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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Nacheilen ? Nachfolger.
Nacheilen
Sonst nachhuren: einem Andern mit Liebe znqe-than sein, nno ihm seinen Brautschatz anhängen.
Aber Jene, die einem Andern nacheilen, werden großes Herzeleid haben, Ps. 16, 4.
Nachfolgen
§. 1. I) Hinter einem hergehen, II) einen begleiten, III) einem anhangen und es mit ihm halten.
1) Matth. 21, 9. c. 26, 58. Marc. 10, 32. c. 11, 9 :c. Petvus folgte IE'u nach, Joh. 18, 15.
2) Matth. 8, 1. c. 20, 29. Marc. 15, 41. JEsu viel Volts aus Galiläa, Matth. 4, 25.
Und es folgte ihm viel Volks nach und er hcilete sie, Matth. 12, 15. c. 19, 2.
3) Meister, wir sahen einen, der trieb Teufel in deinem Namen aus, welcher uns nicht nachfolgte, Maie. 9, 38.
§ 2. Folge mir nach! ist des Heilands Ruf an seine Apostel, die im eigentlichen Sinne in seine nnnnterbrochene Gesellschaft treten, ihn anf allen seinen Rcisen begleiten, und demnach ihrem bisherigen bürgerlichen Bernf, ihren häuslichen Verbin-dnngen, Eigenthum entsagen und anf gnte Tage in der Welt Verzicht thun mnßten, um sich ganz und ungestört dem Dienste derSache Christi hingebenzu können. Marc. 1, 20. c. 2, 14. Luc. 5, 11. Joh. 21, 23. Folget mir nach, ich will euch zu Menschenfischern machen, Matth.
4, 19.
Bald verließen sie ihre Netze, und folgten ihm nach, ib. v. 20. Willst du vollkommen sein, so gehe hin, verkaufe, was du hast,
und gieb cs dcn Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel
haben; und komm und folge mir nach, Matth. 19, 21. (S.
ItimUiny ?. 2.) Siehe, wir haben Alles verlassen, und sind dir nachgefolgt; wa?
wird uns dafür (zum k'ohn)? Matth. 19, 27.
z. 3. IV, GDtt dienen, 4 Mos. 32, 12.
Du sollst nicht andern Göttern nachfolgen, 5 Mos. 6, 14. c. 8,
19. Ier. 7, «. Alsdann wird man dem HErrn nachfolgen :c., Hof. n, 10.
(S. Löwe Z. 5.)
§. 4. Sich einen zum Vorbild und Beispiel vorstellen, ihm nachahmen, und wie Johannes 1 Ep. 2, 6. sagt, so wandeln, wie er gewandelt hat. l^S. Nachfolger.)
Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt, und folget mir nach'
der ist meiner nicht werth, Matth. 10, 38. Will mir Jemand nachfolgen, der verläugne sich selbst, und
nehme sein Kreuz auf sich und folge mir, Matth. 16, 24. Luc.
9, 23. Mnrc. 8, 34. Ich bin das Licht der Welt, wer mir nachfolget, der wird nicht
wandeln in Finsterniß, sondern wird das Licht des Lebens
haben, Joh. 8, 12. Wer mir dienen will, der folge mir nach; und wo ich bin, da
soll mein Diener auch sein, Joh. 12, 26. Eintemal auch Christus gelitten hat für uns, und uns ein Vorbild gelassen, daß ihr sollt nachfolgen seinen Fußtapfen,
1 Petr. 2, 21. Denn sie sind Jungfrauen und folgen dem Lamme nach, wo es
hingehet, Offb. 14, 4. Denn ihr wisset, wie ihr uns sollt nachfolgen, 2 Theff. 3,
7. 9. Viele werden nachfolgen ihrem Verderben (falschen Lehrern),
8 Petr. 2, L. dem Wege Balaams, v. 15. Folge nicht nach dem Bösen, sondern dem Guten, 3 Joh. 11.
H. 5. Wer auf Christum stirbt, dem folgen seine Werke nach, Offb. 14, 13. damit sie theils ein Zeugniß von dem lebendigen Glauben an Christum ablegen, theils die Gnadc'nbelohnung davon tragen sollen; sie sind als nicht ein vorangehender Erwerbgrund der Seligkeit.
Nachfolger
§. 1. Der sich nach eines Andern Beispiel richtet, a) GOttes. Christen richten sich willig nach dem Beispiel ihres Schöpfers, sie stellen die heilige Vollkommenheit GOttes sich znr Regel und Ziel
ihres Willens, treten mit einem geheiligten Eifer in seine Fußtapfen, und was ihnen die Schrift an ihm zum Beispiel vorlegt, befleißigen sie sich ohne Unterlaß .^chzuthun.
So seid nun GOttes Nachfolger, als die lieben Kinder, Eph. 5, 1.
H. 2. Ist das Ebenbild GOttes durch den Fall verloren, so müssen rechtschaffene Christen hier durch den Glauben und ein heiliges Leben zn dessen Er-neurung einen gesegneten Anfan^ machen, Col. 3, 10. Denn, ist das die Hauptsumma der N^ligion, demjenigen nachahmen, welchen wir anbeten, so laßt uns doch, als Kinder nach Enochs, 1 Mos. 5, 24 Hiobs, c. 1, 8. und Davids, 1 Sam. 13, 14. Beispiel, unserm lieben Vater gleich werden:
1) In Heiligkeit, 1 Petr. 1, 14. 15. 16. 2) in derLiebe, 1 Joh. 4, 19. 20. 21. 3) in der Barmherzigkeit, Luc. 6, 36. 4) in der Versöhnlichkeit, Eph. 4, 32. Gutthätigkeit, Matth. 5, 45. 48.
z. 3. b) Christi. Es ist eine doppelte Nachfolge Christi zu unterscheiden; die besondere, wozu die Apostel bernfen waren (s. Nachfolgen §. 2.) und die allgemeine, wozu alle Christen verpflichtet sind, welche überhaupt in der Nachahmung des heiligen Vorbildes Christi besteht, die der Christ in jedem Beruf und Verhältniß beweisen soll. Sie bezieht sich nicht bloß auf Nachahmung der Gesinnung Christi (Form des Handelns), sondern selbst ans das Werk Christi (Materie des Handelns); indem Jeder, wie es sein Vermögen und Wirkungskreis mit sich bringt, auch das Werk Christi, also das Seelenheil Anderer, das Reich GOttes, fördern soll. Wer Christi Jünger sein, und feiuer hier zeitlich znr Gerechtigkeit, und dort ewig zur Seligkeit genichen will, der muß a) sich seines eignen Willens, eigemr Ehre, Liebe und Nutzens begeben und sich ganz zu Christi Dienst und Willen ergeben, sein Fleisch sammt den bösen Lüsten und Begierden kreuzigen, täglich in der Heiligung fortfahren, die Sünde dämpfen und überwinden durch Kraft seines Todes, Trübsal und Widerwärtigkeit, ein Hülfsmittel heiligen Lebens, von GOtt als ein Zeichen väterlichen Wohlmeinens willig annehmen, b) Christum nicht allein seinen Erlöser, sondern auch sein Beispiel sein lassen und sich seinen Tod aneignen und seinem Leben folgen. Scriuer. Hier wird es wohl bei den Meisten heißen: Cincs fehlt dir noch, Marc. 10, 21.
z. 4. Ist schon in dieser Welt keine Vollkommenheit zu erlangen, Ebr. 12. 1. so lassen doch rechte Streiter die Sünde nicht herrschen, sie widerstehen dem Teufel, und geben auch den lieblichsten Lockungen desselben und der Welt kein Gehör, sondern nehmen das Joch der Lehre, Lebens und Leidens im Kreuz willig auf sich, und folgen dem vollkommensten Tugendspiegel Christo, damit sie ihm dereinst auch gleich werden, 1 Joh. 3, 2. nach: a) In heiligem Sinne gegen GOtt, Joh. 15, 10. 1 Petr. 2, 21. 22. und Drang, seinen Willen zu thun, Joh. 4,34. und ihm zu gehorchen, Phil. 2, 7. Pf. 40, 9. b) in Reinheit von aller Sünde, Joh. 8, 46. 1 Joh. 3, 3. c) in Wahrhaftigkeit und Treue, Matth. 22, 16. 1 Petr. 2, 22. d) in Liebe, Eph. 5, 2. und Sanftmuth auch gegen Feinde, Luc. 9, 55. c. 23, 34. und alle Menschen, Matth. 11, 29. e) in Demuth, Joh. 8, 50. c. 13, 14. 15. Phil. 2, 5 ff. und Willigkeit, zu dienen, Matth. 20, 28. f) in unermüdeter Thätigkeit zum Wohl der Menschen, Joh. 9, 4. A.O. 10, 38. g) in Geduld und ruhiger Ergebung, Matth. 26, 39. Ebr. 12, 3.
8. 5. Die Welt will Christi und seiner Wohlthaten gerne genießen, aber ihn nicht nachahmen, sie will den finden, welchen sie doch nicht suchen will, den, so zu sagen, einholen, dem sic nicht nach-