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Brockhaus Konversationslexikon

Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896

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1006
Vieselbach - Villingen
sich die Aufnahmen mitunter über einen ganzen
Monat oder eine noch längere Zeit erstreckten. Eine
ebenso große Versckiedenartigkeit, wie hinsichtlich der
Zählungszeit herrscht in betreff der Zählungs-
perioden zwischen den einzelnen Ländern und in-
nerhalb dieser zwischen den einzelnen Zäblungen. Da
der Viehstand von Jahr zu Jahr wechselt, wäre eine
alljährliche Feststellung desselben wünschenswert,
wie sie auch in Baden und mebrern fremden Län-
dern stattfindet. Allein pekuniäre Bedenken stellen
sich der Erfüllung dieser Forderung zumeist entgegen,
und so sind vorwiegend fünf- oder zebnjäbrige Zähl-
perioden üblich. In Deutschland
solche über den Viehbesitz nach Größe, Zusammen-
setzung u. s. w. an.
Was die Viehhaltung im Deutschen Reiche an-
geht, so ist der stärkste Pferdebestand in Ostpreußen
mit 21,6 auf 100 E., die Rindviehhaltung ist an-
nähernd gleich stark in Schleswig-Holstein, Olden-
burg und dem rechtsrhein. Bayern (ii7,5, 65,9 und
<^;,5. auf U>0 E.), relativ die meisten Sckaje und
Schweine finden sich in Mecklenburg-Schwerin.
Einen Überblick über die absolute und relative
stärke des Viebstandes in Deutschland und einer
Reibe anderer Staaten giebt die solgende Tabelle,
wird alle zehn , welche einer Erläuterung nicht bedarf.
Staaten
Pferde
Rwdvieh

ück ende)


ück ende)


G
St (Taus
aufl
AZ
GZ
aufl
'B
1892
3 83"

7,3
17 556
32,5
35,5
1880
272
9,2
4,9
1383
46,9
25,1
1838
376
9,5
17,2
1463
36,9
67,0
1392
2 853
5,4
7,4
13 364
25,3
34,9
1393
2 030
6,6

11208
35,6
29,6
1881
658
2,3
2^4
4 783
16,7
16,8
1891
272
8,4
6,0
1532
47,1
34,0
1890
1 548
5,2
6,5
3 644
28,8
36,2
1884
1749
6,3
12,1
4 879
17,4
33,8
1890
595
4,5
11,8
2 520
19,2
50,0
1888
20 363
4,2
22,9
27623
5,6
30,6
1891
489
1,1
10,2
1920
4,3
40,0
1890
151
0,5
7,6
1004
3,1
50,5
1886
99
2,5
3,7
1213
30,3
42,8
1895
167
3,5
7,2
911
13,9
39,4
! 1894
16 081
2,1
25,7
53 091
7,0
34,3
, 1888
1762
5,7
230,2
8 557
27,6
1113,2
1892
964
0,5
0,7
67 720
36,0
48,7
1890
1 546
4,0
3,3
1045
2,7
2,6
1891
1786
0,2
47,0
11319
1,4
310,9
Deutsches Reich .....
Belgien.........
Dänemark........
Frankreich........
Großbritannien und Irland
Italien.........
Niederlande.......
Osterreich........
Ungarn.........
Rumänien........
Rußland (ohne Finland)
Schweden........
Norwegen........
Schweiz.........
Serbien.........
Vereinigte Staaten ....
Provinz Buenos-Aires . .
Britisch-Indien......
Japan ..........
Australien........
Jahre eine Zählung großen Stils vorgenommen
(1873, 1883), doch soll in Zukunft zwischen zwei
große Zählungen immer eine kleinere eingeschoben
werden, also, da die letzte große 1892 statthätte, 1897
eine kleinere, 1902 wieder eine große u. s. w. Außer-
dem ist 1893 wegen des starken Rückgangs des Vieh-
standes infolge der Futternot des sommers 1893 eine
außerordentliche Viehzählung veranstaltet worden.
Das Erhebung sv erfahren ist im Deutschen
Reich derart geregelt,daß von Haus zu Haus der
Viehstand gezählt wird, ohne daß dabei der Vieh-
besitz der einzelnen Haushaltungen unterschieden
wird, wenn diese in einem und demselben Hause
wohnen. Durchaus vorzuziehen ist daher die z. B.
in Österreich und der Schweiz übliche haushal-
tungs weise Zählung, welche seit 1892 übrigens
den deutschen Bundesstaatcn neben der vorgeschrie-
benen haus weisen ins Belieben gestellt ist.
VonErhebungsgegenständen kommen neben
der Stückzahl der verschiedenen Gattungen des Vieh-
standes dessen Kapitalwert und das Lebendgewicht
des Schlachtviehs in Betracht. Auch das Alter,
Geschlecht, die Venutzungsweise, event, die Zuchtart
ist zu erfragen. Besonders bei den Pferden ist die
Kenntnis des Alters wichtig, bei den ausgewachse-
nen außerdem die Art ihrer Verwendung, die Zucht-
hengste und Zuchtstuten wenigstens werden vielfach
besonders berücksichtigt. Zuweilen werden bei den
V. das Federvieh, Bienenstöcke, Hunde und Kaninchen
mitgezablt, uv Umwegen kommen noch Renntiere, in
Argentinien gar Strauße hinzu.
Dort, wo haushaltungsweise gezählt wird, schlie-
ßen sich an die Darstellung des Viehstandes selbst
Schafe

Schweine

2
^!

ück sende)


ZU

HZ
GZ

HZ



"

13 590
25,1
27,5
12 174
22,5
24,6
36',
12,4
6.6
646
21,9
11,7
1304
32,9
59,7
771
19,4
35,3
21505
40,7
56,1
6 337
12,0
16,5
31775
101,0
83,9
3 278
10,4
8,7
8 596
30,0
30,2
1164
4,1
4,1
811
24,9
13,0
547
16,3
12,1
3187
10,6
13,3
3 550
11,8
14,9
10 595
37,9
73,4
4 804
17,2
33,3
5 002
38,2
99,3
926
7,1
18,4
48 220
9,7
52,9
10 742
2,2
11,8
1345
3,0
28,0
655
1,5
13,6
1412
4,4
71,0
121
0,4
6,1
342
8,5
12,1
395
9,9
14,0
3 051
63,4
132,1
395
18,6
38,7
45 048
5,9
71,9
45 206
5,9
72.2
51 239
165,1
6695,9
205
0,7
26,8
20 654
11,0
14,9



124287
15,2
3269,3
1068
0,1
28,1
Vgl. den Artikel Viehstatistik im "Handwörterbuch
der Staatswisscnschaften", bezüglich Deutschlands die
Vierteljahrshefte zur Statistik des Deutschen Reichs,
1894, Bd. 2, S. 71 fg.
Viefelbach, Dorf im Verwaltungsbezirk Wei-
mar des Großhcrzogtums Sachsen, an der Linie
Halle-Vebra der Preuß. Staatsbahnen, Sitz eines
Amtsgerichts (Landgericht Weimar), hat (1895) 1179
meist evang. E., Post, Telegraph, neue evang. Kirche,
Gemeindesparkasse, Spar- und Vorschußverein;
Brauerei und Eisengießerei mit Spritzenfabrik.
Vietz, Flecken im Kreis Landsberg a. d. Wartbe
des prcuß. Reg.-Bez. Frankfurt, an der zur Wartbe
gehenden Vietze und der Linie Berlin-Schneidemübl
der Preuß. Staatsbahnen, hat (1895) 4128 E., Post,
Telegraph, evang. Kirche, Synagoge; Dampfsäge-
werke, Ziegeleien, Elektricitätswerk und ein Eisen-
werk (Vietzer Schmelze).
Vilich, Landgemeinde im Landkreis Bonn des
preuß. Reg.-Bez. Köln, hat (1895) 10138 (5023
mannl., 5115 weibl.) E., Bürgermeisterei, kath.
Kirche; Cementfabrikation.
^Villingen, Stadt, hat (1895) 6891 E.
Einwohnerzahl des Kreises und seiner Amts-
bezirke:
Amtsbezirke
Ortsanwesende
Bevölkerung
1895
1390
Donaueschingen
Triberg . . ,
Villingen , .
l 24183
21637
! 25 932
24222
21470
25124
Zunahme (-^-"
lbnahme(-)
Von 1890-95
in Proz.
- 0,16
-j-0,77
4- >l,42
K^'iö 71302 70 316
-i-'/'u