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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Knechtisch ? Kocheil
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zu leben beflissen, und Christi Gerechtigkeit sich zueignen, wodurch sie in den Stand der wahren Freiheit, d. h. der Erlösung von Sünde und Zwanggehorsam und der willigen Einstimmung in GOttes Willcn kommen; da hingegen Knechte der Sünde, Sclaven des Teufels und seiner Geburt, der Sünde, sind, und die wahre Freiheit bei allem Scheine der Freiheit verloren haben. (Siehe Dienen 8. 12.)"
Denn nun ihr frei geworden seid von der Sünde, seid ihr Knechte geworden der Gerechtigkeit, Rom. 6, 18. (Nickt dem Herzen, da» kindlich gesinnt ist, sondern dem Fleisch nach, c. 6, 15.)
* Wer Sünde thut, der ist der Sünden Knecht, Joh. 8, 34. Der Knecht bleibet nicht ewiglich im Hause; der Sohn bleibet ewiglich, Joh. 8, 35. (Sowie ein Knecht, da er kein Familien-alieo ist, nicht gleich dem Höhne das Necht hnt, immer im Hnuse zu bleiben: fo werden auch Knechte der Sünde und Knechtisch-gesinnte, wie dnmnls die Anden, ans OOttes Familie ausge-schlössen, aus der Oirche und dem lteiche der Herrlichkeit: nur wer Kind GOttes M, bleibt darin.)
GOtt aber sei gedankt, daß ihr Knechte der Sünde gewesen seid, aber nun gehorsam geworden von Herzen dem Vorbilde der Lehre, welchem ihr ergeben seid, Rom. s, 17. Denn da ihr der Sünden Knechte wäret, da wäret ihr frei von
der Gerechtigkeit, Röm. 6, 20.
Und verheißen ihnen Freiheit, da sie Knechte des Verderbens (der Sünde, welche die menschliche Natur Verdirbt und ins ewige Verderben ftitrzl), 2 Petr. 2, 19.
Knechtisch, Knechtschaft
Der Geist der gesetzlichen Dienstbarkeit, da die In-den dem Gesetz gezwnngen gehorchen mntzten, aus Fnrcht der Strafe, womit die Uebertreter sollten belegt werden, und ans Lohnsucht. S. Freiheit, Gal. 5, 1. Dieser Zustand, der noch immer vorkommen kann, ist der niedrigste Punkt im sittlichen Leben. Der Mensch hat aus dem aufgeregten Gewissen und aus dem Worte GOttes angefangen, die Heiligkeit des Gesetzes, und die Schuld und Strafbarkeit der Süude zu erkennen; müht sich, von der Sünde los zu kommen und dem Gesetze zn genügen; aber ohne daß er sich, mit gänzlicher Selbsterniedrigung und Hingebung an GOtt, von der göttlichen Gnade hätte ergrcifen, und die Macht der Sünde brechen, und sich einen neuen kindlichen Geist der Willigkeit und Freudigkeit gebeu lassen. Der Mensch bringt es da höchstens zu einer äußern Legalität, aber nicht zu innerer Heiligung und wahrer Freiheit, und lebt eigentlich in einem gedrückten geplagten Zustande. Nur die völlige Selbstentäußeruug und der Glaube an Christum versetzt aus diesem Stande in den Stand der Kindschaft. Denn ihr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen (wie im
alten Testament, Cbr. 2, 15.), daß ihr euch abermals fürchten
müßtet, Röm. 6, 15. Denn das sind zwei Testamente, eins von dem Berge Sinai,
das zur Knechtschaft gebiert, welches ist die Agar, Gal.
4, 24.
Kneten
Sara soll kneten und backen, i Mos. 18, 6. Das Zauberweib, 1 Sam. 28, 24. Thamar, 2 Sam. 13, 8. die Weiber, Ier. 7, 18.
Knie, s. Beugen
8. 1. Sie haben ihren Namen von krümmen, beu-gen. Mardachai beugte sich nicht vor Haman, Esth. 3, 2. 5. weil die Juden solche ehrerbietige Höflichkeit keinem Amalekiter beweisen durften, vergl. mit 1 Sam. 15, 18. Ps. 15, 4. Die Kuie beugen zeigt auch fußfällige Verehrung, göttliche Anbetung an. Wenn der Leib auf die Knie sinkt, hebt sich der Geist zn GOtt empor.
BileamZ Eselin siel auf die Knie, 4 Mos. 22, 27. EliaZ that sein Haupt zwischen die Knie, i Kon. 19, 42.
Esra fiel darauf, Esr. 9, 5. Daniel des Tags dreimal,. Dan.
6, 10.
Die KriegZknechte vor IEfu, Marc. 15, 19. Petrus fiel JEsu zu den Knien, Luc. 5, 8. In dem Namen JEsu sollen sich Aller Knie beugen. Phil.
2, 10.
§. 2. Wie, wenn die Nerven und Adern in den Knien schwach werden, daß sie die Last des Leibes nicht mehr recht tragen können, viel Unbequemlichkeit entsteht: so wird dadurch 1) eine Entkräftung und Mattigkeit des Leibes ausgedrückt, Nah. 2, 11. und 2) eine Lässigkeit im Glauben und Christenthum, wo man durch Kreuz zum Abfall geneigt wird.*
Bebende Knie, Hiob 4, 4. (Leben §. 3.)
Meine Knie find schwach von Fasten, Ps. 109, 24.
Aller Knie werden so ungewiß stehen (hin und her wanken) wie
Wasser, Ezech. ?, 17. c. 21, 7. * Stärket die müden Hände, und erquicket die strauchelnden
Knie, Efa. 25, 3. Ebr. 12, 12. (die wanken wollen, Cbr.
10, 23.)
z. 3. Auf den Knien freundlich halten, Esa. 66, 12. wie man Kinder mit Wiegenliedern zu schwingen und einzusingen Pflegt. Erquicken, trösten.
Knien
1) Sich auf die Knie niederlassen, und 2) so sein Gebet zu GOtt demüthig verrichten, A.G. 20, 36.
Das Volk hatte kniend getrunken, Richt. 7, 6.
Kommt, laßt uns anbeten, und knien, und niederfallen vor dem
HErrn, der uns gemacht hat, Ps. 95, 6. Der Aussätzige vor IEfu, Marc. 1, 40. der Jüngling, c.
10, 17.
Knirschen
Mit den Zähnen, wie der, welcher einen sprachlosen Geist hatte, Marc. 9, IS.
Knoblauch
Darnach war Israel lüstern, 4 Mos. n, S.
Du machest unter mir Raum zu gehen, daß meine Knöchel nicht
gleiten, 2 Sam. 22, 37. Ps. 18, 37. Gzcchiel ging in das Wasser bis an die Knöchel, Gzech. 47, 3. Der Lahme stand fest auf seinen Knöcheln, A.G. 3, 7.
Eigentlich das unterste Weiche am harten Ohr-knörpel, Ohrläpplein, 3 Mos. 8, 23. c. 14, 14.
Knoten
Gedrehete, waren Figuren, wie etwa wilde Kürbisse, 1 Kon. 6, 18. c. 7, 24. am Flachs, 2 Mos. 9, 31. Feigenbaum, Hohel. 2, 13.
Knüttel
Einen bösen Knecht (beugen) Stock und Knüttel, Sir. 33, 37.
Kobold
Nachtgespenst, daS man sich in Gestalt eines schönen Weibes dachte, das den Kindern nachstelle, Esa. 34,14.
Koch, Kochen
Der Koch trug eine Schulter auf vor Saul, i Sam. 9,
23. 24.
Jacob kochte ein Gericht, i Mos. 25, 29. das Volk das Man, 4 Mos. ii, 6. Thamar ein Gemüse, 2 Sam. 13, 8. Elisas Knabe ein Gemüse, 2 Kön. 4, 33.
Und sollt das Böcklein nicht kochen, dieweil es an seiner Mutter Milch ist, 2 Mos. 23, 19. (Vu sollst e« mcht in Sutter sondern in Baumöl) braten, s. Michaelis Mos. Recht IV. 203 ff. ? A.: Vu sollst es, wenn es mehr aus Milch von seiner Mutter, als au« wahrem nahrhaften Fleische besteht, nicht opfern. Ein fangendes Thier dürfte man nicht eher als nm nchten Tage opfern, 3 Mos. 22, 27. 2 Mos. 22, 30.) (Andere erklären 2 Mos. »3, 19. als Verwahrung vor dem