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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Kreuzigen.
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8) erweckt ein sehnliches Verlangen nach dem Himmel, Röm. 8, 23. Iac. 1, 12. A.G. 14, 22. den Wegweiser erblicken wir auf dem Berg Golgatha am Krenze.
z. 10. Wenn schon das Krenz uns lange scheint, Ps. 77, 8 f. Hiob 42, 10. Matth. 9, 20. Joh. 5, 5.: je größer die Noth, je näher GOtt, Esa. 41, 10. Ps. 23. 4. Ps. 46, 8. Esa. 54. 7. 8. Ps. 50, 15. GOtt ist denen nahe, die geängstetes Herzens sind, und hilft streiten, denen er den Streit aufgetragen. Es währt doch nur einen Augenblick, Esa. 54, 7. 2 Cor. 4, 17. 1 Petr. 1, 6. 1) in Betracht der Strafe, die wir mit unsern Sünden verdient, Ofsb. 20, 10. Esa. 66, 24. Der Christen Leiden ist gegen die Höllenpcin nur als ein Nadelstich zu rechnen, Sir. 18, 8. 2) in Ansehung des menschlichen Lebens, Hiob 14, 1. Iac. 4, 14. S. Ps. 90, 5. 3) in Ansehung der künftigen Herrlichkeit, 2 Cor. 4, 17. Röm. 8, 18. Geduld, Ebr. 10, 35. Hoffnung auf GOtt, Hiob 13, 15. 16. Ps. 37, 5. Gebet, 2 Kön. 20, 1 ff. und der treu bis ans Eude, wird mit der Krone des Lebens gekrönt, Offb. 2, 10. (S. Beharren z. 2.)
§. 11. Verschiedene Kreuzträger werden in heiliger Schrift erwähnt. Z. B. Abraham, wegen Theurung, i Mos. 12, 9. 10. Zank, c. 13,
7. wegen der Gefangenschaft, c. 14, 12. wegen Mangel
der Kinder, c. 15, 2. 3. 13. mit seinem Weibe, c. 16, 5.
wegen Sodom und Gomorrha, c. 18, 22. in Gerar, c. 20,
1. wegen Hagar und Ismael, c. 21, 10. wegen Isaacs Aufopferung, c. 22, 2. wegen Absterben seines Weibes, c. 23, 2.
Adam und Eva, an Abels Tode, und Cains Bosheit und Strafe, i Mos. 4, 8.
David, als ihm Saut gram ward, 1 Sam. 18, 9. als dieser ihn todten wollte, c. 19, i. c. 20, 31. als er vor Saul, c. 21, 10. c. 22, 1. vor Absalom fliehen mußte, 2 Sam. 15, 16. 17. Von seinen Klagen sind seine Psalmen voll.
Elias verfolgt, 1 Kön. IS, 0.
Gideon, als ihn die Leute zu Ophra todten wollten, Richt. 6, 30.
Hanna wegen Unfruchtbarkeit, 1 Sam. 1, 10. 11.
Hiob, von dessen Kreuz sein ganzes Büchlein zeugt, c. 1, 13 ff.
Hiskias, als er belagert ward, 2 Kön. 16, 19. in seiner Krankheit, c. 20, i lc.
Jacob, wegen Esaus, i Mos. 27, 41. auf der Reife gen Ha-ran, c. 28, 10. bei Laban, c. 29, 1. 21. als ihm Laban nachjagte, c. 31, 1. 14. 23. wegen Raheis Unfruchtbarkeit, c. 30, 1. 2. als seine Tochter Dina von Sichem geschwängert, 1 Mos. 34, 2. 25. als ihm Rahel starb, c. 35, 16. wegen IofephZ, c. 37, 31. wegen Benjamins, c. 42, 36. c. 43, 14.
Ieremias in den Kerker geworfen, Ier. 37, 15.
Joseph, als er in die Grube geworfen, i Mos. 37, 23 ff. und anders mehr, z. B. ins Gefängniß gelegt, 1 Mos. 39, 20.
Israel in Egyvten, 2 Mos. i, 11. c. 5, 6. c. 6, 9. c. 14, 5.
Israeliten zur Zeit der Richter, als sie Cusan Rifathaim 8 Jahre dienen mußten, Richt. 3, 8. der Moabiter Konige 18 Jahre, v. 12. 14. der Cananiter Könige 20 Jahre, c. 4,
2. den Mibianitern 7 Jahre, c. 6, i. den Philistern 13 Jahre, c. 10, 7.
Lot gefangen, i Mos. 14, 12. von Sodomiten geplagt, i Mos.
19, 9.
Moses, als ihn Pharao erwürgen wollte, 2 Mos. 2, 15. in
Raphidim, c. 17, 2. wegen Murren des Volks, 4 Mos. 14, i.
wegen Empörung wider ihn, c. 16, 12. und fönst oft. Naeman, wegen Aussatzes, 2 Kön. 5, 1. < Paulus mit Schiffbruch, A.G. 27, 22. 2 Cor. 11, 23 ff Petrus im Gefängniß, A.G. 12, 3?11. Noah wegen Untergangs der ersten Welt und seines Sohns Zam,
1 Mos. 6, 9. ii. c. 9, 22. Samuel, wegen der Israeliten, als sie einen König haben
wollten, i Sam. 8, 3. 6. als er um Saul Leid trug,
c. ib, 35.
Tobias, als er blind, Tob. 2, 10. 11. c. 11, 13. Volk GOttes in der babylonischen Gefangenschaft, Ps. 74, 79
und 137. Esth. 3, 5 :c.
Die Wittwe zu Sarepta, als ihr Sohn starb, 1 Kon. 17, 17. Eine andere Wittwe wegen Schulden, 2 Kön. 4, i.
Kreuzigen
z. 1. I) Die Kreuzigung war eine schmähliche und schmerzliche Strafe bei den Römern, Griechen Büchner's Hand-Cancord.
und Scythen, wobei die Verbrecher (Knechte, Rebellen und Aufrührer) mit Händen und Füßen an das Krenzholz genagelt wurde»., daß sie an diesem unter den empfindlichsten Schmerzen ihren Geist aufgeben mußten. Sie ist von Constantin dem Großen abgeschafft worden. Wenn besonders seit Constantin (uuter welchem das Kreuz und das Kreuzeszeichen eine hohe Bedeutung und Kraft bekam, s. <Wbon, Histoi^ o. 20. Vol. III. 205- 212.), viel Aberglanbe damit eingedrungen ist (s. Schröckh, K. G. V. 137 ff. VII. 139. Robinson's Palästina II. 233.), so soll der erleuchtete Christ einen desto würdigeren, geistreicheren Gebrauch davon zu machen wissen. Merkwürdig ists, daß Plats unter die Unbilden, welche dem wahren Gerechten in dieser Welt würden angethan werden, auch mit zuletzt die Kreu-zigung setzt, äs Kßpuki. I. II. init.^ Vol. VI. 215. Vipout. (wo a//s<7/^ck^cl)e^ i. g. a^a^xo^oTle^ci^, worüber HsiiZ? zu Duciaw Naorod. loin. VIII. p. 470 sä. Vixont.), welche Stelle christliche Ausleger, (Asm. ^sn., 8troin. V. p. 601. Ooi. O?-oii«s zu Matth. 10, 38. als eine Art Weissagung angesehen haben. ? Zu Betrachtungen geben Stoff: Christi Kreuz, das Buch des Lebens, in Herberger's Trauerbinden 1°0in. IV. koi. 284 8y. James, die Anziehuugskraft des Kreuzes Christi, Miss.-Reoe aus dem Engl. Nürnb. 1820. Calderon^s Drama: die Andacht am Kreuze; der alte Hymnus: 8a1vs orux praßnunoiatlix ^sruiausuras Slorias ste. Des unschuldigen Heilands Kreuzigung ist durch die Erhöhung der ehernen Schlange, Joh. 3, 14. 4 Mos. 21, 8. 9. und an dem Braten des Osterlammes, welches in Form eines Kreuzes an einen hölzernen Spieß gesteckt, vorgebildet worden. (Daß der Heiland gerade diese Todesart, uuter mehreren anderen, die ihn leicht hätten treffen können, Luc. 4, 29. Joh. 8, 59. 10. 31. Matth. 14, 10. erlitt, geschah unter göttlicher Leitung aus weisen Absichten. Nicht bloß gehörte dies mit zu der tiefsten Erniedrigung, der er sich willig unterzog und zum Dulden eines langsamen qualvollen Todes, da er sein Leben tropfenweise ausschüttete, sondern am Kreuze hängend wurde er Aller Blicken zur tiefen anhaltenden Betrachtung seiner ganzen im Leiden bewiesenen Würde dargestellt; zwischen Erd und Himmel schwebend, erscheint er als der GOtt und die Menschen versöhnende Mittler, der liebend seine Arme nach Allen ausbreitet, sie an sein Herz zu ziehen, und vom Kreuze,'an dem er sich opferte, Rettung, Trost und ewiges Leben herabströmen zu lassen, wie einst von dem Baume durch unseligen Genuß, 1 Mos. 3. Fluch und Tod kam; am Kreuze sich hiugebend für uns, stellt er die vollendetste "Gelbstvcrläuguung und T'öotung aller Eigenlust und Eigenliebe zum erwecklichen Vorbild dar, wie denn auch nur bei jener Todesart eine sprechende würdevolle Abbildung seines Sterbens zur täglichen Betrachtung der christlichen Nachwelt möglich wurde. So ist das Kreuz Christi der ganzen Christenheit mit gutem Grunde das bedeutsamste Zeichen geworden.)
Und werden ihn überantworten den Heiden, zu verspotten und zu geißeln und zu kreuzigen, Matth. L0, 19.
Ich sende zu euch Propheten ? und derselbigen werdet ihr Etliche todten und kreuzigen, Matth. 23, 34.
Ihr wisset, daß nach zweien Tagen Ostern wird, und des Menschen Sohn wird überantwortet werden, daß er gekreuziaet werde, Matth. 26, 2. Luc. 24, 7.
Sie sprachen Alle: laß ihn (IEsnm) kreuzigen, Matth. 27, 22.
IEsum ließ er geißeln und überantwortete ihn, daß er getreu-ziger würde, Matth. 27, SS. Joh. 19, is.
Da sie ihn gekreuziget hatten, theilten sie seine Kleider, und
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