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Handbuch der Drogisten-Praxis

Gustav Adolf Buchheister, Verlag von Julius Springer, Berlin, 3. Auflage, 1893

Schlagworte auf dieser Seite: Eberraute; Hérba abrótani; Herbae

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Herbae. Kräuter.

Bestandtheile. Arbutin, ein bitteres, krystallinisches Glucosid, Gerbsäure in grossen Mengen.

Anwendung. Namentlich gegen Blasenleiden.

Verwechselungen. Blätter der Heidelbeere, nicht netzadrig, Rand umgeschlagen, Unterseite rostfarben. Buchsbaumblätter, eiförmig zugespitzt. Neuerdings wird das Arbutin, welches etwa zu 3 1/2% in den getrockneten Blättern vorhanden, für sich dargestellt. Es krystallisirt in langen, seidenglänzenden Nadeln. Geruchlos, löslich in 8 Th. kaltem und 1 Th. siedendem Wasser, ferner in 16 Th. Alkohol, ist dagegen unlöslich in Aether. Wird gegen Blasenkatarrhe und Nierenaffektionen empfohlen.

Gruppe VIII.

Herbae. Kräuter.

Die in dieser Gruppe aufgenommenen Drogen sind durchaus nicht immer vollständige Kräuter (krautartige Pflanzen), sondern grösstentheils nur Pflanzentheile, Zweige mit den daran hängenden Blättern und auch wohl Blüthen. Mehr und mehr kommt man aber dahin, die Blätter für sich allein, ohne die meist wirkungslosen Stengel, zu sammeln, so dass diese Abtheilung zu Gunsten der vorigen mehr und mehr zusammenschrumpft.

Hérba abrótani.

Eberraute.

Artemísia abrótanum. Compósitae. Südliches Europa, bei uns kultivirt.

Die blühenden Zweige der Eberraute. Blätter doppelt gefiedert, Blättchen fadenförmig, Blüthenköpfchen gestielt, einzeln in den Blattwinkeln, graugrün. Geruch aromatisch, Geschmack gleichfalls, bitter.

Bestandtheile. Aetherisches Oel, Bitterstoff. Ziemlich obsolet.

^[Abb:Fig. 105. Arctostaphylos Uva Ursi. Links unten eine Blüthe vergrössert; rechts ein Staubblatt mit den charakteristischen Hörnern.]

^[Abb:Fig. 106. Buchsbaumblätter.]

^[Abb:Fig. 107. Heidelbeerblätter.]