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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

Schlagworte auf dieser Seite: A und O

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Im Namem JEsu.

A.

A und O

§. 1. A und O ist so viel als der Anfang und das Ende, weil in der griechischen Sprache, als in welcher der heilige Geist das neue Testament eingegeben, das A der erste und das B der letzte Buchstabe im Alphabet ist. Sollte es nach unserer Sprache übersetzt werden, so hieße es: das A und Z.

§. 2. Diese Redensart wird in der heiligen Schrift Christo, unserm Heiland, beigelegt, I) wegen seiner Gottheit und göttlichen Vollkommenheit. Denn gleichwie vor dem A kein Buchstabe vorhergeht, so ist auch vor Christo, vor dem wahren GOtt, der in Christo war, und der durch Christum offenbar geworden ist, kein GOtt. Er ist der Anfang ohne Anfang, und zwar so, daß es unmöglich, daß er einmal nicht habe sein können. So gewiß GOtt von Ewigkeit Vater, ein ewig Lebender und Liebender ist, so gewiß ist auch der Sohn, der Ausfluß seines Wesens, der Gegenstand seiner unendlichen Liebe, in dem Wesen GOttes ewig gegründet. Er ist vor Allen und besteht Alles in ihm und durch ihn. Col. 1, 17. Ps. 90, 1. Esa. 43, 10. 13. Und wie das O der letzte Buchstabe, so ist auch nach Christo Keiner, ja es ist nicht möglich, daß er aufhören könne zu sein, Esa. 43, 10. Faßt das A und O alle andere Buchstaben in sich, so begreift Christus alle Vollkommenheiten in dem vollkommensten Grade. Wie denn insbesondere Christus A und O genannt wird wegen der ihm eigenen a) Ewigkeit. Mit denselben Ausdrücken, mit welchen Ps. 90, 2. Esa. 41, 4. 44, 6. die Ewigkeit von GOtt überhaupt bezeichnet wird, wird sie auch im N. T. von Christo bezeichnet, Ebr. 1, 10. 7, 3. Offb. 13, 8. vergl. Joh. 1, 1. 8, 58. 17, 5. 24. b) wegen der göttlichen Einigkeit. Esa. 44, 6. c. 45, 5. 14. Denn ob schon in der heiligen Dreieinigkeit drei Personen sind, so ist doch nur Ein GOtt. 5 Mos. 4,35. c. 32, 39. Marc. 12, 9.1 Cor. 8, 4.6. II) Wegen der Creaturen. Denn Christus, als der ewige, einige GOtt und HErr, ist aller Creaturen a) Anfang; denn er hat Alles α) gemacht, und daher allen Dingen ihre Wirklichkeit, und damit ihren Aufang gegeben, Joh. 1, 3. 10. Ebr. 1, 10. Esa. 48, 12. 13. Ps. 104, 29. 30. und in dieser Hinsicht nennt er sich selbst den Anfang der Creatur GOttes, Offb. 3, 14. vergl. Joh. 1, 1 ff. Joh. 1, 12. vergl. c. 1, 15. 16. 17. β) Alles erlöst und selig gemacht, A. G. 4, 12. Ebr. 12, 2, c. 2, 10. Nicht in dem Verstande, als wenn Christus Alles, was er geschaffen, auch erlöst, sondern weil er der einige tüchtige Erlöser ist, welcher, da er der Schöpfer aller Dinge, auch uns Menschen von dem gerechten Zorn GOttes habe erlösen und mit ihm, als GOtt und Mensch, versöhnen können, und auch solche Versöhnung wirklich geleistet. Er ist auch aller Creaturen b) Ende oder Endzweck und Ziel. Es ist Alles durch ihn und zu ihm geschaffen, Col. 1, 16. Rom. 11, 36. Er ist das Ende des angebornen unendlichen Verlangens der Menschen. Ihm an Weisheit, Heiligkeit, Liebe, Seligkeit und Herrlichkeit ähnlich oder in sein Bild gestaltet zu werden, ist unsre höchste und letzte Bestimmung. Joh. 17, 10. 21 - 26. Röm. 8, 29. 2 Cor. 3, 18. Alle, welche in seiner Nachfolge sich als gute Streiter beweisen, finden in ihm die ewige Ruhe der Seelen und erlangen die unverwelkliche Siegeskrone. Er ist also auch aller Dinge Vollender, der Alles, das sich erretten läßt, zu einem herrlichen Ende und zu seiner Ehre hinausführt, mit solcher Vollendung aber weder selbst aufhört zu sein, noch das, was er vollendet, vernichtet, sondern in Ewigkeit verherrlicht. III) Wegen der heiligen Schrift. Christus ist der heiligen Schrift a) Anfang, nicht allein, weil er aller Dinge Anfang ist, sondern weil das alte Testament von der Darstellung einer reinen Schöpfung und eines reinen Menschen, 1 Mos. 1, 3. 26. 27. 31. was beides in Christo wieder hergestellt werden soll, ausgeht, und schon, 1 Mos. 3, 15. den ersten Fingerzeig von einer Erlösung giebt, und das neue, Matth. 1, 1. Joh. 1, 18. 1 Petr. 1, 11. mit Christo anfängt; b) Materie, der Stern und Kern, indem die Schrift von ihm zeugt, Joh. 5, 39. Ps. 40, 8. A. G. 10, 43. c) Ende, da sich das alte Test., Mal. 4, 2. 5. 6. und das neue, Offb. 22, 21. 22. mit ihm endet und Christus überdies der Schlußstein des A. T., welches ohne ihn ein defecter Bau bliebe, und der ganzen heiligen Schrift Zweck und Ziel ist, Joh. 20, 31. d) Christi Wort und Werk ist ewig gültig und vollkommen, und kann durch nichts angeblich Besseres vollendet oder verdrängt werden.

Ich bin das A und O, der Anfang und das Ende, spricht der HErr. Offb. 1, 8. Ich bin das A und O, der Erste und der Letzte, ib. 1, 11. Ich bin das A und O, der Anfang und das Ende, ib. 2l, 6. Ich bin das A und O, der Anfang und das Ende, der Erste und der Letzte, ib. 22, 13.