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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Glauben.
wohnt er durch den Glauben, 2 Mos. 20, 24. Ebr. 2, 17. c. 4, 15. GOtt will ihn vollbereiten :c., 1 Petr. 5, 10. Gebet, Luc. 17, 5. Marc. 9, 24. das Wort, das Andenken an die Taufe und der Gebrauch des heiligen Abendmahls sind die Mittel, ihn zu stärken. <z. 19.)
z. 23. Durch Kreuz und Verfolgung muß dieses Licht nicht verdunkeln, oder gar auslöschen, Luc. 8, 13. sondern immer heller werden, 1 Petr. 1, 6. 7. Ein beharrlicher Kämpfer bis ans Ende wird mit der Krone des Lebens begnadigt, Marc. 13, 18. Offb. 2, 10. 2 Tim. 4, 7.'8. A.G. 7, 55. 1) GOttes Befehl, Joh. 6, 40. c. 12, 36. 2) Die Nothwendigkeit, Marc. 16, 16. Joh. 3, 18. 3) der Nutzen. Marc. 9. 23. c. 16, 16. (I. 20.) und 4) dic Exempel,* welche Ebr. 11. stehen, l8- 21.) nud die Glaubensheloen und Heldinnen, welche, daß nach Marc. 9, 23. dem, der glaubet, Alles möglich, bewiesen, z V. Iosua, c. 6, 5. Moses, Debora :c. sollen uns hierzu ermnntern. HCrr, zünde durch deinen Geist den lebendigen Glauben in uns an deinen Sohn an, reiche den Sinkenden die Hand, laß uns darin wachsen, sa werden wir dir hier und dort ewig danken.
* Abraham, i Mos. 12, 4. nebst Sara, c. 21, i. Moses, 2 Mos. 14, 21. Maria, Luc. 1, 45. der Vater des Mondsüchtigen, Marc. 9, 23. das cananä'ische Weib, Matth. 15, 22, Iairus, Matth. 9, 18. der Hauptmann zu Caper-naum, Luc. 7, 10. das blutflüssige Weib, Matth. 9, 22. der Schacher, Luc. 23, 40 f. Nicodemus, Joh. 3, 2. Martha, Joh. 11, 21. Thomas, Joh. 20, 9. 28. Paulus, A.G. 9, 18. c. 24, 14. der Stockmeister, A.G. 16, 31. Crispus, A.G. 16, 3. Römer, Rom. i, 8. Corinther, i Cor. 3, 5. Philipper, Phil. 2, 16. Epheser, Eph. 1, 15. Thessalo-nicher, 2 Ep. c. 1, 3. 4. Lois, Eunike, Tiniotheus, 2 Tim. I, 3. Philemon, v. S. 6. der Engel der Gemeine zu Per-gamus, Offb. 2, 13. zu Thyatira, ib. v. 19.
Der Glanbe des Evangeliums ist nicht bloß die Wurzel des christlichen, sondern alles sittlichen religiösen Lebens. Im Glanben (d. h. Vertrauen zn einer höheren Macht, Weisheit und Liebe) liegt der erste Keim aller Religion; die rechte Kindlichkeit. (Wie dies besonders die Grnndbedeutnng von l'llXI^,
sich als Kind tragen, nähren, wohlthun lassen, anzeigt. (S. Brem. Verd. Theolog. Bibliothek I. 203?230.) Ans Glauben ruht unser Wissen; die Pfticht (als Anerkennen der Gültigkeit des Gesetzes), die Liebe, die ein Vertranen in die Gesinnung des Andern erfordert: die Religion. Im Glauben wächst das Kind, der Jüngling heran zum Manne. ?Nur soviel ist Gutes am Menschen; nur insoweit ist er sich und Andern etwas werth, als er Fähigkeit zu ahnen und zu glanben hat." (Jacobi Allwill S. 308.) Schon daraus wird klar, warum das Christenthum dem Glauben einen so hohen Werth zuschreibt. Das Wesen des Glaubens an Christum ist keineswegs bloß eine Verstandes-, sondern vielmehr eine Herzenssache; ein Ergreifen dieses IEsu, dessen hohe unvergleichbare Wahrhaftigkeit, Aufrichtigkeit, Liebe und Heiligkeit man erkannt hat, mit dem ganzen Herzen, so daß man sich ganz an ihn anschließt, in ihn: seinen einzigen Halt und Trost findet, und mit ihm Eins wird. Der recht-fertigende Glaube namentlich hat deshalb einen so hohen Werth, weil er ausgehend von der demüthigen Anerkennung der eigenen Schuld und Unwürdigkeit, und verlangend nach Entsündigung in Chnsto den Einzigen erblickt, durch welchen das menschliche Geschlecht vor GOtt verherrlicht und gerechtfertigt ist, und um defsentwillen GOtt an diesem Geschlechte ein Wohlgefallen haben kann. So liegt im Glau-
ben Demuth und Sehnsucht nach Gnade und Helll-gung: darum schenkt GOtt diesem Glauben Gnade und Kraft. Denn nur aus diesem Glauben kann bei dem sündigen Menschen die Heiligung entspringen; da er ihm erst in der wieder erlangten Gnade GOttes die Kraft, GOtt zn lieben, und die Empfänglichkeit, neues Leben aus GOtt in sich aufzu-nehmen, ertheilt. So liegt im Glauben die rechte Stärke des Menschen, während Unglaube alle Kräfte lahmt und das Leben entnervt. Vcrgl. Meß über den Neutcstamentischen Begriff des Glaubens. Tnb. 1779.
Glauben
§. 1. I) Einem Glauben beimessen, beipflichten. Eines Worte für wahr halten, 1 Mos. 42. 20. c. 45, 26. 1 Sam 27, 12. 1 Kon. 10, 7. Hiob 15, 22. Joh. 16, 30. 31.
Siehe, sie werden mir nicht glauben, 2 Mos. 4, i. 5. 8. 31. Du sollst falscher Anklaqe nicht glauben, 2 Mos. L3, i. Ein Alberner glaubt Alles, Sprw. 14, is. Wenn er (der Mud) seine Stimme holdselig macht, so
glaube ihm nicht, Sprw. 26, 35. Glaubet ihr nicht, so bleibet ihr nicht, Esa. 7, 9. (Wollet
ihr ttum nicht glluchrn, nieil ihr nicht durch Zeichm befestigt
worden.)
Wer bald glaubet, der ist leichtfertig, Sir. 19, 4. Glaube nicht Alles, was du hörest, ib. v. 15. Warum glaubtet ihr ihm denn nicht? Matth. 21, 25. Marc.
11, 31. So alsdann Jemand wird zu euch sagen: Siehe, hier ist
Christus, oder da; so sollt ihr es nicht glauben, Matth. 24,
23. 26. Ist er König in Israel, fo steige er nun vom Krem, ^ wollen
wir ihm glauben, Matth. 27, 42. Marc. 15, 3Z. Hören sie Mosen und die Propheten nicht, so werden sie auch
nicht glauben, ob Jemand von den Todten auferstünde,
Luc. 16, 31.
Sage ich es euch, so glaubet ihr nicht, Luc. 22, 67. Glaubet ihr nicht, wenn ich euch von irdischen Dingen sage;
wie würdet ihr glauben, wenn ich euch von himmlischen
Dingen sagen würde? Joh. 3, 12. So ich euch aber die Wahrheit sage ' warum glaubet ihr mir
nicht? Joh. 8, 46. Thue ich nicht die Werke meines Vaters, so glaubet mir nicht,
Joh. 10, 3?. Glaubest du, König Agrippa, den Propheten? ich weiß, das;
du glaubest, A.G. 26, 27. Darum wird ihnen GOtt kräftige Irrthümer senden, daß
sie glauben der Lüge, 2 Thesf. 2, 11. Glaubet nicht einem jeglichen Geist, 1 Joh. 4, 1. (S. Geist
s. 29.)
z. 2. Wenn Hiob c. 9, 16. klagt, wenn er rnfe, fo glaube er doch nicht, daß GOtt seine Stimme höre, so heißt das: Ich gestehe das Vorige alles ein, allein es hilft mir nichts. Wenn ich ihn schon anrufe, und er mich erhöret, so glaube
ich doch nicht, daß er meine Stimme höre.
z. 3. Michas c. 7, 5. will uns weisen, daß Klnqheit und Vorsichtigkeit neben der Liebe des Nächsten höchst nöthig sei, Matth. 10, 16. vergl. Sir. 19,15. darum spricht er: Niemand glaube seinem Nächsten, Niemand verlasse sich auf
Fürsten. Vergl. auch:
z. 4. 1 Cor. 13, 7. Die Liebe glaubet Alles;
nämlich, was zu glanben ist, und was man ohne Verletzung der himmlischen Wahrheit und des Gewissens glaubeu kann und soll. Sie ist nicht argwöhnisch; jedoch aber glaubt sie auch nicht Alles ans Unverstand, Leichtfertigkeit oder Dummheit, Sprw. 14, 15. sondern aus brüderlichem gutem Vertrauen.
z. 5. II) Erkenntniß und Wissenschaft haben, Beifall geben, und das Vertrauen auf etwas setzen; auf GOtt, sein Wort und Verheißungen, auf Christinn und sein Verdienst. (Glaube §. 18.)