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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Fuß-
Ich aber hätte schier gestrauchelt mit meinen Füßen, Pf.
73, 2. Mein Fuß hat gestrauchelt, Ps. 94, 18. (Nun werde ich einen
Fehltritt thun und in Unglück gerathen.) Die Hoffnung des Verächters ist wie ein gleitender Fuß,
Sprw. 25, 59. Gebet dem HErrn ? die Ehre ? ehe eure Füße sich an den
dunklen Beigen stoßen, Ier. 13, 16. "^ Er wird meinen Fuß aus dem Netze ziehen, Ps. 25, 15. Dn hast meine Seele vom Tode errettet, meine Füße vom
Gleiten, Ps 56, 14. Pf. 116, 8. Der unsere Seele im Leben behält, und lasset unsere Füße nicht
gleiten, Ps. 66, 9. Daß sie dich auf den Händen tragen, und du demen Fuß
nicht an einen Stein stößest, Ps. 91, 13. Matth. 4, 6.
i Sam. 2, 9. Du wirst sicher wandeln auf deinem Wege, daß du deinen Fuß
nicht stoßen wirft, Sprw. 3, 23.
«"* Du stellest meine Füße auf weiten Raum, Pf. 31, 9. 1'nd stellete meine Füße auf einen Fels, daß ich gewiß treten
kann, Ps. 40, 3.
z. 4. Unter, mit Füßen treten 1 zeigt theils eine Unterwerfung, theils Schimpf und Verachtung an, 2 Sam. 22, 39. Ps. 18, 39. Ps. 47, 4. Esa. 26, 6. c. 28, 3. Ind. 14, 5.
Kommet her, und tretet diesen Königen mit Füßen auf die
Hälse, Ios. 10, 24. Ihr werdet die Gottlosen zertreten: denn sie sollen Asche unter
euren Füßen werden, Mal. 4, 3. Der mein Vrod isset, der tritt (ftilßt) mich mit (aufgehobenen)
Füßen, Joh. 13, 18. Pf. 41, 10. Und der HErr des Friedens trete (wird zertreten) den Satan
unter eure Füße in Kurzem, Röm. 16, 20. Wie viel, meinet ihr, ärgere St.afe wird der verdienen, der den
Sohn GOttes mit Füßen tritt, Ebr. 10, 29. (durch Abfall
vom Christenthum.)
§. 5. Wir finden 1) Anbeten zu deinen Füßen i durch wahre und demüthige Bekehrung znr christlichen Kirche), Qffb. 8, 9. 2) Baden, im Blnt, färben, Ps. 68, 24. S. Baden z. 2. färben. 3) Decken, s. decken Z. 2. 4) Zu Fuße fallen zeigt eine Demnth und Ehrerbietung an (S. An» beten z. 5.), 2Mos. 11,8.
Abigail dem David, 1 Sam. 25, 24.
Die Wittwe dem Elisa, 2 Kön. 4, 37.
Esther AhaZveruZ, Esth. 8, 3.
Cornelius dem Petrus, A.G. 10, 35.
Der Kerkermeister dem Paulus und dem Silas, A.G. 16, 29.
Johannes einem Engel (in der Meinuna, cr sei ChrlstuZ), Offb.
19, 10. c. 22, 8. Völker müssen dir dienen, und Leute müssen dir zu Fuße fallen,
1 Mos. 27, 29. (S. §. 4.)
§. 6. 5) Der Fi'che Staub lecken, einem in aller Demnth dienen. Esa. 49, 23. 6) Zu Füßen legen. Joses übergab den Aposteln das Geld zu ihrer belicbigen Verwaltung, A.G. 4, 37. 35. c. 5, 2.
§. 7. 7) Zu Füßen fitzen, einen Zuhörer abgeben, A.G. 22, 3. Sie werden sich setzen zu deinen Füßen (als aufmerksame Zu-
Nrer). und werden lernen von deinen Worten, 5 Mos.
33, 3.
z. 8. 8) Traten auf ihre Füße, Offb. 11, 11. d. i. es werden immerfort wieder Andere, welche der Geist GOttes erwecken wird, an der Vorigen Stelle kommen.
§.9. 9) Die Fuße waschen, war bei den Morgenländern gewöhnlich; denn da sie keine Schuhe trugen, mußte es öfters zur Reinigung geschehen. Die Gäste thaten es selber, 1 Mos. 24, 32. c. 43, 24. Richt. 19, 21. oder man ließ es ihnen durch Jemanden thun. Der Gebrauch war auch noch in der alten Kirche, 1 Tim. 5, 10. Christus hinterließ, da er seinen Jüngern die Füße wusch, ein treffliches Beispiel der Liebe und Demuth, dem Nächsten zum Nutzen in dergleichen Diensten willfährig zu sein; und bildete zugleich das Geheimniß der geistlichen Reinigung durch sein Blut dadurch ab.
Denn da Petrus nicht will, so sagt er ihm seine Freundschaft auf, und da dieser verlangt, daß auch das Haupt ihm gewaschen werde, so antwortet Chri-stns: wer gewaschen (wiedergeboren durch Wasser und Geist) ist, der darf nicht, denn die Füße waschen, Joh. 13, 10. der darf sich nicht wieder taufen lassen, sondern muß sich von den täglichen Fehlern vermittelst des Blutes Christi losmachen, und solche GOtt abbitten. (Einen stehenden Gebrauch wie Zinzendorfi s. s. Leben von Spangenberg III. 548, dessen läsa ^iäoi 547 ff. und Andere, jedoch nicht die katholische Kirche j^s. Frint Handbuch der Religion V. 488. gegen Reinhard Moral II. 339. oder 372/j behaupteten, s. Fehlers Litnrg. Handbuch. S. 115-117. hat Christus schwerlich damit anordnen wollen, da derselbe wenig für den Occi-dent geeignet ist, und also keine allgemeine Anwendbarkeit hat; die Verpflichtung zur dienenden Liebe, welche auch zu den geringsten und beschwerlichsten Diensten bereit ist, sollte durch die symbolische Hand-lung tiefer und dauerhafter eingeprägt werden. Die scharfe gegen den ablehnenden Petrns gerichtete Drohung hat daher den Sinn: wer sich der Uebernahme dieser demüthigen, sich selbst vergessenden Liebespflicht weigert, gehört Christo nicht an.)
Abraham bietet cs den drei Männern an, 1 Mos. 18, 4.
Lot den beiden Engeln, c. 19, 2.
Abigail den Gesandten Davids, 1 Sam. 25, 41.
David sprach zn Uria: gehe hinab in dein Haus, und wasche deine Füße (ergötze dich mit deimm Weibe und rnhe nus), 2 Sam. 11, 8.
Ich habe meine Füße gewaschen, wie soll ich sie wieder besudeln? Hohel. 5, 3. (Äst eine probe der geistlichen Triialmt.)
Ich bin gekommen in dein Haus, du hast mir nicht Wasser gegeben zu meinen Füßen, Luc 7, 44.
Sie aber hat meine Füße mit Salben gesalbet, ib. v. 46. Joh. 12, 3.
Darnach goß er Wasser in ein Becken, und hob an, den Jüngern die Füße zu waschen, Joh. 13, 5.
Nimmermehr (durchaus nich!) sollst du (GGtt, Schöpfer) mir (Gcschclpf und nrmer Erde) die Füße waschen, Joh. 13, 6.
So nun ich, euer HErr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, so sollet ihr auch euch unter einander die Füße waschen, v. 14.
8. 10. II) In Ansehung des Innerlichen werden durch den Fuß des Menschen angedeutet die Kräfte der Seele, die sich in Wollen, Begehren, Verstehen und anderm Thun und Geschäften äußern. Wenn dich die müde machen, die zu Fuß gehen, wie will dirs gehen, wenn du mit den Nentcrn laufen sollst? Ierem. 12, 5. d. i. wenn du uumuthig wirst bei der geringeren Verdorbenheit der armen Eiu-wohner von Anathoth und der geringeren van ihneu zu erfahrenden Anfeindung: was wird erst mit dir werden beim Anblick des Verderbens und der Feindseligkeit der stolzen Einwohner vou Jeru» salcm? III) Der ganze Mensch, um den besonderen Fleiß und die Eilfertigkeit einer Sache auszudrücken, wie man denn, wenn eine Sache hurtig geschehen soll, geschwinde läuft, 2 Sam. 22, 34. Asahel war von leichten Füßen (konnte hurtig laichn), 2 Sam.
2, 18.
Ich setze meinen Fuß auf seine Bahn, Hiob 23, 11. (Ich bin
den Weg seines Gesetzes geumnoelt.) Hat mein Fuß geeilet zum Betrug? Hiob 31, 5. Mein Fuß gehet richtig, Ps. 26, 13. Ich betrachte meine Wege, und kehre meine Füße zu deinen
Zeugnissen, Ps. 119, 59.
Ich wehre meinem Fuß alle böse Wege, Ps. 119, 101. Dein Wort ist meines Fußes Leuchte, und em Licht auf meinein
Wege, ib. v. iO5. Ihre Füße laufen zum Bösen, Sprw. i, 16. Esa. 59, 7. Röm.
3, 15.
Laß deinen Fuß (wenn du Mcs nach GGttcs Wort recht er-n>oyen, Ebr. 12,13.) gleich vor sich gehen, so geheft du gewiß, Sprw. 4, 26.
Wende deinen Fuß vom Bölen, ib. v. 27.