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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Erk«.
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ewig sein und semer Wohlthaten seligst genießen möge. (S. erkennen F. 5.)
Denn das Land ist voll Erkenntniß des ZErrn, wie mit Wasser des Meeres bedeckt, Esa. 11, 9. Hab. ZI 14
Ich habe Lust an der Liebe, und nicht am Opfer; und am Erkenntniß GOttes, und nicht am Brandopfer, Hof. 6, ss.
GOtt sei gedanket, der uns allezeit Sieg giebt in Christo, und offenbaret den Geruch seiner Erkenntniß durch uns an allen Orten, 2 Cor. 3, 14.
GOtt hat einen hellen Schein in unsere Herzen gegeben, daß entstände dis Erleuchtung von der Erkenntniß der Klarheit GOttes in dem Angesichte (Perlon) IEsn Christi. 2 Cor. 4, 6.
Damit wir verstören die Anschläge, und alle Höhe, die sich erhebet wider das Erkenntniß GOttes, L Cor. 10, 5. (S. Vernunft.)
Daß der GOtt unsers HErrn JEsu Christi, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Wahrheit und seiner Offenbarung, zu seiner selbst Erkenntniß, Eph. 1, 17.
Wachset in der Erkenntniß GOtteZ :c., Col. 1, 11.
GOtt gebe euch viel Gnade und Friede durch die Erkenntniß GOttes, und IEfu Christi, unsers HErrn, L Petr. I, 2.
Nachdem allerlei seiner göttlichen Kraft, was zum Leben und göttlichen Wandel dienet, uns geschenket ist durch die Erkenntniß des, der uns berufen hat durch seine Herrlichkeit und Tugend, v. 3.
z. 8. Dieser Grund (§. 7.) aller Tngenden kommt von dem oreiemigcn GOtt, 2 Cor. 4, 6.
a) vom Vater, Matth. 16, 17. Efth. 1, 17. 18.
b) Christo, Matth. 11,27. c) dem heiligen Geist, Esa. 11, 2. Joh. 15, 26. 1 Cor. 2, 10. 11. 12. und wird 1) äußerlich gewirkt durch das Wort, Ps. 119, 104. 105. weiches uns von GOttes Wesen (z. V. daß er sei Ebr. 11, 6. einig, 5 Mos. 6, 4. dreifältig in Personen, 1 Joh. 5, 7.), Eigenschaften (allmächtig, gütig, gerecht), Willen im Gesetz und Evangelium, Werken (Schöpfung und Erhaltung) und Wohlthaten (im Reich der Gnade. Bekehrung, Rechtfertigung, Erneuerung und Heiligung) unterrichtet, 2) innerlich, durch die Erleuchtung des heiligen Geistes, wodurch das Licht göttlicher Erkenntniß angezündet wird, Ps. 36, 10. 2 Cor. 4, 6.
§. 9. Ein bloßes Wissen macht die Sache nicht ans; die Ungläubigen, Tit. 1,16. kennen GOtt, und die Teufel glauben sein Dasein, Iac. 2,19. jene verleugnen ihn mit ihren Werken, und diese erzittern. Es muß daher die Erkenntniß sein 1) gründlich, Col. 1, 23. 2) lebendig und thätig, Joh. 13, 17. Offb. 22, 14. Ps. 119. Ist GOtt allwissend, allgegenwärtig, scheue dich, Böses zu thun; ist er gerecht und straft das Vöfe, thue Gutes; ist er gütig, hoffe auf ihn; lügt er nicht, traue ihm; ist er barmherzig, übe die Liebe des Nächsten :c. Ist Christus der Welt Heiland, glanbe an ihn und verharre bis ans Ende; leitet der heilige Geist in alle Wahrheit, laß dich führen und betrübe ihn nicht:c. 3) zueignend, Hiob 19, 25. mein Freund ist mein, und ich bin sein, Hohel. 2, 16. 4) übeud, Phil. 3, 10. 5) wachsend, 2 Petr. 3, 18. Col. 1. 10. 11. 2 Cor. 3, 18. Eine solche entzieht uns dem Unflath der Welt, 2 Petr. 2, 20. daß wir reich werden, 1 Cor. 1, 5. das ewige Leben, Joh. 17,-3. und darin eine vollkommene Erkenntniß erlangen, 1 Cor. 13, 12. 1 Joh. 3, 2.
z. 10. Erkenntniß seiner selbst, besteht in der aus eigner sorgsamer Beobachtung und Prüfung seines Innern vor GOtt, erlangten Kenntniß von seinem Herzenszustande, und besonders von dem natürlichen Sündenverderben, sowie von den einzelnen sündhaften Neignngen, Gebrechen und von seiner Schuld und Unwürdigkeit. Haben die Heiden vorgegeben, das ^c5.^i o-eowrä^ Erkenne dich selbst, sei zuerst vom Himmel gehört worden ; so lasse doch ein Jeder unsers Heilandes Matth. 7, 5. 3. 4. Vermahnnng tiefe Wurzeln in seinem Herzen schla-
gen. Cs reicht jedoch nicht aus, bloß 1) die phn» fische Gebrechlichkeit und Bedürftigkeit der menschlichen Natur zu erkcuneu, als: seinen Ursprung mit Abraham, 1 Mos. 18, 27. Pred. 12, 7. Sir. 10, 9. seine Empfängnis und Geburt, Hiob 10, 9-11. Weish. 7, 1-4. seine Hinfälligkeit und Schwachheit mit Esa. 40, 7. 8. seine Nichtigkeit mit Abraham, 1 Mos. 18, 27. Hiob 25, 6. David, Ps. 39, 6. 12. seine Sterblichkeit mit Hiob, c. 14, 1. 2. David, Ps. 39, 6. 7. seine Verwesung mit Hiob, c. 17, 13. 14. Salomo Pred. 12, 7. Sir. c. 10, 10. sondern es ist nöthig 2) sein sittliches Elend und Verderben recht zu erkennen und sich einzuqestehen; seine Sündlichkeit mit David, Ps. 51, 7. Ps. 38, 5. 143, 3. mit Petrus, Luc. 5, 8. seine Unwürdigkeit mit Jacob, 1 Mos. 32, 10. David, 2 Sam. 7, 18. und dem Hanptmann zu Capernaum, Matth. 8, 8. mit Paulus, Gal. 6, 3. 4. und das stete Elend in diesem Leben als Folge der Sünde anzusehen mit David, Ps. 73, 14. Ps. 102, 10. Hiob 7, 1.2. Sir. 40, 1.2.
z. 11. So selten die rechte Selbflerkenntniß ist, indem dem natürlichen Menschen sein Inneres das Unbekannteste bleibt (niulti multa soiunt, st 86ip808 no36wnt, SsT-nK^ti Ußäit. o. 1) und die Eigenliebe den Blick in das Innere schent, die Zerstreuung ins Weltleben es nicht dazu kommen läßt: - so ist sie doch uuentbehrlich zum wahren Heil. Eiue solche genane Erforschung seiner selbst und aller Mängel ist die beste Philosophie, und legt der Eigenliebe Zaum und Zügel an, befördert die Demuth und ist ein Weg zu ungeheuchelter Vuße und Vesseruug. Derjenige richtet seine Augen vergeblich zu GOtt in die Höhe, welcher noch nicht in sich gesehen. Sich recht kennen, führt zu der Erkenntniß GOttes: denn wir lernen uns selbst verleugnen, uns selbst hassen, das Krenz auf uns nehmen, nnserm Heiland nachfolgen, und das ist Leben und Seligkeit.
H. 12. Erkenntniß der Sünden. Diese Empfindung der Kraft und des Gifts in der Seele, wenn wir inne werden, daß wir den barmherzigen GOtt mit unsern Uebertretungen des Gesetzes beleidigt und nns zeitlicher und ewiger Strafe würoiq gemacht, wird durch das Gesetz gewirkt, Röm. 7, 7.* Das ist gleichsam der Wecker, welcher die Sichern aus dem Sündenschlummer aufweckt, und ihnen alle Süßigkeit in Galle und Wermuth verwandelt; denn es ziehet nach sich a) eine Empfindung des göttlichen Zorns, Rom. 4, 15. Pf. 6, 1. Ps. 38. Klagel. 3, 42. t») Angst und Schrecken im Gewissen, Ps. 25, 17. Ps. 38, 9. Esa. 38, 17. c) eine Demüthigung vor GOtt. Ist dieser ein verzehrendes Feuer, 5 Mos. 4, 24. so werfen wir uns in Demuth vor den Gnadenstuhl, Röm. 3, 24. 25. und weinen reuig mit Petrus, Matth. 26, 75. gläubig, Marc. 9, 24. mit dem Vorsatz, abzulassen, Esa. 1, 16. 17. Dann werden unsere Sünden, ob sie gleich blutroth, doch schneeweiß werden, ib. v. 18. (S. Deichte §. 5.) Jeder beherzige, was 1 Joh. 1, 8. 9. 10. steht. Wir sollen unsere Sünden erkennen, damit wir GOttes Wahrhaftigkeit ehren, da der Lengner GOtt zum Lügner macht; in gefährlicher Selbsttäuschung befangen bleibt, und zu keiner Besserung und Seligkeit gelangen kann. * Durch das Gesetz kommt Erkenntniß der Sünde, Röm. 3, 20.
Erker
Sind Vorgebäude, die inwendig an den Häusern eine Weite geben, auswendig aber für eine schöne