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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Chronica - Chrysolith.
50, 4. c. 61,1 f. vergl. Luc. 4, 18. und daß er größer gewesen, als alle, zeigt a) seine Person; denn er war zugleich GOtt (.§. 6.) und ohne Sünde (§. 11.) Ebr. 7, 26. b) Er gab den Worten selbst die Kraft. Joh. 6, 36. Lasset uns ihn willig hören, 5 Mos. 18,15.
§. 17. II) Das Hahepriesterliche, da sich Christits selbst für der ganzen Welt Sünde in den Tod gegeben, und uns noch vertritt, Röm. 8, 31-34. Er ist Hoherpriester sowohl nach der göttlichen als menschlichen Natur, der für unsere Sünde genug gethan, Ps. 110, 4. Ebr. 7, 21. (wider die Socinianer) Matth. 20, 28. 1 Tim. 2, 6. nicht allein für die Erbsünde, sondern auch für die wirkliche, 1 Joh.
1, 7. Esa. 53, 5. (wider die Papisten, welche mit ihrem Meßopfer für die wirklichen genug thun wollen.) Wie Christus als Hoherpriester vor allen andern Hohenpriestern A. T. einen großen Vorzug habe, erörtert Stock im Homilet. I^sxioo 8ud. u. 2. p. 226.
Wer will verdammen? Christus ist hier, der da gestorben ist, ja vielmehr, der auch auferwecket ist, welcher ist zur Rechten GOttes, und vertritt uns, Röm. 8, 34.
Christus ist gekommen, daß er sei ein Zohervriester der zukünftigen Güter - auch nicht durch der Böcke oder Kälber Blut, sondern er ist durch sein eignes Blut Ein Mal in das Heilige eingegangen, und hat eine ewige (ewig gültige) Erlösung erfunden, Gbr. 9, ii. 12. Ebr. 5, 5.
§. 18. ^. III) Das Königliche^ wodurch Christus Alles gegenwärtig regiert, besonders aber seine Kirche in seinem Schntz hält und vertheidigt, (wider die Neformirten, welche sagen, daß Christus in Ansehung seiner menschlichen Natur nicht gegenwärtig regiere), Joh. 18, 37. Ier. 23, 5.
z. 18. V. Diese drei Aemter, welche nicht gleichbedeutend sind (H/l)/-«H HMoms. paA. 193. gegen FT-nssii, vgl. ^/n7o äß krasiiiiis et ?06üi8 p. 918.), bezeichnen scharf den ganzen Umfang des Erlösungswerkes Christi nach den drei geistigen Bedürfnissen des Menschen. Er bedürfte 1) der religiösen Be-lehrungi des Lichtes der göttlichen Weisheit, gegen die herrschende Verfinsterung; er bednrfte 2) der Wiederbelebung und Heiligung des Willens, bei der natürlichen Sündhaftigkeit und dem geistlichen Unvermögen; er bedürfte endlich 3) des Trostes, der Beruhigung, theils a) hinsichtlich der Vergangenheit, - Vergebung der Sünden, - theils b) hinsichtlich der Zukunft, - Hoffnung der ewigen Seligkeit. Und gerade diese vier Stücke nennt Panlus 1 Cor. 1, 30. als die Hauptwohlthaten, die wir Christo verdanken; so daß er 3 a) mit Recht vor
2. setzt, weil die Gerechtigkeit, die Rechtfertigung und Begnadigung vorausgehen muß, ehe die Heiligung geschehen kann. Als Prophet giebt uns Christus die himmlische Weisheit: als Hoherpriester ist er unsre Gerechtigkeit, oder nnser Versöhner: als König wirkt er unsre Heilignng und die ewige Seligkeit.
Christus IGsuZ ist uns gemacht von GOtt zur Weisheit, und zur Gerechtigkeit, und zur Heiligung, und zur Erlösung, i Cor. i, 30.
z. 19. Er hat aber ein dreifaches Reich, a) das Naturreich, welches sich über alle Creatnren erstreckt, Ps. 8, 7. Matth. 28, 18.* b) das Reich der Gna-den, welches sich über seine streitende Kirche hier auf Erden erstreckt, da er solche durchs Wort und die Sacramente sammelt, erhält und mit geistlichen Gaben begnadigt, Ier. 23, 5. Matth. 16, 18. Joh. 18, 36. Röm. 14, 17. c> das Reich der Ehren und Herrlichkeit, welches sich über die triumphi-
rende Kirche im Himmel erstreckt, Matth. 25, 14. 31. Luc. 23, 43. da sind die Unterthanen die Seligen, welche mit ihm ewig leben und herrschen.**
* Welche er gewirket hat in Christo, da er ihn von den Todten auferwecket hat, und gesetzt zu seiner Rechten im Himmel, Eph. 1, 20. (als einen HCrrn in seinem Machtreich.)
*" So bezeuge ich nun vor GOtt und dem HGrrn I. C., der da zukünftig ist, zu richten die Lebendigen und die Todten mit seiner Erscheinung und mit seinem Reich (wenn sein Reich der Herrlichkeit wird völlig offenbar werden', 2 Tim. 4, 1.
§. 20. Unser Heiland ist übrigens unter andern vorgebildet worden onrch:
Abels Opfer, 1 Mos. 4, 4. Baum des Lebens, 1 Mos. 2, 9. Brunnen Isaacs, 1 Mos. 26, 19. Bundeslade, Ebr. 9, 4. feurigen Bufch, 2 Mos. 3, Z. 3. Gnadenstuhl, 2 Mos. 25, 17. Röm. 3, 25. den Hohenpriester, Ebr. 4, 15. den Ionas, Matth. 12, 40. Jacobs Leiter, 1 Mos. 28, 12. den Joseph, 1 Mos. 37, 28. Isaac, 1 Mos. 22, 6. Manna, 2 Mos. 1«, 15. Joh. s, 32. Melchifedech, 1 Mos. 14, 18. Ps. iio, 4. Oster-lamm, 2 Mos. 12, 5. Regenbogen, i Mos. 9, 13. eherne Schlange, 4 Mos. 21, 8. Joh. 3, 14. Samariter, Luc. 10, 33. Simson, Richt. 15, 15. Traube zu Efcol, 4 Mos. 13, 24. Verfö'hnoock, 3 Mos. is, 21 :c.
Chronica
§. 1. Tagewortei oder Tagebücher, Annalen. Ob die zwei Bücher der Chroniken, weil das Ende des andern Buchs mit dem Anfang des Buchs Efra nicht allein dem Verstande, sondern auch den Worten nach übereinstimmt, den Esra zum Verfasser haben, ist ungewiß. Gewiß ists, daß sie die Chro-nik der Könige Israel und Juda (§. 3.) zum Grnnde legen. Sie sind erst nach der babylonischen Gefangenschaft in die vorhandene Form gebracht, wie solches ans dem Ende, da der Befreiung durch den König Cores Meldung geschieht, zn sehen; daß aber nach Esras Zeiten von heiligen Leuten Zusätze gemacht sind, läßt sich aus der Fortsetzung des Geschlechts Davids bis über die Zeiten der Macca-bäer leicht schließen.
§. 2. Diese Bücher wiederholen aufs Kürzeste die Geschichte der Welt; und zwar das erste Buch erzählt in 30 Kapiteln die Geschichte von ohngefähr 3000 Jahren; das andere von 472 in 36 Kapiteln; und sind beide darum geschrieben, 1) daß die Juden, welche in der babylonischen Gefangenschaft durch Verheirathung mit den Heiden in viele Verwirrung gerathen, wieder ihre ordentlichen Geschlechtsregister haben, und die Heiden von den Israeliten unterscheiden könnten; auch daß besonders das Geschlecht der Leviten sicher gestellt und die Einrichtung des Tempeldienstes geregelt, und die Verehrung des Ie-hova gehoben würde; 2) damit wir unsers Heilandes Geschlechtsregister richtig haben möchten; 3) damit man die Bücher der Könige, Propheten und Psalmen desto besser verstehen möge. Wie man denn, was in den Büchern der Köniqe nicht zn finden, hier antrifft, auch viele evangelische Fragen aufgelöst, und zum Verständniß des N. T. viel Beitragendes findet.
z. 3. Die Chroniken, 1 Kön. 11, 41. c. 14, 19. c. 15, 23. Esth. 2, 23. c. 10, 2. waren die Nachrichten, welche die Geschichtschreiber der Könige zn-sammentrugen; indem die israelitischen Könige, wie die heidnischen, Esr. 4, 15. ihre Geschichtschreiber hatten, welche die merkwürdigen Begebenheiten in gewisse Bücher eintrugen, die aber später verloren gegangen sind.
Chrysolith
Ein Galdstem. Gin Edelstein von schöner Goldfarbe, (der jetzige blaßgrün) und sehr hart, die kost-