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Brockhaus Konversationslexikon

Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896

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A. C. - Accumulatoren
vergoldete Halbmonde der Epauletten; Felder von
dunkelblauem Sammet mit Äskulapstab; Fran-
sen (Etabsofsiziersrang) und Raupen (Generals-
rang) von Gold. Offiziere der Reserve:
Mützenkokarde mit versilbertem Landwehrkreuz; Helm
(Tschako, Czapka) ohne Devisenband mit Landwehr-
kreuz. Gardelandwehrinfanterie: Landwehr-
kreuz in der Mützenkokarde; Gardelandwehrstern am
Helm; Haarbusch; Epauletten und Achselstücke ohne
Namenszug. Pro vinziall and wehr ins ant erie:
Landwehrkreuz in der Mützenkokarde und auf dem
Wappen des Helms. Epaulettenfelder von der Farbe
der Schulterklappen der Infanterie des betreffenden
Armeekorps. Auf Epauletten und Achselstücken Num-
mer der Infanteriebrigade, zu welcher das betreffende
Bezirkskommando gehört. Landwehrkavallerie
im allgemeinen wie Dragoner; auf Kragen und
Aufschlägen goldene gemusterte Tresse. Offi-
ziere zur Disposition: Epaulettenhalter wie
die aktiven Offiziere, jedoch in der Mitte von
einem dritten Streifen aus schwarzer Seide durch-
zogen, ebensolche auch auf dem Überrock, wo die
aktiven Offiziere keine Epaulettenhalter haben;
Halbmonde bei weißen Knöpfen vergoldet, bei
gelben Knöpfen versilbert. Offiziere außer
Dienst: auf Waffen- und Überrockmit schwarzer
Seide geschilderte Epaulettenhalter.
II. Mannschaften: Hautboisten, Spicl-
leute, Trompeter: Schwalbennester (s. d., Bd. 14). 2:
Kapitulanten (solange sie noch nicht Unter-
offiziere sind) Ehrentroddel von Wolle in den
Landesfarben am weißen, die Jäger am grü-
nen Bande, bei den berittenen Truppen am Leder-
riemen; außerdem leinene Borte (Husaren wollene
Schnur) in den Landesfarben am untern Ende der
Schulterklappe (Ulanen am Epaulettenhalter), über
Schützenabzeichen s. d. (Bd. 14). Die besten Fechter
bei der Kavallerie tragen eine weiße Borte
in Gestalt eines Winkels (V) am linken Ober-
arm. Zum Lehrinfanteriebataillon und
Militärreitinstitut Kommandierte: wollene
Schnur von gelber (bei nicht roten Achsel-
llappen von roter) Farbe am untern Ende
der Schulterklappen. Zur Infanterie - oder
den Artillerieschiehschulen Kommandierte:
Adler-(Wappen-) Knöpfe auf den Patten.
Zu den Unteroffizierschulen und -Vorschulen
Kommandierte (nickt die Zöglinge): weifte
(hellblaue) wollene Schnur am untern Ende
der Schulterklappen. Auf den Lehrschmieden
ausgebildete Mannschaften: gelbwollenes
Hufeisen auf dem linken Unterarm. Einjährig-
Freiwillige: wollene Schnur um die Schulter-
klappen (Epaulettenhalter) in den Landesfarben.
MilitärärztlichesPersonal im Felde: weiße
Binde mit dem roten Genfer Kreuz am linken Ober-
arm, über die A. der Meldcreiterdetache-
ments s. d.
H.. <3, Abkürzung für Abgeordnetenkonvent
des seit 1893 bestehenden Verbandes der farben-
tragenden freischlagenden Studentenverbindungen;
der Versammlungsort desselben ist Dessau.
H.oa.ntliosioS'os ^6?lt)., Pflanzengattung aus
der Familie der Cucurbitaceen (s. d., Bd. 4) mit einer
Art, ^. kori-iäa I^e?^., derNaraspflanze, einem
bis 1^/2 ui hohen, stark verästelten, blattlosen, dorni-
gen Strauch mit armdicken, fleischigen Wurzeln.
Derselbe wächst auf den Dünen Südwestafrikas in
der Umgebung der Walfischbai und bildet an den
Abhängen derselben dichte Hecken. Das Fleisch und
die ölreichen Samen der rundlichen Frucht, deren
Durchmesser bis zu 15 cm betragen kann, dienen
den Hottentotten als Hauptnahrungsmittel. Das
Fruchtfleisch wird frifch genossen oder zu einer Art
Kuchen verwandt, der wie die Samen tonierviert wird
und mit Wasser gekocht eine nahrhafte Suppe giebt.
Die Samen werden neuerdings auch unter der Be-
zeichnung Lutt6r-z)it8 nach dem Kapland ausgeführt.
Die Wurzel findet in der Heilkunde Verwendung.
* Accumulatoren, elektrische. Die nach-
stehenden Skizzen (Fig. 1 Vertikalschnitt, Fig. 2Hori-
zontalschnitt) zeigen die Aufstellung mehrerer hinter-
einander gefchalteter Zellen, wie sie bei elektrischen
Licht- und Kraftanlagen allgemein üblich ist. Die
Elektrodenplatten, die im VertikalschmN mit a, im
5
F'g. i.
Horizontalschnitt mit p (die positiven) und n (die
negativen) bezeichnet sind, ruhen vermöge der seit-
lich angegossenen Nasen oder Fahnen c auf dem Rand
der Glasgefäße ä und werden durch Glasstäbe 6 von-
einander gehalten; bei größern Zellen, wo statt der
Flg. 2.
Glasgefäße mit Bleibleck ausgeschlagene Holzkasten
verwendet werden, sind besondere Stützplatten von
Glas angeordnet, so daß die Elektroden frei bangen.
Der zwischen ihnen und dem Boden des Gefäßes
frei bleibende Naum dient zur Aufnahme der her-
abfallenden aktiven Masse. Die Fahnen der posi-
tiven PlaUcn und die
der negativen werden
durch die Stege d ver- 2"U>"^^,^^^^^
bunden. Die Gefäße Fig. 3.
ruhen auf Tellern, die
mit Sand gefüllt sind, der dcn Druck gleichmäßig
verteilt; die Teller sind von der Umgebung durch
Unterlagen k isoliert.
Der chem. Prozeß bei der Ladung vollzieht sich
folgendermaßen: Zunächst befinden sich in der Zelle
Blciplatten, deren Oberstäche sich mit einer Oryd-
schicht bedeckt hat; wird ein Strom durch die Flüssig-