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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Cheset» - Woe.
1 Mos. 3, 24. läßt sich schließen, daß sie Thier-und Menschengestalt gehabt; von letztern wahrscheinlich Haupt und Hände: deswegen auch Ierobeam auf seine zwei Götzenkälber verfallen. Es steht unter andern 2 Mos. 25, 17. 18. c. 26, 1. c. 36, 8. 35. c. 37, 7. 1 Kön. 6, 23. 2 Chr. 3, 7. Gzech. 41, 18.
Er sitzet (der HErr) auf Cherubim, darum reget sich die Welt, Pf. 99, i. i Sam. 4, 4. L Sam. 6, L. Esa. 3?, 16.
Nach Bahr, Symbolik I. 311-314. 340-361. sind die Cherubim nicht unmittelbar Bilder GOttes, oder der göttlichen Eigenschaften: denn sonst würden sie geradezu gegen das Bilderverbot streiten, und es wäre die größte Iuconsequenz, Abbildungen Ieho-vas verpönen, und im Heiligthum selbst aufstellen; - sondern, sie sind als lebendige Wesen, f^cua, Offb. Joh.) denen das Leben -car' e^a/^ znkommt, Geschöpfe, die das volle, ganze, höchste, vollkommenste creatürliche Leben haben, die auf der höchsten Stufe desselben stehen. Der Cherub ist der Compler der höchsten creatürlichen Lebenskräfte, Zeugniß und Offenbarung göttlichen Lebens. Die vier ihn bildenden Geschöpfe weisen auf besondere Modificationen des göttlichen Lebens hin: der Stier auf die zeu-geude, schaffende Kraft, der Löwe als Bild der unüberwindlichen Kraft und Furchtbarkeit GOttes, Herrscher-und Nichterwürde; der Adler als Symbol der Allgegenwart und Allwissenheit; der Mensch, Bild der intelligenten Kraft, der absoluten Geistig-keit. So wird der Cherub als Repräsentant der ganzen Schöpfuug ein Zeuge der durch das ganze Reich der Geschöpfe sich offenbarenden Schöpferkraft, Majestät, Allgegenwart und Allwissenheit, endlich der absoluten Weisheit GOttes. Als ein solcher Zeuge dient er zur Verherrlichuug GOttes, ja er ist das factische lebendige'Lob GOttes selbst, daher Offb. Joh. 4, 8. die Lebeusthäügkeit der vier 5<ö« in unaufhörliches Loben und Preisen GOttes gesetzt wird. Daher stehen die Cherubim in Verbindung mit dem Paradies: weil ihnen, als Geschöpfen, die das Leben auf seiner höchsten creatürlichen Stufe besitzen, die Stätte des Lebens als Wohnort, und die Bestimmung, ihn zu bewahren, zukommt. Noch häufiger stehen sie in Verbindung mit dem Throne GOttes. Dieser ist der Ort der vollkommensten Offenbarung der Herrlichkeit GOttes; die Cherubim aber sind Repräsentanten der Schöpfung, als des Compleres aller, auch der höchsten Offenbarungen GOttes: also haben beide, Thron und Cherub, die Idee der Offenbarung göttlicher Herrlichkeit mit einander gemein. Daher machte man auch von den Cherubs, ohne eben an die einzelnen Bestandtheile zu denken, einen bildlichen Gebrauch, indem man die Grnnd-idee festhielt, die der höchsten, GOttes Herrlichkeit abspiegelnden und offenbarenden Stufe des creatürlichen Lebens. - Engel sind die Cherubim nicht (die Cherubim sind keine wirklichen Wesen, sondern Gebilde, singirte Wesen, deren Gestalt wandelbar war); wohl aber konnten die Engel, in sofern sie die höchsten Geschöpfe sind, deren Wohnort der Himmel und deren Geschäft das Lob und Preis GOttes ist, die auf der höchsten Stufe creatürlichen Lebens stehen, mit dem Namen Cherubim belegt werden. - Die andern Ansichten werden von Bahr S. 349 -356. geprüft und der ägyptische Ursprung S. 356-361. bestritten.
z. 3. III) Wird der K'önig zu Tyrus so genannt, Ezech. 28, 14. und eS läßt sich aus der Weissagung Daniels 7. mit Offb. 4, 7. schließen, daß sie die
weltliche Obrigkeit, als Schuhherrn und Pfleger der Kirchen, dargestellt.
§. 4. IV) Ein Mannsname, Esr. 2, 59. Neh. 7, 61.
t. Chesed, 2. Chesib
1. Wie ein Verwüste^ ein Sohn Nahurs, 1 Mos. 22, 22. 2. Ein Lügner. Ein Ort in Canaan, wo Inda eine Zeitlang wohnte, 1 Mos. 38, 5.
Chesil
Narrheiti heißt auch Chcjsalon, eine Stadt im Stamm Iuda, Ios. 15,10. 30.
1. Chesulloth, 2. Chidon
1. Thorheiten. Giue Stadt im Stamm Isaschar, Ios. 19, 18. 2. Rnglück, ein Platz, dessen 1 Chr. 14, 9. gedacht wird.
l. Chileab, 2. Chiljon
1. Ganz, wie der Vater, König Davids anderer Sohn, 2 Sam. 3, 3. 2. Vollkommen. Ein Sohn Elimelechs und Naemis, Ruth 1, 2. 5. c. 4, 9.
Chimeham
Der zu Aufruhr Lust hat, ein Zänker. Der Sohn Barsillais, 2 Sam. 19, 37. 38. 40.
Chinnareth s. a. Cinneroth
Cither oder Harfe. Eine Stadt im Stamm Naph-thali, Ios. 19, 35.
Chion, Chios
Ossenstatte. Eine Insel im ägeischen Meer, 35 Meilen im Umkreis, deren Hauptstadt auch Chios hieß, A.G. 20, 15.
Chisleu, s. Casleu Chislon
Verwegen. Der Vater Elidads, 4 Mos. 34, 21.
Chittim
Zertreten. Diese siuos, welche von Kithim, 1 Mos. 10, 4. ihre Abkunft haben, 4 Mos. 24, 24. Ier. 2, 10. Die Inseln Chittim sind n. E. Griechenland, Macedonien, n. A. Italien und das römische Gebiet, Dan. 11, 30. 1 Macc. 1. 1. und so ist die Weissagung Esa. 23, 1. 12. von Alexander, dem Großen, zu verstehen. N. A. die Insel Cyprus.
Nach Hengstenberg, die Geschichte Vileams S. 199. darf diese Benennung nicht in weitem Sinne genommen und auf alle Inseln und Küstenländer des Mittelmeers, besonders die nördlichen, also auf die Inselu und Küsten Griechenlands und auch Italiens übertragen, sondern muß auf Cypern allein beschränkt werden, 4 Mos. 24, 24. komme die seindliche Macht gegen Assur nicht aus Cypern, sondern nur von der Seite von Cypern her.
Chiun
Gewiß, beständig. Wird für den Saturnus gehalten, welchen die Perser Chijon nennen. Amos 5, 26. ist von dem goldenen Kalbe zu verstehen.
Chloe
Ein glaubia.es Weib zu Corinth, 1 Cor. 1, 11.