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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Rechtschassen ? Reben.
§. 9. Wer in wahrer Buße und Glauben spricht: HErr, laß die Versöhnung Christi für mich gel.-ten! Luc. 18, 14. und des Heilands, Joh. 5, 14. und Paulus Vermahnung, Röm. 6, 2. 22. beachtet, hat 1) Frieden in GOtt, Röm. 5, 1. 2) eine Freudigkeit znGOtt, l Joh. 3, 21. 3) die Vorrechte der Kinder GOttes, Gal. 4, 5 f. Eph. 1, 5. und 4) die Hoffnung des ewigen Lebens, No'm. 5, 2. c. 8, 24. Ach GOtt, laß nns doch mit jenem Sünder, Luc. 18, 14. gerechtfertigt vor dir sein! Die Rechtfertigung, wie sie von Seiten GOttes gesprochen wird, ist unterschieden von dem wirklichen Empfang und Genuß von Seiten des Menschen, gleichwie ein Vcgnadiguugsurtheil von der dem Ve-gnaoigtcn geschehenen Insinuation. Daher der Bußfertige bisweilen noch in Angst schwebt, ob er begnadigt ist. Je mehr er aber in der Buße und im Glauben anhält, desto gewisser darf er seine Begnadignug hoffen. Vergl. Phil. Dav. Durk, die Rechtfertigung und deren Versicherung im Herzen. 2. Aufl. Stuttg. 1763. im 7. Thett. Steinmetz, Msolox Pastor, t^aot. I. 32?68. Ein merkwürdiges Beispiel, wie lange ein Bekehrter in großer Dunkelheit und Nuruhe über seine Begnadigung um-herqeheu kann, ist M^iam <7au,/?s,', s. 8pirit ok tns I>il^i'im, V08ton 1828 ^ali. S. 373.
Rechtschaffen
Aufrichtig, ohne Heuchelei. In Christo hat die Wahrheit, d. i. das rechtschaffene Wesen eines wic-dcrgebornen Herzens, nicht aber nur äußerlicher Schcin, Statt; so wie er ächte, lautre Heiligkeit war, so kaun diese auch nur vor ihm gelten, Eph. 4, 21.
So fürchtet nun den HErrn, und dienet ihm treulich und rechtschaffen Ios. 24, 14. 1 Kon. 6, 61.
David wandelte mit rechtschaffenem Herzen vor GOtt, 1 Kön. 9, 4. 1 Macc. 2, 5?. Hiskia, 2 Kon. 20, 3.
Meinem Sohn Salomo gieb ein rechtschaffenes Herz, 1 Chr.
30, 19.
Alle seine Gebote find rechtschaffen (festgestellt), Pf. m, 7. Mein Herz bleibe rechtschaffen in deinen Rechten, daß ich nicht
zn Schanden werde, Ps. 119, 80. Wer will finden Einen, der rechtschaffen fromm ist? Sprw.
20, 6.
Sehet zu, thut rechtschaffene Früchte der Buße, Matth. 3, 9.
A.G. 26, 20. Du wirst weder Theil noch Anfall haben an diesem Wort, denn
dein Herz ist nicht rechtfchaffen vor GOtt, A.G. 6, 21. So ziehet nun an den neuen Menschen, der nach GOtt geschaffen
ist, in rechtschaffener Gerechtigkeit und Heiligkeit, Evtz.
4, 24.
Timotheus, i Tim. 1, 2. Titus, Tit. i, 4 rechtschaffene
Söhne Pauli.
Rechischaffen soll der Glaube sein. 1 Petr. 1, 7. Rechtschaffene (wahrhaftig HlierheUMe), Ebr. 9, 24
Rede
§. 1. Der Schöpfer hat dem Menschen, der in Gesellschaft leben soll, das Vermögen mitgetheilt, durch einen vernehmlichen Laut dasjenige, was er denkt, Andein zu eröffnen. Ueberhaupt ist die Rede mit Vedackt nach den Regeln der Klugheit einzurichten, Sir. 21, 27. c. 28, 29. 30. Iac. 1, 19. nud Christen sollen, da sie an die letzte Rechenschaft denken, Matth. 12, 36. was Eph. 4, 29. c. 5, 4. Phil. 4, 8. steht, vor Augen haben, zn rechter Zeit, Pred. 3, 7. reden und die Rede mit Salz der christlichen Klugheit würzen, Col. 4, 6. Scherz, schandbare Worte und Narrentheidnngen geziemen einem Christen nicht, Eph. 5, 4. Mvhthali giebt schone Rede, 1 Mos. 49, 21. vergl. Richt. 5, 1.
(Vielleicht nuch, weil die Apostel meist aus diesem Stamm waren,
Iol,. i. 44.) Prüfet nicht da2 Ohr die Rede? hiov 12,11.
HErr, höre meine Worte, merke auf meüic Rede smew sehnliches
Verlangen), Ps. 5, 2. Ps. 142, 3.
Und ihre Rede an der Welt Ende, Pf. 19, 5. (S. Hütte Z. 11.) Laß dir Wohlgefallen die Nede meines Mundes, Pf. 19, 15. Pf.
76, 1. Pf. 54, 4. Ps. 104, 34. Des Freundlichen Reden sind Honig, Sprw. 16, 24. Ein Vernünftiger mäßiget seine Rede, Sprw. 17, 27. Gieb deine Ohren zu vernünftiger Rede, Sprw. 23, 12. Der Feind wird erkannt bei seiner Rede, Sprw. 26, 24. Der die Rede kennet, ist allenthalben, WeiZH. 1, 7. Bleibe bei einerlei Nede, Sir. 5, 12. Ein weifer Mann bringt sich selbst zu Ehren durch seine weise
Rede, Sir. 20, 29. Die Rede des Narren drückt wie eine Last auf dem Wege, Sir.
21, 19. 21. c. 27, 14. Eine Rede, fo zur Unzeit geschieht, reimt sich eben, wie ein
Saitenspiel, wenn einer traurig ist, Sir. 22, 6. Mso merket man an der Rede, wie das Herz geschickt ist, Sir.
27, 7.
An der Rede erkennet man den Mann, ib. v. 8. Eure Rede sei: ja, ja, nein, nein; was drüber ist, das ist vom
Uebel, Matth. 5, 37.
Durch süße Worte und prächtige Rede verführen sie die unschuldigen Herzen, Röm. 16, 16. Ich ermähne euch, daß ihr allezeit einerlei Nede führet, 1 Cor.
1, 10. vergl. v. 12.
z. 2. Von GDtt. (Siehe Reden §. 2.) Von Christo, dessen Nede gewaltig, Luc. 4, 32. (Siehe Gelehrt §. 2.)
Der Geist des HErrn hat durch mich geredet, und seine Rede ist
durch meine Zunge geschehen, 2 Sam. 23, 2. Die Rede des HErrn ist lauter. Pf. 12. 7. Ps. 19, 31. Bis daß sein Wort kam, und die Nede des HErrn ihn du?ch-
läuterte, Ps. 105, 19. Er sendet seine Rede auf Erden, sein Wort läuft schnell, Ps.
147, 15.
Wer zu mir kommt, und höret meine Rede, und thut sie, dem
will ich zeigen, wem er gleich ist, Luc. 6, 47. Das ist eine harte Rede, wer kann sie hören? Joh. 6, 60. So ihr bleiben werdet an meiner Rede, fo seid ihr meine rechte
Jünger, Joh. 8, 31. Denn meine Rede fanget nicht unter euch, ib. v. 37.
Reden
8. 1. I) Von Menschen, welche a) ihre Gedanken eröffnen, b) GOtt ihr Verlangen vortragen, Ios. 10, 12. 1 Sam. 1, 13.
Cain mit seinem Bruder, 1 Mos. 4, 6.
Hüte dich, daß du mit Jacob nicht anders redest, denn freundlich,
i Mos. 31, 24.
Rcde du mit uns, wir wollen gehorchen, 2 Mos. 20, 19. Nicht anders, denn was ich dir sagen werde, sollst du reden,
4 Mo'. 22, 35. Dein Vlut fei auf deinem Kopf, denn dein Mund hat wider dich
selbst geredet, 2 Sam. 1, 16. Aoonia soll das wider sein Leben geredet haben, 1 Kön.
2, 23.
Du redest, wie die närrischen Weiber reden, Hiob 2, 10.
Ich will reden von der Angst meines Herzens, Hiob 7, 11.
Laß die Jahre reden, Hiob 32, 7.
Und reder von seinem Gesetz Tag und Nacht, Ps. 1, 2.
Und hie Leute reden so vergeblich (machen sich fo eittle Gedanken),
Ps. 2, 1.
Einer redet mit dem Andern unnütze Dinge, Ps. 12, 3. Uns gebühret ;u reden; wer ist unser HErr? Pf. 12, 5. Die freundlich reden mit ihrem Nächsten, Ps. 28, 3. Behüte deine Zunge vor Bösem, und deine Lippen, daß sie nicht
falfch reden, Pf. 34, 14. Die mir üöel wollen, reden, wie sie Schaden thun wollen, Pf.
38, 13. Dein Maul läsfest du Böfes reden, und deine Zunge treibet
Falfchheit, Pf. 59, 19.
Du redest lieber Böses denn Gutes, Ps. 52, 5. Meine Feinde reden wider mich, Ps. 71, 10. Was sie reden, das muß vom Himmel herab geredet sein, Pf.
73, 9.
Wenn mein Herz in Aengsten ist, so rede ich, Ps. 77, 4, Und rede (ftnne nach) von allen deinen Weilen, Ps. 77, 13. Redet von allen seinen Wundern, Ps. 105, 2. Sie haben Mäuler und reden nicht, Ps. 115, 5. Ich glaube, darum rede ich, ich werde aber sehr geplagt, Ps.
116, 10. Ich rede (davon, und denke dem nach), was du befohlen hast,
Ps. 119, 15. Ich halte Frieden; aber wenn ich rede, so fangen sie Krieg an,
Ps. 120, 7.
Ich rede von allen deinen Thaten, Ps 143, S. Cin weises Herz redet klüglich, Sprw. IL, 22.