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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Frembüng ? Fressen.
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Unser Erbe ist den Fremden zu Theil geworden, Klagel.
5, 2.
Daß ihr zu derselbigen Zeit wäret ohne Christo, fremde und außer der Bürgerschaft Israels lc., Gph. 2, 12, Col. 1, 21.
§. 8. V) Was von einer andern Familie, Verwandtschaft. 1 Mos. 31,15. Der nicht vom Stamm Levi, 4 Mos. 1, 51. c. 16, 40. c. 18, 4.
§. 9. Zu Asdod werden Fremde wohnen. Zach. 9, 6. Andere: ein Bastard, vielleicht Alexander der Große, von dem man zweifelt, ob ihn Olympias mit Philippns gezeugt.
Fremdling
z. 1. I) Wer sich außerhalb seines Vaterlandes aufhält; wie
Abraham in Egypten, i Mos. 12, 10. zu Gerar, i Mos. 20, i.
in der Philister Land, 1 Mos. 21, 34. m dem verheißenen
Land, Ebr. 11, 9. Lot zu Sodom, 1 Mos. 19, 9. Isaac, 1 Mos. 26, 3. zu Hebron, c. 35, 27. Moses, 2 Mos. 2, 22. im Lande Midian, A.G. 7, 29. Jacob im Lande Ham, Pf. 105, 23. Israel in Canaan, Ps. 105, 12. in Egypten, A.G. 13, 17.
F. 2. II) Im Gegensatz der Israeliten, die, welche von einem andern Volk abstammen. Unter den Inden waren 1) Fremdlinge oder Pro seinten der Gerechtigkeit, welche sich beschneiden ließen, und das ganze Gesetz Moses annahmen, daß also unter ihnen und den Israeliten im Gottesdienst kein Unterschied war. 2) Proselyten des Thores. Diese ließen sich nicht beschneiden, sondern nahmen nur die 7 Gebote Noahs an: a) die Abgötterei fliehen, b) GOttes Namen nicht lästern noch mißbrauchen, c^ kein Blut vergießen, d) von Blutschande und Unzncht sich enthalten, e) nlcht stehlen, f) Necht nno Gerechtigkeit halten, g) kein Glied von einem lebendigen Thiere oder noch blutendes Fleisch essen. Diese durften im Lande wohnen, aber zu Jerusalem nicht, und hatten mit den Israeliten keine Gemeinschaft in ihrem Gottesdienst und Freiheiten.
Wer gesäuertes Brod isset, des Seele soll ausgerottet werden,
es sei ein Fremdling oder Einheimischer, 2 Mos. 12, 19. Die Fremdlinge sollst du nicht schinden noch unterdrücken; denn
ihr seid auch Fremdlinge in Egypten gewesen, 2 Mos. 22, 2i.
c. 23, 9. 3 Mos. 19, 33. 5 Mos. 10, 16. 19. c. 24, 17.
c. 27, 19. Ier. 22, 3. Zach. 7, 10. Auch sollst du deinen Weinberg nicht genau lesen, fondern den
Armen und Fremdlingen sollst du es lassen, 3 Mos. 19, 10. Es soll einerlei Recht unter euch sein, dem Fremdling, wie dem
Einheimischen, 3 Mos. 24, 22. 4 Mos. 15, 15. auch in Opfern,
4 Mos. 15. 14.
Soll das Passah halten, 4 Mos. 9, 14. Ließ David versammeln, 1 Chr. 23, 2. zählte Salomo, 2 Chr.
2, 17. Da sie nun das Gesetz höreten, schieden sie alle Fremdlinge von
Israel («iimlich Alles, was sich unter Israel zur Ungebühr gemengt hatte), Neh. 13, 3.
Wittwen und Fremdlinge erwürgen sie, Pf. 94, 6. Ezech. 22, 7. Der HErr behütet die Fremdlinge und Waisen, Ps. 146, 9. Und den Fremdlingen, Waisen und Wittwen keine Gewalt thut,
Ier ?, 6. Hat sich Keiner gefunden ? denn dieser Fremdling? Luc.
17, 18.
Vist du allein unter den Fremdlingen zu Jerusalem, der nicht wisse ic., Luc. 24, 18.
§. 3. Esa. 14,1. heißen die Heiden und Ezech. 47, 22. die bekehrten Heiden so; und wenn Gzechiel von der geistlichen Gnadengemeinschaft mit jüdischen Formeln' redet, spricht er:
Es soll kein Fremder eines unbefchnittenen Herzens, und unbeschnittenen Fleisches in mein Heiligthum kommen, aus allen Fremdlingen, so unter den Kindern Israel sind, Ezech.
44, 9.
8- 4. Die Juden waren GOttes Eigenthum, und die Heiden in Ansehung dessen Fremdlinge, und von der Bürgerschaft Israels ausgeschlossen, außer Christo.* In der Welt find wir Fremdlinge im Gegensatz
zum Himmel, 1 Petr. 2, 11. Ebr. 11, 13. da wtr zwar die Güter dieser Welt besitzen, aber nicht als unser Eigenthum, GOttes Gnade ist es, im Sterben müssen wir sie zurücklassen; und we^ der Fromme dem Geiste dieser W?lt fremd ist, und daher unter den ungöttlichen Kindern der Welt sich unhcimisch fühlt; überhaupt in dieser W?lt keine Befriedigung findet, dagegen seine wahre bleibende Heimath im Himmel erblickt, dessen Bürgerrecht ihm schon ertheilt ist, Phil. 3. 20. Daher ist auch den Christen ein himmlisches Heimweh, ooer ein Verlangen, daheim zu sein bei dem HErrn, eigenthümlich, 2 Cor. 5, 8. Ps. 120, 5.
*So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, fondern Bürger mit den Heiligen, und GOttes Hausgenossen, Eph. 2, 19. v. 12.
Fressen
8- 1. I) Von Menschen und Vieh.
Den Joseph sollte ein wildes Thier gefressen haben, 1 Mos. 27,20.
Die 7 magern-fraßen die 7 fetten Kühe, c. 41, 4. 21.
Von Heuschrecken, 2 Mos. 10, 5. 2 Chr. 7, 13. Ps. 105, 35. Ioe! 1, 4.
Die Ungehorsamen sollten die wilden Thiere fressen, 3 Mos. 26, 22.
Das Ungeziefer die Bäume, 5 Mos. 28, 42.
Du wirst (aus Hunger) die Frucht deines Leibes fressen, 5 Mos. 23, 55. Ier. 19, 9. Ezcch. 5, 10.
Wer von Ierobeam stirbt in der Stadt, den sollen die Hunde fressen, 1 Kön. 14, 11. Von Baesa, c. 16, 4. von Ahab, c. 2l, 24. die Iesabel, v. 23. 2 Kön. 9, 10. 36.
Der ich doch wie ein faules Aas vergehe und wie ein Kleid, daZ die Motten fressen, Hiob 13, 28.
Der Behemoth frifset Heu, wie ein Ochs, Hiob 40, 10.
Ein Auge, das den Vater verspottet ? und die jungen Adler fressen, Svrw. 30, 17.
Siehe, sie werden allzumal wie ein Kleid veralten, Motten werden sie fressen, Esa. 50, 9. c. 51, 8.
Nebucadnezar fraß Gras, wie ein Ochs, Dan. 5, äi,
HprydeZ ».«.v Türmern, Zl.G. 12, 23.
§. 2. Fressen und Zaufeu ist eine wollüstige und üppige Ueberfüllung des Leibes mit vielcr Speise und Trank über Hunger nno Dinst. Solche Nn-mäßigkeit würdigt den Menschen unter das Thier herab, stumpft Geist und Herz ab, und hindert alle freie Thätigkeit und Wachsamkeit.
Denke nicht, hier ist viel zu fressen, Sir. 31, 13.
Friß nicht zu sehr, daß man dir nicht gram werde, Sir.
31, 19. Ueberfülle dich nicht mit allerlei niedlicher Speise, und friß nicht
zu gierig, Sir. 37, 32. Viel fressen macht krank, ib. v. 33 Viele haben sich zu Tode
gefressen, v. 34. Aber hütet euch, daß eure Herzen nicht beschweret werben mit
Fressen und Saufen?c., Luc. 21, 34. Lasset uns ehrbarlich wandeln, als am Tage, nicht in Fressen
(Schwansereien, dabei man des Nachts herum schwärmte) und
Saufen, Rom. 13, 13. Offenbar sind die Werke des Fleisches ? Saufen, Fressen zc.,
Gal. 5, 19. Li.
§. 3. II) Verzehren, verderben, z. B. vom Feuer, 4 Mos. 21, 28. (S. Feuer.) vom Schwert. (S. Schwert:c.) Sein Fleisch fressen; das Seine verthun, Pred. 4, 5.
Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, da sie der Nost
und die Motten fressen, Matth. 6, 19. 20. Der Eifer um dein Haus hat mich gefressen (so mich hingerissen,
daß ich alle Furcht oder NUcksicht aus den Hugen setzte), Joh.
2, 17. Vf. 69, 10. So ihr ader euch unter einander beißet und fresset?c. (so er-
dittert yeaen einnnder werdet, nls Wolltet ihr euch uertilgin),
Gal. 5,' 15.
§. 4. Es zeigt III) eine gräuliche Verwüstung an, wenn der Feind in vollem Gnmm die Einwohner, ihre Güter und Habseligkeitcn verschlingt, sie selbst überwindet und vertilgt. Einen mit Allem, was er hat, verzehren und verderben.
Fürchtet euch vor dem Volk dieses Landes nicht, denn wir wollen sie wie Brod fressen. 4 Mos. 14, 9.