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Brockhaus Konversationslexikon

Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896

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Eiserfeld - Eishöhlen
Staaten
Roheisen
!
Stabeisen
M.
M.
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-
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>20"/<)4
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20
8°'<i
M.
Bleche
M.
Draht
M.
Eisenwaren
grobe
M.
feine
M.
Deutschland
Belgien. .
Dänemark.
Frankreich. . .
Griechenland. .
Großbritannien .
Italien....
Niederlande . .
Norwegen . . .
Dsterreich-Ungarn
Portugal . . .
Rumänien. . .
Rußland......
Schweden......
Schweiz......
Serbien......,
Spanien......
Türkei........
Vereinigte Staaten . . ,
l Allgemeiner Tarif.
Eiserfeld, Dorf im Kreis Siegen des preuß.
Reg.-Bez. Arnsberg, am Einfluß des Eisernbachs in
die Sieg, an der Linie Hagen-Siegen-Betzdorf der
Preuß. Staatsbahnen und der Eisern-Siegener
Eisenbahn (Nebenbahn), hat <1895) 3602 E., Post,
Telegraph, evang. Kirche; Eisenhütte, Puddlings
und Walzwerk, Fabrikation von Schwarzblech und
Ofenrohren sowie zahlreiche Eisenerzgruben <Erb-
stolln und Eisenzecher Zug, eine der bedeutendsten
Gruben Deutschlands).
* Eisernes Thor. Die regulierte Donaustrecke
am E. T. wurde 27. Sept. 1896 vom Kaiser Franz
Joseph von Osterreich in Gegenwart der benach-
barten Souveräne, der Könige von Serbien und
Rumänien, eröffnet. Im Berliner Kongreß (1878)
wurde Osterreich - Ungarn mit der Regulierung der
Donaustrecke am E. T. betraut und dieselbe seitens
der ungar. Regierung unter Leitung des Ministerial-
intes Ernst von Wallandt 1890-96 mit einem
Kostenaufwands von 22^5 Mill. Fl. und Überwin-
dung großer technischer Schwierigkeiten ausgeführt.
Die Regulierungsarbeiten bestehen aus einem fast
8 km langen, 3 m unter dem tiefsten Stand des
Pegels reichenden Kanal durch die Stromschnellen
auf der Serbien zugekehrten (^eite der Donau. Die
Fahrstraße hat nirgends weniger als 3 in Tiefe, die
für alle die Donau befahrenden Schiffe ausreicht.
Der Kanal zerfällt in zwei Teile, einen über 6 km
langen, bis in die Gegend der Kasanfelsenge füh-
renden unter Wasser befindlichen Kanal, der durch
Bojen bezeichnet ist, und einen etwa 1700 m langen
zu Tage tretenden untern Teil gegen Rumänien zu,
der von 12 m hohen Böschungen aus Felsenquadern
auf 150 m Breite eingefaßt ist, so daß 2-3 große
Dampfschiffe ausweichen können. Zur Herstellung
des obern Kanalteils mußten 253000, des untern
400 000 odm Felsen gesprengt werden. Ein Dampf-
schiff braucht zur Durchfahrung des untern Kanal-
teils 2^ Minuten zu Thal und 15 Minuten zu
Berg. - Vgl.von Gonda, Die Regulierung des E.T.
und der übrigen Katarakte an der untern Donau
(aus dem Ungarischen, Budap. 1896).
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^. 80-120
80-170
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60-100
80-160
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i>
45-538
32-64
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24-240
336,40
198-396
."36,40-593,40
^" 200/,,
^30"/<,
-l-300/l,
306,60
1'."8-396
227-445
27,75
44,60-88,80
11,20-169
20-24
32-40
20-80
20-24
32-36
20-58
24
64-80
40-120
64
64
40-145
32
32
28-48
100-124,80
l15,20-153,60
124,80-367,20
,60-104
96-128
104-256
8"^

42-117,60
126-252
134,40-210
Minimaltarif. 5 Specialtarif.
240-600
140,60
96-3000 l
72-2400 "
1249,60
240-300 l
__ 2
165-385
:i00-2000 '
240-1000 '2
224-3360
128-1200
633-3165 '
^30"/o 2
633-2582 ^
169-675
80-480 l
80-400 2
120-960 ^
80-400 1
36-200 -
345-2080 3
288-1600 "
5°/o
250/0-500/0
Eisfeld - Unterneubrunner Eisenbahn (s.
Deutsche Eisenbahnen, Bd.4, Übersicht v, I) ist in-
folge des Gesetzes vom 16. Juli 1895 1. Nov. 1895
in das Eigentum des preuß. Staates übergegangen.
^Eishöhlen, Höhlen mit abnorm niedriger
Temperatur, in denen sich ans dem Infiltrations-
wasser Eis bildet. Man unterscheidet permanente
E., in denen man das ganze Jahr hindurch Eis an-
trifft, und periodische E., in denen das Eis in
den Sommermonaten abschmilzt. Bloße Ansamm-
lungen von Schnee, der in Höhlen eingewebt wurde,
rechnet man nicht zu den E., ebensowenig Gletscher-
thore oder höhlenartige Öffnungen in Lawinen,
wie z. V. die sog. Eiskapelle bei St. Vartholomä
am Königssee. In neuerer Zeit unterscheidet man
zwischen statischen und dynamischen E., und
von diesen gelten die erstern als die eigentlichen E.,
während man für die dynamischen den Ausdruck
W indröhren zu gebrauchen pflegt. Höhlen ohne
merkbaren Luftzug, jedoch mit abnorm niedriger
Temperatur, in denen es nicht bis zur Eisbil-
dung kommt, heißen kalte Höhlen, und diese
bilden den Übergang von den E. zu den Höhlen mit
Normaltemperatur. Daß in den Windröhren der
Luftzug die Hauptursache der Zlbkühlung ist, darüber
ist man so ziemlich einig, über die Nrsache der
Eisbildung in den statischen E., in denen ent-
weder keine oder nur minimale Luftströmungen
beobachtet werden konnten, sind verschiedene Theo-
rien aufgestellt worden. Man kann sie in fünf
Gruppen einteilen: 1) Aufspeicherung von Winter-
kälte, 2) überkältung des Infiltrationswassers durch
den Sickcrprozeß, 3) Wärmeentziehung durch Ver-
dunstung und beim Schmelzprozeß, 4) Abkühlung
durch Lösung von Salzen und 5) Külteüberrest aus
der Eiszeit. Auch darüber ist man einig, daß es
gewisser Bedingungen bedarf, um aus einer Höhle
eine Eishöhle zu machen, denn es giebt viele gleich-
geformte Höhlen mit sehr verschiedener Temperatur.
Die Anzahl der E. ist überhaupt nicht sehr groß.
Fugger führt (bis 1893) 125 E., 12 Schneeklüftc,
6 Untergrundeisbildungen, 9 Eismuldcn, 6 kalte