald darauf auch Mitglied der Kommission für den
öffentlichen Unterricht. 1831 wurde er zum Kon-
servator der Handschriften an der königl. Bibliothek
und 1832 zum Mitglied der Pairskammer ernannt,
doch blieb er als Lehrer ununterbrochen thätig. Er
starb 21. Febr. 1838. Die ausgezeichnetsten unter
seinen Schriften sind die "(^i'üniniHirs ai-ads" (2 Bde.,
Par.1810:2.Aufl.1831), die "0di-68wmat1ii6 ^i-ade"
(3 Bde., ebd. 1806; 2. Aufl. 1826), die "^ntlioloFis
ßrÄiniNÄticaiL ai-^dk" (1829), die "^I6in0ir63 8ur
äivei'808 antihuit68 äs lHl>6i'86" (Par.1793; Supple-
mente 1797), die "I'i-iiicip68 äs Ai-HinniHii-6 FönsrHls,
MI8 H Ia poi'tös 663 6nt'ant8" (ebd. 1799; 8. Aufl.
1852), die Übersetzung und Bearbeitung von Abd ul-
Latifs "Nation ä6I'^^^s" (ebd. 1810), seine Aus-
gabe des arab.Vuchcs"(^l!iH6t1)imna"(ebd.1816),
die "^Iöm0ii'68 ä'1ii8t0ii-6 6t cl.6 littkr^turs orion-
tNi68"(cbd.1818), die mit franz. Übersetzung begleitete
Ausgabe des "?6iiäiiHino1i') von Ferid ed-din attar
(ebd. 1819), seine von einem arab. Kommentar be-
gleitete Ausgabe der "Makamen" des Hariri (ebd.
1822; 2. Aufl. 1849) u. s. w. und sein letztes, für
die Neligionsgcschichte höchst wichtiges Werk: "Nx-
1)086 äs1kl. i-6iigion 668 Dlli868" (2 Bde., ebd. 1838);
außerdem viele Abhandlungen in Zeitschriften und
den "U6M01I-68" des Instituts. Von Wert ist der
Katalog seiner überaus reichhaltigen, 6022 Werke
fassenden Bibliothek (3 Bde., Par. 1842 - 47), dem
eine Biographie E.s von Daunou vorangeht. -
Vgl. Reinaud, X0tic6 Iii3toriHU6 6t littt^ii^ 8M'
8i'iv68tr6 ä6 3. (Par. 1838); P. Saweljew, Über das
Leben und die Arbeiten S.s (russisch, Petersb. 1839).
Sä da Baudeira, Vernardo de Sä Nogueira,
Marquis de, portug. Staatsmann und General-
lieutenant, geb. 26. Sept. 1795 zu Santarem, schloß
sick 1820 der portug. Revolution an und trat 1823
als Verteidiger der Konstitution in der Gegenrevolu-
tion auf, so daß er nach dem Siege des Absolutis-
mus ins Ausland entweichen mußte. Nachdem Dom
Pedro 1826 die Charte verliehen batte, kehrte S. d. B.
nack Portugal zurück, wurde Nov. 1832 Marine-
minister und gleichzeitig zum Baron da Bandeira
ernannt. Doch schon im Mai 1833 erfolgte seine
Entlassung. Nachdem er 5. Sept. 1833 die Linien
von Lissabon gegen die Miguelisten verteidigt hatte,
ward er Gouverneur von Peniche, im Febr. 1834
Gouverneur von Algarve und nach dem Kriege Pair
des Reichs. Vom Nov. 1835 bis April 1836 war
er abermals Marineminister. Nach der September-
revolution von 1836 trat S. d. B. wieder ins Ministe-
rium, stellte sich aber 1846 an die Spitze der gegen
den Herzog von Saldanha gerichteten Empörung.
Er ward seiner Würden entsetzt, erbielt sie jedoch
alsbald durch die allgemeine Amnestie zurück; seit-
dem gehörte er zu den Führern der Opposition in
den Cortes. Im Juni 1856 wurde er in dem Ka-
binett Loule's Marine- und Kolonialminister, und
vom Jan. bis Sept. 1857 war er auch Kriegsmini-
ster. Mit Loule zog er sich im März 1859 zurück,
übernahm aber, nach dessen Wiedereintritt, im Dez.
1860 das Kriegsministerium, das er bis Anfang
1864 versah. Hierauf wurde er 1867 Adjutant des
Königs und Kolonialrat, war 22. Juli 1866 bcs
2. Jan. 1869 Präsident des Ministerconseils und
Kriegsminister und 31. Aug. 1810 M ^. Se^i.