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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Schätzen ? Schauen.
Darum schaffet, daß euer Schatz (die edle Freiheit «am Gesetzes.
zwnng, die euch Christus erworben, Gal. 5, i.) nicht verlästert
werde, Röm. 14, 16. Wir haben aber solchen Schatz in irdischen Gefäßen, 2 Cor. 4, 7.
(S. Gefäß Z. Z.)
z. 10. X) Eine Menge Gedanken und Begierden, gut lmd böse, demnach der Mensch entweder einen seligen oder unseligen Schatz hat.
Ein guter Mensch bringet Gutes hervor aus seinem guten Schatz
des Herzens, Matth. 12, 35.
z. 11. XI) Ein gewisses Gefäß, worin man etwas Kostbares zum künftigen Gebrauch aufhebt. Schatzkasten, Sprw. 8, 21. Match. 2, 11.
Schätzen, s. Schätzung
I) Eine Vermögenssteuer anslegen, 2 Kön. 23, 35. II) Aufschreiben. Lnc. 2, 1. 3. 5. III) Dafür halten, 5 Mos. 2, 20. 2 Cor. 10, 2. Phil. 3, 13.
Wenn Jemand dem HErrn ein besonderes Gelübde thut, daß er seinen Leib schätzet (nach dem Anschlag ciuer Person, wie man solche bei GOtt auslüftn knin»), 3 Mos. 27, 2.
Schatzhaus, Schatzkammer
Worin allerhand Gold, Silber, Edelsteine und andere Waaren aufgehoben wurden, Ier. 38, 11. A.G. 8, 27. Proviauthäuser, 2 Mos. 1, 11. Würzkammern, Schatzkammern, 2 Kön. 20, 13. Esa. 39, 2.
Schatzmeister
Welcher über die Schätze des Königs gesetzt war, Esr. 1, 8. Proviantcommissarius, Esa. 22, 15.
Schätzung
z. 1. I) Der Anschlag einer Person, oder andern Sache, wie man solche bei GOtt auslöseu kann. Wenn einer sich selbst oder etwas Anderes dem HErrn durch ein rechtmäßiges Gelübde zum heiligen Gebrauch, z. B. zum Go'ttesdieust gegeben, und er wollte wieder von dem Gelübde los sein, so muhte er so viel für sich geben, als 3 Mos. 27, 3. 8. steht.
z. 2. II) Eine Strafe, daß die Juden deu Ioa-has ohnc den Willen des Pharao Necho zum König gemacht, 2 Kön. 23, 33.
z. 3. III) Eine Beschreibung des römischen Reichs, besonders des jüdischeu Landes, wobei es um eine so genannte Kopfsteuer zu thun war, Luc. 2, 2. Diese geschah eher, als die, welche uuter Cy-renius vorgiug, denn nach Iosephus Bericht war jetzt Sertus Saturninus Laudpfleger in Syrien. (A.: Es war bloße Volkszählung, Catastrirung oder Eonsignation; sie geschah vor der Abschätzung unter Quirinus, oder unter dem nachmaligen Procousul Quirinus. Vergleiche Tholuck Glaubw. der evangelischen Geschichte. S. 158 ff. Winer II. 347 ff. 468 ff.)
Schau
Tragen. Oefsentlich etwas zum Beispiel vorstellen. Das Wort ist aus der Weise der Alten zu erklären, welche die überwundenen und gefangenen Feinde im Triumph durch die Gassen und andere öffentliche Plätze führten, damit Allen des Neberwinders Sieg und der Neberwundenen Gefangenschaft kund werde. So hat Christus, nachdem er öffeutlich alle ihm auf Anstiften des Fürsten dieser Wclt, Joh. 14, 30. verursachten Leiden erduldet, auch einen öffentlichen Sieg über das Reich der Finsterniß, den herrlichsten Triumph vor den Augen der Geisterwelt gefeiert,
mit dem kein anderer zu vergleichen: zum Trost seiner Gläubigen, daß sie nicht mehr die Macht der Hölle zu fürchten haben. Es ist ein Blick, den Paulus in die uus unsichtbare Geschichte Christi thun läßt.
Nnd hat ausgezogen die Fürstenthümer und die Gewaltigen und sie Schcm getragen öffentlich und einen Triumph aus ihnen gemacht durch sich selbst, Col. 2, 15.
Schaubrod
Nach Bahr I. S. 407?412. 425?430. ist es Brod des Angesichts GOttes, oder das, durch welches GOtt geschauet wird, d. h. mit dessen Genuß das Schauen GOttes verbunden ist, durch dessen Gennß man zum Schauen GOttes gelangt. Brod ist daher Symbol des höhcrn Lebeusmittels, des Himmelsbrodes; die sich daran sättigen, schauen das Angesicht GOttes, Ps. 17, 15. Die Zahl Zwölf geht auf die zwölf Stämme, das Bundesvolk; das Brod ist Buuocsbrod, nur für Heilige da, daher nur von den Priestern, den xar' ^/^ Heiligen, die allein den symbolischen Himmel betre-teu durften, zu genießen. Daß es immer auf dem Tische lag, zeigt, daß es immer bereit ist, gegesscu zu werden; was Zeichen ist, daß im himmlischen Heiligthun: beständig das Mittel, zur höchsten Lebensfülle zu gelaugen, sich zu fättigeu im Anschauen GOttes, in Bereitschaft sei, und kein Hunger, kein ungestilltes Verlangen nach seligem Leben dort Statt finde. Auch weist der bereitete Tisch auf Freundschaftsverhältnisse hin der Essenden uuter einander und mit dem, der den Tisch bereitet.
Sie waren von dem seinsten Weizenmehl, in länglicht breiter Form, in eisernen Pfannen gebacken, auf einer Seite wie auf der anderu, wie die Oblateu. Sie waren uugesäuert, gauz weich und dünn, wie Kuchen, und wurden alle Sabbather 12, nach der Zahl der 12 Stämme, in 12 goldenen Schalen aufgetragen, deren jeglicher, GÖtt dem HErrn, gleichsam aus Daukbarkeit, wöchentlich einen solchen Kuchen darstellt. Daß sie mit dem Siegel eines jeglichen Stammes bezeichnet wurden, davon weiß die Schrift nichts. Sie wurden in 2 Schichten auf den goldenen Tisch, in der Stiftshütte und dem Tempel aufgesetzt, und stand bei jeder Schicht ein Gefäß mit Weihrauch angefüllt. An dem Sabbath wurden sie weggenommen, und gleich sofort neue an die Stelle gelegt, die alten aber von den Priestern derselben Wöchnerei verzehrt, 2 Mos. 25, 30. 3 Mos. 24, 6. 7. 1 Sam. 21, 6. Matth. 12, 4. Sie sind cin Vorbild Christi, des Brods des Lebens. (Siehe hierüber Rambach's Christus in Mose, 62. Betracht. S. 719 ff. A. verstehen es als Bild der Gemeinschaft GOttes mit dem Volke, oder als Denkmal der uuaufhörlicheu Fürsorge GOttes für die Erhaltung des Volkes. Daß es als Speise Jehoua's habe gelten sollen, ist wenigstens mit Moses Begriffen von GOtt schwerlich vereinbar.)
Schauen
§. 1. ^.) Von GDtt, in Ansehung a) seines Verstandes, da er als ein allwissender HErr Alles sieht, und nach seiner allgemeinen Vorsehung auf Alles, besonders auf die Meuschen, wie fromm, wie klug, wie geübt, wie gehorsam sie sind, Acht hat. Er ist ein Herzenskündiger.
Des HGrm Augen schauen (gehen stets herum durch) alle Lande, daß er stärke die, so von ganzem Herzen an ih:n sind, 2 Chr.
IS, 9.