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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Kummer ? Künstler.
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Kummer, Kümmerlich*
I) Arbeit, die mit Beschwerde und Trübsal verbunden. II) Große Betrübniß des Herzens.
III) Schmerzen einer Gebärenden, 1 Chr. 4, 9.
IV) Schrecken, Gzech. 4, 16.
1) Mit Kummer sollst du dich darauf nähren dein Lebenlang, i Mos. 3, 17.
2) Hanna hat aus großem Kummer und Traurigkeit geredet, i Sam. i, 16.
* Kümmerlich, d. i. trübselige Zeit, Dan. 9, 85.
Kund.
Wenn etwas, das vorher verborgen, bekannt und wissend gemacht wird, so wird 'es kund. GOtt offenbart sich auf verschiedene Art, wodurch wir erfahren, daß er der HErr allein sei, 4 Mos. 12, 6.
Weil dir GOtt solches AlleZ hat kund gethan, ist Keiner so
verständig und weise, als du, 1 Mos. 41, 39. Morgen wird der HErr kund machen, wer sein fei, 4 Mos.
16, 5. HErr ? laß heute kund werden, daß du GOtt in Israel bist,
i Kön. 18, 36. Du thust mir kund den Weg zum Leben, Ps. is, 11. A.G.
2, 28. Ein Tag sagt es dem andern und eine Nacht thut es kund
der andern, Ps. 19, 2. (Ein Tag nach dem andern läßt dieses
Lob GGttes ausströmen, ergießt ftch in dies Vob; eine Nacht
nnch der andern verkündtt'g.)
Thue mir kund den Weg, darauf ich gehen soll, Pf. 143, 8. Daß den Menschenkindern deine Gewalt kund werde, Ps.
145, 12.
Machet kund unter den Völkern sein Thun, Esa. 12, 4. Darum siehe, nun will ich sie lehren, und meine Hand und
Gewalt kund thun, Ier. 16, 21. Ich will meinen heiligen Namen kund machen unter meinem
Volk Israel, Ezech. 39, 7. Denn Alles, was ich habe von meinem Vater gehöret (nach meiner
Menschheit mir offenbart), habe ich euch kund gethan, Joh.
15, 15. Und ich habe ihnen deinen Namen kund gethan, und will ihnen
kund thun, Joh. 17, 26. So sei es euch kund gethan, daß den Heiden gesandt ist das
Heil GOttes, und sie werden es hören, A.G. 28, 28. Auf daß er kund thäte den Reichthum seiner Herrlichkeit an den
Gefäßen der Barmherzigkeit, Röm.9, 23. Col. 1, 27. Darum thue ich euch kund, daß Niemand IEsmn verflucht, der
durch den Geist GOttes redet, 1 Cor. 12, 3. Daß mir ist kund geworden diefes Geheimniß durch (göttliche
besondere) Offenbarung, Eph. 3, 3.
Eure Lindigkeit lasset kund sein allen Menschen, Phil. 4, 5. Denn wir haben nicht den klugen Fabeln gefolgt, da wir euch
kund gethan haben die Kraft, und Zukunft unsers HGrrn IGfu
Christi, 2 Petr. i, 16.
Kündlich
Kündlich groß j von Jedermann eingestanden, durch Aller Bekenntniß bestätigt, 1 Tim. 3, 16. (S. Geheimniß §. 2.)
Kundschafter
Einer, der etwas ausforscht. Dafür wurden Jacobs Söhne ausgegeben, 1 Mos. 42, 9.11. 14.
18. 30. 31. 34.
Sandte Moses aus, 4 Mos. 21, 32. Iosua, Iof. 2, i. c. s, 23. Gbr. ii, 31. David, i Sam. 26, 4. Abfalom, 2 Sam.
15, 10.
Künftig, s. Zukünftig
Versammelt euch, daß ich euch verkündige, was euch begegnen
wird in künftigen (letzten) Zeiten, i Mos. 49, i. Denn die Zeit ihres Unglücks ist nahe, und ihr Künftiges
(was ihnen bevorsteht, Offb. 6, i ff.) eilet herzu, 5 Mos.
32, 35.
Und die künftigen Tage vergessen Alles, Pred. 2, 16. Denn diesen schaffet GOtt neben jenem, daß der Mensch nicht
wissen soll, waS künftig fei, Pred. 7, 15. Lasset sie hertreten, und uns verkündigen, waZ künftig ist,
Esa. 41, 82.
Kunst
§. 1. I) Eine durch Fleiß und Nebung erlangte Geschicklichkeit.
2 Mos. 38, 6. 15. c. 30, 25. 3S. Hiram besaß, 1 Kön. 7, 14. Der die Weisen zurück kehret, und ihre Kunst zur Thorheit
macht, Esa. 44, 25.
Deine Weisheit und Kunst hat dich gestürzt, Esa. 47, 10. Alle Menschen (die Götzen mnchen, c. 51, 17.) sind Narren mit
ihrer Kunst, Ier. 10, 14. Denn die Weisheit, so aller Kunst Meister ist, lehret michs,
Weish. 7, 21. Das Gaukelwerk der schwarzen Kunst lag auch darnieder, Weish.
17, 7.
Die Kunst des Arztes erhöhet ihn, Sir. 38, 3. e. Vorwitzige Kunst, A.G. 19, 13. (Magische Mnste, die in
ZauberlMchern, die eben epheftnische Bücher hießen, beschrieben
wurden.)
§. 2. II) Wissenschaft, Dan. 1, 17. große Gelehrsamkeit.
Höre mir zu, ich will meine Kunst auch sehen lassen (auch was ich weiß. vorbringen), Hiob 32, 10. 6. 17.
Paule, du rasest; die große Kunst (Eelchrfamkeit) macht dich rasend, A.G. 26, 24.
O Timothee, bewahre, das dir vertrauet ist, und meide die ungeistlichm losen Geschwätze und das Gezänke der falsch berühmten Kunst (der ftch fälschlich so nennenden Gnosis oder Wissenschaft), i Tim. 6, 20.
§. 3. Paulus will seinen Timotheus ermähnen, daß er ihm die anvertraute Beilage der reinen Lehre vom Glauben und der damit verbundenen Liebe und Geduld c. 1, 18. fleißig bewahren soll, und hingegen sich abwenden von dem geist-, lieb-, kraft- und grundlosen Geschwätz der c. 6, 4. gedachten, verdüsterten Plauderer und Wortzänker, die sich mit Disputiren über die Religion behelsen, wie die heidnischen Weltweisen und Juden thaten, vergl. Matth. 22, 34 f. mit 1 Tim. 1, 4. aber der Wahrheit, die sie oben hin nur wissen und verfechten, nicht, und dagegen dem gottlosen Wesen und ihren Lüsten gehorsam sind, Rom. 2, 8. denn die fälschlich sogenannte Wissenschaft, nebst ihren zum Disputiren abgefaßten Lehrsätzen, sei nicht werth, ob man gleich viel Rühmens davon mache, des Namens einer rechtschaffenen Gottesgelahrtheit. (S. Glaube H. 15. und Geist §. 31.) '(Es ist offenbar Anspielung auf die schon damals in den ersten Regungen hervortretende Partei, welche sich vor den gemeinen Christen der Gnosis, der tieferen wissenschaftlichen Erkenntniß, rühmte, diesen Namen aber nicht verdiente. Das Kriterioll echter christlicher Wissenschaft oder Aufklärung ist Hdrmonie mit dem lauten: Evangelium, und segensreicher Einfluß auf Herz und Leben.)
§. 4. III) Ein gewisses Aus- und Zusammenrechnen (d. i. einsichtsvolle, vergleichende Beurtheilung). Der Prediger c. 7, 26. sucht Weisheit und Kunst, o. i. er will ausrechnen, wie viel man etwa Leute, die weise, antreffen und zusammenbringen mochte. (Richt.: Er will Alles, Weisheit und Thorheit gegen einander halten, um es desto besser zu erkennen.)
Schaue, das habe ich gefunden (wahrgenommen, leider! i Kiln. 11, 2.) ? Eins nach dem andern (ich habe eine Weibsperson nach der andern betrachtet), daß ich Kunst erfände, ib. v. 28. (um eine gewisse Rechnung oder Aeberfchlag )u machen, wie viel ich nämlich Gntc oder Löse anträfe, und welche der Zahl nnch einander übertreffen milchten.) (A.: Ich habe AlleZ durchgegangen, um Weisheit zu finden.)
z. 5. IV) Krumme und eigensinnige Wege, Pred. 7, 30. Es kommt also das Verderben des menschlichen Herzens nicht von GOtt, sondern von dem Menschen selbst her. (S. Aufrichtig.)
Künstler
Wer eine gewisse Kunst versteht. So trieb auch der Künstler Ehrgeiz die Unverständigen, zu stärken solchen Gottesdienst, Weish. 14, 18.