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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Most ? Mühe.
Stütze übernehmen und glücklich ausführen konnte, wenn GOtt ihn nicht dazu berufen und ausgerüstet hätte, ist gar nicht zu begreifen; und wie läßt sich denken, daß ein König durch die Vorspiegelung, ?die alljährlichen widrigen Naturereignisse in Egypten seien Strafgerichte des Iehova" sich habe düpireu lassen? oder daß dem Volke eine Menge Wunder, als vor ihm geschehen, habeu aufgeredet werdeu können, die es nie gesehen hatte? III) Christus erkennet überall mit dem Ausdruck des höchsten Ernstes und der vollsten Wahrheit den Moses als göttlichen Gesandten, und seine Geschichte als wahr an. Dem geradezu widersprechen kann man nicht, ohne den Glaubeu au Christum zu verleugnen, ja die Sendung Christi selbst verdächtig zu machen, Joh. 5, 46. 47. Sehr beherzigenswerth ist: Stallberg, Moses nud seiue Schrifteu, in den Betrachtungen und Veherziaunaen der h. S. Hamb. 1821. II.'229-244.
Most
§. 1. I) Neuer Weiu, a) der uoch in den Beeren, Esa. 24, 7. c. 65, 8. b) der ausgepreßt ist, Sprw. 3, 10. Joel 2, 24.
n) Soll ich meinen Most lassen, der Götter und Menschen fröhlich macht? Richt. 9, 13.
t>) Siehe, mein Vauch ist wie der Most, Hiob 32, 19.
Hurerei, Wein und Most machen toll, Kos. 4, n.
Sie versammeln sich um Korns und Mosts willen (ums Zeitliche), und sind mir ungehorsam, Hos. 7, 14.
Man fasset nicht Most in alte Schläuche, Matth. 9, 17. Marc. 2, 22. Luc. 5, 37. (S. Ln^en ß. i.) (So wie das Gleich-niß vom Lappen, Matth. 9, 16. ^S. Kleids uon der Vehre, objectiv, redet: sa dieses von der fubjectiuen Empfänglichkeit dnstlr: diese findet stch für eine so gewaltig erregende und um-formende Lehre, als da« Evangelium ist, nicht bei alten, stum-pfeu, «rwchnten Gemüthern.)
z. 2. II) Alter und ueuer Weiu, 5 Mos. 28, 51. III) Die Traubeu, woraus der Most gepreßt wird. Mich. 6, 15.
§. 3. IV) Wird cs mit in der Beschreibung des geistlichen Segens gefunden, Ier. 31, 12. Hos.
Korn, das Jünglinge, und Most, der Jungfrauen zeuget. Zach. 9, 17. (S. Korn Z. 2.)
z. 4. V) Verschiedene Früchte des Glaubens, Hohel. 8, 2.
Motten
Diese kleineu Würmer, welche Kleider, der Menschen Leiber und andere Dinge durch Zernaguug verderben und fressen, sind ein Bild des göttlichen Zorns, welcher die Gottlosen oft auch in der Blüthe, gleichsam durch eiueu stilleu Biß aufreibt. *
Der ich doch wie ein faules Aas vergehe, und wie ein Kleid, das die Motten fressen, Hiob 13, 38.
Und die sich an Huren hängen, werden wild und kriegen Motten und Würmer zum Lohn, Sir. 19, 3.
Gleichwie aus den Kleidern Motten kommen, also kommt von Weibern viel Böses, Sir. 42, 13.
Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, da sie die Motten und der Rost fressen, Matth. 6, 19.
Eure Kleider sind mottenfresfig geworden, Iac. 5, 2.
* Wenn du einen züchtigest um der Sünde willen, so wird seine Schöne verzehret, wie von Motten, Ps. 39, 12.
Motten werden dein Bette sein, und Würmer deine Decke, Esa.
14, 11.
Siehe, sie werden allzumal w^e ein Kleid veralten; Motten werden sie fressen, Esa. 50, 9. Ich bin dem Ephraim eine Motte, Hof. 5, 12. (S. Made.)
Muchsen
Oder Mucken, die Zunge eiu wenig bewegen, und einen gar kleinen Laut von sich geben, wie die Hunde, wenn sie nicht überlaut bellen, 2 Mos.
Mücken
Eine Avt kleiner Fliege,., Matth. 23, 24. <S^ Kameel §. 3.)
Müde
§. 1. a) Der, welchem wegen langer und heftiger Veweguug die Kräfte geschwächt; b) der vor Äugst, Kreuz und Vcrfolguug und Last der Sünde den Muth siuken läßt, Esa. 28, 12.
Efau kam vom Felde, und war müde, i Mos. 25, 29. Gideons
300 Mann, Richt. 6, 4. David. 2 Sam. 21, 15. IEfus,
Joh. 4, 6.
Du hast die Müden mit Wasser getränket, Hiob 22, 7. Ich bin sa müde von Seufzen Hc., Ps. «, 7. Ich habe mich müde geschrien 2c., Ps. 69, 4. Viel Predigen macht den Leib müde, Pred. 12, 12. Stärket die müden Hände, Esa. 35, 3. Ebr. 12, 13. Aber die auf den HErrn harren, kriegen neue Kraft ? datz
sie wandeln und nicht müde werden, Esa. 40, 31. (S.
Hnrren.) Der HErr HErr hat mir eine gelehrte Zunge gegeben, daß
ich wisse mit den Müden zu rechter Zeit zu reden, Esa.
50, 4.
Denn ich will die müden Seelen erquicken :c>, Ier. 31, 25. Lasset uns aber Gutes thun und nicht müde werden, Gal.
6, 9. Darum bitte ich, daß ihr nicht müde (weich) werdet um meiner
Trübsal willen :c., Eph. 3, 13.
8. 2. c) Einer Sache überdrüssig seiu, und einen Ekel davor habeu, Ezech. 23, 17. 18. 22. 28.
z. 3. Hos. 11, 7. Mein Volk ist miibc, sich )U mir zu kehren :c. Es ist gleichsam zweifelhaft, waukend auf beiden Seiten, so daß es zuweilen eiue Austalt macht, als wollten sie sich bekehren (richt.: mein Volk hangt an der Abkehrung von mir, d. i. sie find hartnackig uon mir abgewandt); aber weun mau sie ruft, so steht Keiuer mit Ernst auf, sondern sie bleiben in ihrem alten Sündenwesen liegen.
z. 4. GOtt kann den abgöttischen Gottesdienst nicht mehr vertragen, er haßt ihn, und will sich also ihrer nicht mehr erbarmeu. (Ebr.: Ich bin des Reuens müde, 0. h. des Straferlasseus), Ier. 15, 6.
Meine Seele ist seind euren Neumonden ? ich bms müde, zu leiden (liinaer »nre Sünde euch zu vergeben; richt.: diesen mir liistiyen Dienst zn trnyrn), Esa. 1, 14.'
Mühe
Mozc
za
Die Gefundene. I) Eine Stadt im Stamm Benjamin, Ios. 18, 26. II) Ein Sohn Calebs, 1 Chr. 2, 46,
z. 1. I) Arbeit, welche mit allerhand Verdruß und Beschwerung verknüpft, und welche Elend, Jammer, Grämen ?c. nach sich zieht.
Dcr wird uns trösten in unserer Mühe und Arbeit, 1 Mos.
5, 29. Aber GOtt hat mein Elend und Mühe angesehen, 1 Mos.
31, 42.
Du weißt alle Mühe, die uns betreten hat, 4 Mos. 20, 14.
Denn Mühe (Trübsal) aus der Erde nicht gehet, Hiob 5. 6.
Moses (oder vielmehr GOt!) hat 40 Jahre Mühe mit dem Voll gehabt, Ps. 95, 10.
Der Segen des HErrn machet reich ohne Mühe, Sprw. 10, 22. (A.: ohne mitfulaenoe Schmerzen, 1 Tim. «, 10.)
Es ist alles Thun so voll Mühe, daß Niemand ausreden kann, Pred. 1, 8.
Solche unselige Mühe hat GOtt den Menschenkindern gegeben, daß sie sich darinnen müssen quälen, Pred. 1, 13. c. 3, 10.
Es ist besser, eine Hand voll mit Nuhe, denn beide Fäuste voll mit Mühe und Jammer, Pred. 4, 6.
Sehet mich an, ich habe eine kleine Zeit Mühe und Arbeit gehabt, und habe großen Trost gefunden, Sir. 51, 35.