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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Leichtern ? Leiden
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Teckel, das ist, man hat dich in einer Wage gewogen, und zu leicht erfunden, Dan. 5, 27.
z. 2. II) Erträglich. Die Auflagen vermindern, 1 Kon. 12, 4. 9. von GOttes Strafe, 1 Sam. 6, 5. von Moses Amtsbürde, 2 Mos. 18, 22. III) Was leicht zu thun,* Match 9, 5. c. 19, 24. Luc. 16, 17.
Mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht, Matth. 11, 30. <Iach §. 5.)
Unsere Trübsal ist leicht ic., 2 Cor. 4, 17. (Denn sie ist wie eine Feder im Vergleich mit dem seiftnnde GOtte«, und mit der ewigen Herrlichkeit, die darn.f folgt.) ^Gs wird wohl eine andere Mühe sein, die ihnen Angst thut, denn zur vorigen Zeit, da es leicht zuging im Lande Sebulon und im Lande Naphthali, und hernach schwerer ward am Wege des Meers, diesseits des Jordans in der Heiden Galiläa, Ies. 9, i. D. i. llicht immcr miro Finsterniß liegen auf dem Lnnde, dns jetzt bedrängt ist: wie der HErr das Land Setmlon ? in früherer Zeit gering, «erachtet sein ließ, so wird er es auch in der Folgezeit geehrt machen.) (Eine klare Weissagung von der Verherrlichung Galiläa's durch die Erscheinung des Messias.)
* Dem Verständigen ist die Erkenntniß leicht, Splw. 14, 6.
z. 3. IV) Geschwind.
Asahel war von leichten Füßen (konnte hurtig laufen), 2 Sam.
2, 16. Meine Tage sind leichter dahin geflogen, denn eine Weberspule,
Hiob 7, 6.
Leichtern
Mindern, erträglicher machen.
Leichtere nun du den harten Dienst deines Vaters, 2 Chr. 10,
4. 9. Wenn ich gedachte ? mein Lager soll mirs erleichtern (meine
sorgenvollen Gedanken wegnehmen), Hiob 7, 13.
Leichtfertig, Leichtfertigkeit
I) Leichtsinnige Unbedachtsamkeit, 2 Cor. 1, 17. Nicht. 9, 4. Weish. 14, 28. II) frech, schamlos, A.: trügerisch, lügenhaft, Zeph. 3, 4. III) der nicht fest im Glauben steht. 2 Petr. 2,14. c. 3, 16.
Mos. 49, 4.
Rüben flchr leichtfertig dahin, i Mos. 49, 4. Hiob 24, 18.
(S. Dahinfahren.) Wer bald glaubt, ist leichtfertig, Sir. 19, 4.
Leid
z. 1. Eine solche herbe, herzfressende Betrübniß empfindet derjenige, welcher a) den Verlust einer ihm angenehm gewesenen Sache sich zu Gemüthe zieht. Wegen der Verstorbenen soll es mit Matz aeschehen, Sir.38,16. I THess.4,13.
Ich werde mit Leid hinunter in die Grube fahren, i Mos. 37, 35.
Und war aus dem Sieg des Tages ein Leid unter dem ganzen Volle, 2 Sam. 19, 2.
Da ich tröstete, die Leid trugen, Hiob 29, 25.
Ich ging traurig, wie einer, der Leide trägt über seine Mutter, Pf. 35, 14.
Trage Leid, wie um einen einigen Sohn, Ier. 6, 26.
Mein Kind, wenn einer ftirbt, fo beweine ihn, und klage ihn, als sei dir großes Leid aeschehen, Sir. 38, 16. 17.
Wie können die Hochzeitleute Leid tragen, fo lange der Bräutigam bei ihnen ist? Matth. 9, 15.
Wie viel sie sich herrlich gemacht, und ihren Muthwillen gehabt hat, so viel schenkt ihr Qual und Leid ein, Offb. 18, 7.
Z. B. Joseph um Jacob, 1 Mos. 50, 10. das Volt über die Erschlagenen, 1 Sam. s, 19. Israel um Saul, c. 25, 1. 2 Sam. 1, 12. Urias Weib um ihren Mann, 2 Sam. 11, 26. David um Ionathan, 2 Sam. 1, 26. über Absalom, 2 Sam. 19, i. Iuda um Iosia, 2 Chr. 35, 24.
F. 2. h) Dem die Sünde auf dem Herzen liegt und ihm wie eine schwere Last zu schwer wird, Ier. 8, 6. Die Betrübniß der Frommen rührt theils daher, wenn sie das Gewissen mit der durch die Sünde verdienten Strafe, mit dem Verluste der Gnade und Kindschaft bei GOtt schreckt; theils wenn sie die Welt zu einer solchen Verzweiflung zu bringen sucht, als wenn sie von GOtt verlassen wären. Büchner's Hand-Concord.
Selig sind, die da Leib tragen, denn sie sollen getröstet werden,
Matth. s, 4. Seid elend und traget Leid, und weinet, Iac. 4. 9.
z. 3. c) Welcher sich über allerhand Unglück, Widerwärtigkeit, Verfolgung:c betrübt.
Ich habe ihr Leid erkannt, 2 Mos. 3, 7.
Nach der Freude kommt Leid, Sprw. 14, 13. (Eines ist mit
dem Andern uermengt, oder stellt stch wechselsweile ein.) Wenn dir der HErr Ruhe geben wird von deinem Jammer und
Leid (nnch deinrr beschwerlichen Weg- und Heimftllirnng in und
an« fremden Knnden), Gsa. 14, 3.
Die Tage deines Leides sollen ein Ende haben, Efa. 60, 20. Gedanken des Friedens, und nicht des Leides, Ier. 29, 11. Einem betrübten Herzen mache nicht mehr Leides, Sir. 4, 3. Wer GOtt fürchte^ dem widcrsährt kein Leid, Sir. 33, i.
z. 4. Einem Leid thun heißt a) einem etwas zuwider, Verdruß, Unrecht, Schaden thun, 1 Sam. 26, 21. Icr. 39, 12. Dan. 6, 22. b) etwas verderben, Ofsb. 6, 6. Tastet meine Gesalbten nicht an, und thut meinen Propheten
kein Leid, 1 Chr. 17, 22.
Hadere nicht mit Jemand ohne Ursache, so er dir kein Leid gethan hat, Sprw. 3, 30.
Es wird dem Gerechten kein Leid geschehen, Sprw. 12, 21. Sie thut ihm Liebes und kein Leides sein Lebenlang, Sprw.
31, 12. Vergieb deinem Nächsten, was er dir zu Leide gethan hat, Sir.
28. 2.
Fasset uns (nehmet uns mit wahrer Liebe auf); wir haben Niemand «eid gethan, 2 Cor. 7, 2.
Leiden (das)
z. 1. Alle Widerwärtigkeiten, die einem Menschen an Leib und Seele zustoßen und eine Betrübniß erwecken können. Das Leiden der Frommen heißt ein Leiden Christi, weil sie a) dadurch dem Ebenbilde des Sohnes ssleich werden, Röm. 8, 29. b) um Christi Willen Verfolgung erdulden.* Wenn man meinen Jammer wäge, und mein Leiden zusammen
m eine Wage legte, so würde es fchwerer sein, denn Sand
am Meer, Hiob s, 2. 3. Ich bin zu Leiden gemacht, und mein Schmerz ist immer vor
mir, Ps. 38, 18. Gedenke, HGrr, an David, und an alle seine Leiden, Ps.
13H, i. Wer ein fröhliches Herz hat, der weiß sich in seinem Leiden zu
halten, Sprw. 18, 14. Eines Menschen Leiden mag hier währen, fo lange er lebet,
Sir. 41. 14. Denn ich halte es dafür, daß dieser Zeit Leiden der Herrlichkeit
nicht werth fei, die an uns soll geoffenbaret werden, Röm.
8, 19. Nun freue ich mich in meinem Leiden, Col. 1, 24. (S. Erstat-
teu.) S. auch von Paulus Leiden, 2 Tim. 3, 11. Nehmet zum Exempel das Leiden und die Geduld der Propheten,
Iac. 5, ia. * Gleichwie wir des Leidens Christi viel haben, also werden
wir auch reichlich getröstet durch Christum, 2 Cor. i, S. 7.
i Petr. 5, i.
F. 2. Ihr, die ihr mit Henoch ein göttliches Leben führt und nicht wie die Mörder, 1 Petr. 4, 15. leidet, schämet euch nicht. All euer Kreuz kommt a) von GOttes Liebe her, Ebr. 12, 5. 6. ö) euer gekreuzigtes Haupt hat Leiden ohne Zahl, Ps. 40, 13. ausgestanden und c) solches zum Kennzeichen seiner ächten Jünger gemacht, 2 Tim. 2, 3. 12. Joh. 16, 33. c. 15, 19. d) eure Sünden haben mehr verdient; e) es ist euch zur Bewahrung, zur Läuterung und zur Erweisung der herrlichsten christlichen Tugenden unentbehrlich und f) dieser Zeit Leiden ist nicht werth der Herrlichkeit, die an euch soll geoffenbaret werden, Röm. 8', 18. Will die rechte Hand des HErrn es nicht ändern, Ps. 77, 11. duloet mit, so werdet ihr mit herrschen, 2 Tim. 2, 12. und also der ewigen Qual entgehen, Offb. 14, 11. (S. Kreuz und Erhören.)
H. 3. Das Leiden Christi ist der ganze Inbegriff der von einem bloßen Menschen unmöglich zu ertragenden, innerlichen, unaussprechlichen Angst
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