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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Leibeigen ? Leicht.
8. 8. VI) Die Kirche, deren Haupt Christus, Col. 1, 18. und die Gläubigen die Glieder sind, 1 Cor. 12, 12-27. Gph. 4, 16. 12. von Col. 1, 24. siehe Erstatten. (Dies Bild zeigt an 1) die enge, unauflösliche Verbindung Christi mit den Gläubigen; 2) den ununterbrochenen geistigen Einfluß Christi auf die Gemeine, die nur von Christo Leben erhält, und durch ihn besteht; 3) die organisch? Verbindung der Gläubigeu unter einander, welche durch die Gemeinschaft mit Christo vermittelt wird, sowie diese wiederum durch das Znsammcnhaltcn mit den Gliedern besteht und gedeiht.)
Ein Brod ist es, so sind wir Viele ein Leib, 1 Cor. 10, 17.
Rom. 12, S. Nun aber sind der Glieder viele, aber der Leib ist Einer, i Cor.
12, 20.
Welche (Gemeine) da ist sein Leib, nämlich die Fülle deß, der
Alles in Allem erfüllet, Eph. 1, 23. Und Er (ja er selbst) ist seines Leibes Heiland, Eph. 5, 23.
z. 9. Es heißt auch (ebr.) die Seele, oder der Lebeusodem, 3 Mos. 26, 16. Speise oder Nah-ruugssaft, der aus den erschlagenen Leibern fließt, Zeph. 1, 17. Und Ezech. 3, 3. heißt den Brief in den Leib essen, GOttes Wort in sich aufncbmen, und gleichsam wie die verdaute Speise in die Säfte, so ms Herz und Leben übergehen lassen. Esaias beschreibt die gottlosen Prediger als starke Hunde vam Leibe wegen ihrer unersättlichen Begierde und ihres Geizes, Esa. 56, 11.
z. 10. Der Leib der Sünde < o. i. die zu so mannigfaltigem Bösen, in ihren Lüsten, als so viel Glieder am Leibe, geneigte Erbsüude, Col. 3, 11. Anders klingt das Lied der Gottlosen. *
Dieweil wir wissen, daß unser alter Mensch sammt ihm gekreuziget ist, auf daß der sündliche Leib aufhöre (seine Geschäftig' keit abgethan und nusgetilgrt werde), daß wir hinfort der Sünde nicht dienen, Röm. 6, 6.
Ich elender Mensch, wer wird mich erlösen von dem Leibe dieses Todes? Röm. 7, 24.
* Wohl her nun, und laßt uns wohl leben, weil es da ist, und unsers Leibes brauchen (da wir die gegenwärtigen Gltter, deren mir zur Wollust gebrauchen können, noch haben), weil er noch jung ist. (Laßt uns der Creatnren gebrauchen, vm! wir noch jung), Weish. Z, 6. vergl. Esa. 22, 13.
Leibeigen
Sind diejenigen, die sich auf Lebenszeit ihrer Freiheit völlig begeben, und sich in Allem dem Willen eines Herru unterwerfen, 1 Mos. 47, 19. 25. 3Mos. 19, 20. Ier. 2,14.
Leibesfrucht
Kinder männlichen und weiblichen Geschlechts.
Bin ich doch nicht GOtt, der dir deine Leibesfrucht nicht geben
will, i Mos. 30, Z. Siehe, Kinder sind eine Gabe des HGrrn, und Leibesfrucht ist
ein Geschenk, Pf. 127, 3. Sollen denn die Weiber ihres Leibes Frucht essen? Klagel.
2, 20. Gebenedeiet ist die Frucht deines Leibes, Luc. i, 42.
Leibhaftig
Persönlich, oder vielmehr wesentlich, Col. 2, 9. (S. Fülle 8. 4.)
Leiblich
Was zu des Leibes Unterhalt gehört, Röm. 15, 27. 1 Cor. 9, 11. Die leiblichen Uebungen, 1 Tim. 4, 8. sind nicht die leibliche Reinigkeit des Gesetzes, Ebr. 9, 13. sondern gymnastische Nebungen, den Leib stark, gewandt zu machen, und abzuhärten, um dadurch die Seele zu bilden. Leibliche Väter, Ebr. 12, 9. von denen wir herkommen nach dem Fleisch.
Leibrock
I) Des Hohenpriesters war ein kurzer Rock, w ' cher über o?m Oberkleide hing, ans zwei über den Schaltern zusammengehefteten Blattern bestehend, vonVyfsus, mit pnrpurrothen, dunkelblauen, car-moisinrothen und Gold-Fäden gestickt, 2 Mos. 23, 4. 25. Von den zwei Schulterblättern, aus denen das Ephod (liZKt) bestand, bedeckte das eiue Stück
deu Rücken, das andere die Brust und den Oberleib; weiter ging es nicht herunter: denn sonst würde das Oberklcid (das Mi!), das nur bis an die Kuiee reichte, ganz oder zu sehr davon bedeckt worden sein. Das Ephod war also ein Sckmlter-kleid, und bezeichnet in Verbindung mit dem Schildlein (0no8oti6u) die königliche Würde ? Schulter Sitz der Herrschaft; ? die Insignien deS Ephod waren Edelsteine in Gold gefaßt, worauf die Namen der zwölf Stämme eingegraben, bei dem Ephod auf den Schultern, wie bei dem Choschen auf dem Herzen; sie bezeichneten, anf wen das Herrscheu und Richteu sich beziehe. Bahr II. S. 101?104. 127-134. II) Der Leviten. Eiu von dichter Leinwand gemachter Rock, mit engen Aermeln, der uu-mittelbar auf dem Leibe anlag, und mit einem Gürtel fest gemacht wurde; aber ordentlich nicht viel über die Knie herunter ging. Die Leviten hatten bei ihren Verrichtungen dergleichen 1 Sam. 2, 18. wie auch König David an, 2 Sam. 6, 14. III) Das Priesterthum, Hos. 3, 4.
Leiche
I) Eiu entseelter und zu begrabender Körper,
?3, 3. Ier. 16, 7. " Aas, Esa. 14, 19. Ezech. 43, 7. 5 (Siehe Lc-
1 Mos. 23, 3. Ier. 16, 7. Tob. 2, 4. II) Ein
gräbniß.)
Leichnam
z. 1. I) Der Körper eines Verstorbenen, 5 Mos. 28, 26. Ios. 8, 29. 1 Sam. 31, 10. 12. 1 Kön. 13, 22. 2 Kön. 19, 35. der Verdammten in der Hölle, Esa. 66, 24. Moses todter Leichnam, Vr. Jud. v. 9. ist dessen todter Körper, siehe'meine Ab-haudlung: Ob Mases Hemals gestorben und begra-den worden.
Des Gehängten Leichnam soll nicht über Nacht am Holz bleiben, 5 Mos. 21, 23.
Sie haben die Leichname deiner Knechte den Vögeln unter dem Himmel zu fressen gegeben, Ps. 79, 2.
Ihr Leichnam ist wie Koth auf den Gassen, Esa. 6, 25.
Aber deine Todten werden leben und mit dem Leichnam auferstehen, Esa. 26, 19. (S. Aufwachen Z. 5.)
Die Leichname der Gottlosen sollen von Vögeln gefressen werden, Ier. ?, 33. sollen liegen wie Mist auf dem Felde, c. 9, 22. c. 16, 4.
Glisas Leichnam weissagte, Sir. 48, 14. (S. Elisa.)
Und werden ihre Leichname nicht lassen in Gräber legen, Offb. 11, 9. (S. Grad §. 3.)
z. 2. II) Von Ehristi lebendigem, Marc. 14, 8. und todtem Leibe, Marc. 15, 43. 45.
z. 3. III) Die Reliquien der Verstorbenen, Offb. 18, 13. (Richt.: leibeigne Knechte.)
Leicht
8. 1. I) Bezeichnung des geringen Grades a) der physikalischen Schwere. Die Morgenländer ließen sich, um ihrer Leibeskräfte Ab- und Zunehmen zu erforschen, öfters wiegen, und wenn dieselben allzusehr abgenommen, schloffen sie daraus den Tod. t») Des Mangels an innern: sittlichem Werthe vor GOtt. Velsazer war nicht vollwichtig nach seinem Leben, Hiob 31, 6.